Italien

Venedig

Die Lagunenstadt aus 118 Inseln, Kanälen und Brücken ist einzigartig in Europa – am schönsten früh am Morgen und abseits des Markusplatzes.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Markusplatz, Markusdom und der Dogenpalast bilden das prunkvolle Zentrum. Die Rialtobrücke über den Canal Grande ist der klassische Fotostopp, der Blick vom Campanile reicht über die ganze Lagune.

Eine Fahrt mit dem Vaporetto (Linienboot) über den Canal Grande ersetzt eine teure Gondelfahrt und zeigt die Palazzi von der Wasserseite.

Abseits der Menge

Die Stadtteile Cannaregio und Dorsoduro sind ruhiger und authentischer als San Marco. Ein Abstecher auf die Inseln lohnt sich: Murano für Glaskunst, Burano für die bunten Fischerhäuser.

Wer früh aufsteht, hat die Gassen fast für sich, bevor die Tagesgäste per Kreuzfahrtschiff und Bahn eintreffen.

Anreise & Praktisches

Der Bahnhof Santa Lucia liegt direkt an der Altstadt; vom Flughafen Marco Polo fahren Boote und Busse ins Zentrum. Autos bleiben am Piazzale Roma stehen – in Venedig geht alles zu Fuß oder per Boot.

Für die Stadt gilt an Spitzentagen eine Eintrittsgebühr für Tagesbesucher – vorab online informieren.

Essen & Ausgehen

Venedigs kulinarische Spezialität sind die Cicchetti – kleine Häppchen wie Baccalà mantecato, Sarde in saòr oder belegte Brötchen, die man in urigen Bàcari zu einem Glas Wein (einem „ombra“) oder einem Spritz genießt. Dazu kommen Risotto, frischer Fisch und Meeresfrüchte aus der Lagune.

Am lebendigsten ist die Bàcaro-Szene rund um den Rialtomarkt und entlang der Fondamenta della Misericordia in Cannaregio. Morgens lohnt ein Bummel über den Fisch- und Gemüsemarkt am Rialto, bevor die Tagesgäste eintreffen.

Die Lagune & ihre Inseln

Ein Abstecher in die Lagune gehört dazu: Murano ist berühmt für seine Glasbläserkunst, Burano für die leuchtend bunten Fischerhäuser und die Spitzenklöppelei, das stille Torcello für seine uralte Kirche mit goldenen Mosaiken. Die Vaporetto-Linie 12 verbindet die Inseln ab Fondamente Nove.

Wer Strand sucht, fährt auf den Lido, der die Lagune vom offenen Meer trennt und im Spätsommer die Filmfestspiele beherbergt. Auch das südlichere Fischerstädtchen Chioggia lohnt einen ruhigen Ausflug.

Was kostet ein Trip nach Venedig?

Venedig ist teuer, und zwar in fast jeder Kategorie. Zusätzlich zur Übernachtungssteuer gibt es an ausgewählten Tagen einen Tagesbeitrag für Besucher, die nicht übernachten — wer eine Nacht bleibt, ist davon ausgenommen.

Beim Essen ist der Unterschied zwischen Markusplatz und Nebengassen extrem: Ein Kaffee am Tisch auf der Piazza kostet ein Vielfaches. In den Bacari, den venezianischen Weinbars, gibt es Cicchetti — kleine Häppchen — zu normalen Preisen.

Gondelfahrten haben feste, offiziell festgelegte Tarife, die tagsüber und abends unterschiedlich sind. Deutlich günstiger: das Traghetto, eine Gondelfähre, die für wenige Cent über den Canal Grande setzt.

Venedig in zwei Tagen

Tag 1 – Zentrum: Markusplatz mit Basilika und Dogenpalast (Zeitfenster vorab), Campanile für den Blick über die Dächer, Rialtobrücke und der Markt am Morgen.

Tag 2 – Inseln und Ruhe: Murano und Burano per Vaporetto, nachmittags Dorsoduro mit der Gallerie dell'Accademia und der Punta della Dogana.

Der beste Rat für Venedig: früh aufstehen. Zwischen 7 und 9 Uhr gehören die Gassen den Einheimischen, ab dem späten Vormittag kommen die Tagesbesucher. Abends, wenn die Kreuzfahrtgäste weg sind, wird es wieder ruhig — das ist das stärkste Argument fürs Übernachten.

Praktisches für Venedig

Vaporetto: Einzelfahrten sind teuer; ab etwa drei Fahrten lohnt ein Tagespass. Die Linie 1 fährt den ganzen Canal Grande entlang und ersetzt jede Stadtrundfahrt.

Gepäck: Es gibt keine Autos, dafür Brücken mit Stufen. Ein Rollkoffer über sechs Brücken ist eine Erfahrung — leicht packen oder den Gepäcktransport nutzen.

Hochwasser: Von Herbst bis Frühjahr kann Acqua alta auftreten; Stege werden dann aufgebaut, Gummistiefel sind vor Ort erhältlich. Die Vorhersage gibt es tagesaktuell online.

Beste Zeit: April/Mai und September/Oktober. Der Karneval im Februar ist spektakulär, aber extrem voll und teuer. Monatswerte in der Klimatabelle.

Beste Reisezeit
April/Mai & September/Oktober

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Häufige Fragen zu Venedig

Muss man in Venedig Eintritt zahlen?

An besonders besucherstarken Tagen erhebt Venedig eine Tagesgebühr für Besucher, die nicht übernachten. Übernachtungsgäste sind davon ausgenommen, zahlen aber Kurtaxe. Buche das Tagesticket vorab online.

Lohnt sich eine Gondelfahrt?

Eine Gondelfahrt ist romantisch, aber teuer. Als günstige Alternative fährt das Vaporetto Nr. 1 den gesamten Canal Grande entlang und bietet ähnlich schöne Ausblicke.

Wie viele Tage sollte man für Venedig einplanen?

Für Markusplatz, Rialto und die schönsten Gassen reichen zwei Tage. Wer auch die Inseln Murano, Burano und Torcello sowie ruhigere Viertel wie Cannaregio und Dorsoduro erkunden möchte, plant besser drei Tage ein.

Was kostet eine Gondelfahrt?

Die Tarife sind offiziell festgelegt und gelten pro Gondel, nicht pro Person, mit einem höheren Abendtarif. Deutlich günstiger ist das Traghetto: eine Gondelfähre, die für wenige Cent über den Canal Grande setzt.

Lohnt es sich, in Venedig zu übernachten?

Sehr. Früh morgens und abends, wenn die Tagesbesucher weg sind, ist die Stadt eine andere — ruhig und fast leer. Wer nur einen Tagesausflug macht, erlebt Venedig ausschließlich zur vollsten Stunde.