Litauen

Vilnius

Vilnius besitzt eine der größten Barockaltstädte Europas – ein UNESCO-Ensemble aus Kirchen, Höfen und Gassen, ergänzt um die augenzwinkernde Künstlerrepublik Užupis und weite Blicke vom Gediminas-Turm.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die weitläufige Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und gilt als eine der größten Barockaltstädte Europas. Am Kathedralenplatz stehen die klassizistische Kathedrale mit ihrem freistehenden Glockenturm und der Aufgang zum Gediminas-Turm, von dem sich ein Rundblick über die Dächer und den Fluss Neris öffnet.

Zu den schönsten Kirchen zählen die filigrane, rein aus Backstein errichtete St.-Anna-Kirche – die Napoleon angeblich 'auf der Handfläche nach Paris tragen' wollte – sowie die barocke Peter-und-Paul-Kirche mit rund 2.000 Stuckfiguren. Das Tor der Morgenröte (Aušros Vartai) mit seiner verehrten Marienikone bildet den südlichen Abschluss der einstigen Stadtmauer.

Užupis & Viertel

Jenseits eines kleinen Flusses liegt Užupis, ein einst verfallenes Viertel, das sich 1997 augenzwinkernd zur unabhängigen 'Republik' erklärte – samt eigener Verfassung an einer Wand, Präsident und Nationalfeiertag am 1. April. Heute prägen Galerien, Ateliers, Cafés und Straßenkunst das kreative, entspannte Flair.

Rund um das Rathaus und die Pilies-Straße pulsiert das touristische Leben mit Restaurants und Handwerksläden. Wer moderne Kunst mag, besucht das MO-Museum, und vom Hügel der Drei Kreuze hat man am Abend einen der schönsten Blicke auf die beleuchtete Altstadt.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Vilnius liegt nur rund fünf Kilometer südlich des Zentrums und ist ab Deutschland direkt oder mit einem Umstieg erreichbar. Ein Zug bringt Ankommende in wenigen Minuten zum Hauptbahnhof am Rand der Altstadt.

Vilnius erkundet man am besten zu Fuß; die Altstadt ist kompakt und großteils verkehrsberuhigt. Für weitere Wege gibt es günstige Busse und Trolleybusse. Ein lohnender Tagesausflug führt zur nur rund 30 Kilometer entfernten Wasserburg Trakai, die per Zug oder Bus erreichbar ist.

Essen & litauische Küche

Die litauische Küche ist deftig und bodenständig: Cepelinai, große Kartoffelklöße mit Fleischfüllung, gelten als Nationalgericht, im Sommer erfrischt die leuchtend pinke, kalte Rote-Bete-Suppe Šaltibarščiai. Aus der Region um Trakai stammen die Kibinai, gefüllte Teigtaschen der Karäer.

Rund um die Pilies-Straße und die Vokiečių-Straße reihen sich Restaurants und Cafés, für frische Produkte lohnt die Markthalle Halės turgus. Vilnius hat zudem eine wachsende Craft-Beer-Szene – litauisches Bier hat eine lange Tradition.

Umgebung & Tagesausflüge

Der klassische Ausflug führt zur rund 30 Kilometer entfernten Wasserburg Trakai, die malerisch auf einer Insel im See liegt und per Zug oder Bus erreichbar ist – dort probiert man am besten die Kibinai. Etwas weiter liegt Kernavė, eine UNESCO-Welterbestätte mit alten Hügelburgen.

Wer moderne Kunst mag, besucht den Skulpturenpark Europos Parkas nördlich der Stadt, der zugleich das geografische Zentrum Europas markiert. Für einen längeren Ausflug ist die zweitgrößte Stadt Kaunas mit ihrer Zwischenkriegs-Architektur per Zug in gut einer Stunde erreichbar.

Beste Reisezeit
Juni bis August

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Häufige Fragen zu Vilnius

Wie viele Tage sollte man für Vilnius einplanen?

Für die Altstadt und Užupis reichen zwei Tage. Wer auch einen Tagesausflug zur Wasserburg Trakai oder zu Museen einplant, bleibt besser drei Tage.

Wann ist die beste Reisezeit für Vilnius?

Am schönsten ist der Sommer von Juni bis August mit warmem Wetter und langen Tagen. Der September ist ruhiger und oft golden, im Advent gibt es einen der stimmungsvollsten Weihnachtsmärkte des Baltikums auf dem Kathedralenplatz.

Was sollte man in Vilnius essen?

Typisch sind Cepelinai (gefüllte Kartoffelklöße) und im Sommer die kalte, pinke Rote-Bete-Suppe Šaltibarščiai. Sehr beliebt sind auch die Kibinai aus dem nahen Trakai. Dazu passt litauisches Bier, das eine lange Brautradition hat.