Kaum eine Aktivität liefert ein so intensives Freiheitsgefühl wie der freie Fall aus mehreren Tausend Metern Höhe. Fallschirmspringen und Skydiving stehen für puren Adrenalinkick, einen einzigartigen Blick über die Landschaft und ein Erlebnis, das sich kaum mit Worten beschreiben lässt. Dieser Ratgeber zeigt dir, welche Sprungarten es gibt, welche Ausrüstung dahintersteckt, worauf es bei der Sicherheit ankommt und wo du den Sprung am besten wagst.
Was ist Fallschirmspringen?
Beim Fallschirmspringen verlässt du ein Flugzeug in großer Höhe und erlebst zunächst den freien Fall, bevor sich der Schirm öffnet und du sanft zur Erde gleitest. Es braucht Mut, aber mit der richtigen Vorbereitung ist es für viele Menschen zugänglich. Die wichtigste Ausrüstung umfasst:
- Fallschirm als Herzstück der gesamten Ausrüstung
- Höhenmesser, um die Öffnungshöhe genau im Blick zu behalten
- Helm zum Schutz des Kopfes
- Schutzbrille gegen den Fahrtwind
- Gurtzeug, das dich sicher mit dem Schirm verbindet
Regelmäßige Wartung und Kontrolle der Ausrüstung sind entscheidend. Je nach Erfahrung und Ziel unterscheidet man verschiedene Sprungarten: das Formationsspringen, bei dem mehrere Springer gemeinsam Figuren bilden, das Freefly mit akrobatischen Körperhaltungen sowie den Wingsuit, mit dem sich die Gleitstrecke deutlich verlängern lässt.
Die Faszination des freien Falls
Der eigentliche Reiz liegt im freien Fall: Für rund 30 bis 60 Sekunden rast du mit hoher Geschwindigkeit der Erde entgegen und erlebst ein Gefühl von Freiheit und Abenteuer, das sich an wenigen anderen Orten finden lässt. Aus der Vogelperspektive eröffnet sich ein völlig neuer Blick auf Küsten, Berge oder Wüstenlandschaften. Wer das Erlebnis mit der Kamera festhalten möchte, findet im Reisefotografie-Ratgeber Anregungen für eindrucksvolle Aufnahmen.
Vor dem Sprung gehören drei Schritte dazu:
- Kontrolle der Ausrüstung auf einwandfreie Funktion
- Mentale Vorbereitung und Visualisierung des Sprungs
- Klare Absprache mit dem Tandem-Instruktor
Beliebte Anlaufstellen sind unter anderem Skydive Arizona und Skydive Sebastian in Florida in den USA sowie zahlreiche Sprungplätze in Deutschland. Wer den Sprung mit einer Reise verbinden will, kombiniert ihn gut mit anderen Aktivitäten aus dem Bereich Abenteuerreisen.
Tandemsprünge und Skydiving-Erlebnisse lassen sich an vielen Orten vorab buchen, oft inklusive Foto- und Videopaket.
Sicherheit beim Fallschirmspringen
Sicherheit hat oberste Priorität. Bei einem Tandemsprung bist du fest mit einem erfahrenen Instruktor verbunden, der die Technik erklärt, den Sprung überwacht und im Ernstfall eingreift. Wichtige Grundregeln sind:
- regelmäßige Wartung und Prüfung der Ausrüstung
- den Höhenmesser während des gesamten Sprungs im Auge behalten
- eine stabile Körperhaltung beim Öffnen des Schirms einnehmen
- die Notfallprozeduren kennen, etwa das Auslösen des Reserveschirms
- klare Kommunikation mit dem Instruktor halten
Zur Vorbereitung gehört auch der Versicherungsschutz: Extremsport ist nicht in jeder Police abgedeckt. Prüfe daher rechtzeitig die Bedingungen, mehr dazu im Ratgeber zur Reiseversicherung.
Eine kurze Geschichte des Fallschirms
Die Anfänge reichen ins 18. Jahrhundert zurück: Die französischen Pioniere Jean-Pierre Blanchard und André-Jacques Garnerin gelten als Wegbereiter erster Sprünge. Im 19. Jahrhundert folgten technische Weiterentwicklungen, im 20. Jahrhundert wurde der Sport schließlich populär. Bekannte Höhepunkte sind der Stratosphärensprung von Joseph Kittinger im Jahr 1960 sowie Felix Baumgartners Sprung aus über 39.000 Metern Höhe im Jahr 2012, bei dem er die Schallgeschwindigkeit überschritt.
Fallschirmspringen ist ein unvergessliches Abenteuer, das sich für Einsteiger ebenso eignet wie für erfahrene Sportler. Wer den Adrenalinkick in einen Urlaub einbauen möchte, findet im Abenteuer-Hub weitere Ideen und in der Übersicht zur besten Reisezeit Hilfe bei der Planung der passenden Saison.