Ungarn

Budapest

Die „Perle an der Donau“ verbindet das hügelige Buda mit dem urbanen Pest: Parlament, Fischerbastei, Kettenbrücke und dampfende Thermalbäder machen Budapest zu einer der schönsten Metropolen Europas.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Das neugotische Parlament am Pester Donauufer ist das Wahrzeichen der Stadt und mit seiner Kuppel besonders bei Nacht ein spektakulärer Anblick. Gegenüber, auf der Budaer Seite, thront der Burgpalast, daneben locken die märchenhaften Türmchen der Fischerbastei und die bunt gedeckte Matthiaskirche mit weitem Blick über den Fluss.

Die Kettenbrücke (Széchenyi lánchíd) verbindet beide Stadthälften und ist ein Symbol Budapests. Auf der Pester Seite führt der Weg vom Vörösmarty-Platz über die Prachtstraße Andrássy út zum Heldenplatz mit dem Millenniumsdenkmal.

Thermalbäder und Viertel

Budapest ist eine Bäderstadt: Im neobarocken Széchenyi-Bad im Stadtwäldchen badet man in großen Außenbecken, während im Jugendstil-Gellért-Bad die historischen Kacheln beeindrucken. Ein Bad in den warmen Becken gehört zum Budapest-Besuch dazu – im Winter besonders reizvoll.

Lebendig geht es im jüdischen Viertel (Erzsébetváros) zu: Die Große Synagoge ist die größte Europas, abends füllen sich die berühmten Ruinenbars (romkocsma) wie das Szimpla Kert in alten Innenhöfen. Für einen Panoramablick lohnt der Aufstieg auf den Gellértberg mit der Zitadelle.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Ferenc Liszt wird aus Deutschland direkt angeflogen und ist per Bus und Bahn mit dem Zentrum verbunden. Aus Wien fährt der Railjet in gut zweieinhalb Stunden, auch Fernbusse aus dem süddeutschen Raum sind günstig.

Vor Ort erschließen Metro, Straßenbahn und Bus die Stadt zuverlässig – die historische Linie M1 unter der Andrássy út ist selbst eine Sehenswürdigkeit und UNESCO-Welterbe. Die Ufer und Brücken lassen sich gut zu Fuß erkunden.

Essen & Ausgehen

Ungarns Küche ist paprikalastig und herzhaft: Der Gulyás ist eigentlich eine Suppe, das kräftige Pörkölt der Schmortopf dazu, und der frittierte Fladen Lángos mit Sauerrahm und Käse ist der Streetfood-Klassiker schlechthin. Süß wird es mit Dobos-Torte und dem am Spieß gebackenen Kürtőskalács.

In der prächtigen Großen Markthalle deckt man sich mit Paprikapulver, Salami und Tokajer ein. Kaffee trinkt man im opulenten New York Café, dazu kommen ungarische Weine wie der rote Egri Bikavér und der Obstbrand Pálinka – und natürlich die Ruinenbars des jüdischen Viertels.

Tagesausflüge & Donauknie

Nördlich von Budapest windet sich die Donau durch das malerische Donauknie (Dunakanyar): Das Künstlerstädtchen Szentendre ist per Vorortbahn HÉV bequem erreichbar, dazu kommen die Burg von Visegrád und die gewaltige Basilika von Esztergom, der größten Kirche Ungarns.

Im Sommer lockt der Plattensee (Balaton), Mitteleuropas größter See, mit Baden und Weinbergen. Wer sich für die Habsburger interessiert, besucht das Schloss Gödöllő, den einstigen Lieblingssitz von Kaiserin Sisi.

Was kostet ein Städtetrip nach Budapest?

Budapest ist eine der günstigsten Hauptstädte Europas — Essen, Thermen und Nahverkehr kosten einen Bruchteil westeuropäischer Preise. Nur zentrale Hotels haben in den letzten Jahren deutlich angezogen.

Bezahlt wird in Forint. Wechselstuben in Touristenlagen rechnen schlecht ab; besser am Bankautomaten abheben und die angebotene Umrechnung in Euro ablehnen.

Der Eintritt in die historischen Bäder liegt je nach Haus und Wochentag unterschiedlich — Széchenyi und Gellért sind am teuersten, Lukács und Rudas deutlich günstiger und bei Einheimischen beliebter.

Budapest in zwei bis drei Tagen

Tag 1 – Pest: Parlament (Führung vorab buchen), St.-Stephans-Basilika, Große Markthalle und die Ruinenbars im jüdischen Viertel am Abend.

Tag 2 – Buda: Burgberg mit Fischerbastei und Matthiaskirche, Blick über die Donau, nachmittags Gellértberg mit Zitadelle.

Tag 3 – Bäder und Inseln: Ein Vormittag im Széchenyi-Bad, danach Margareteninsel oder das Haus des Terrors. Ein Donau-Spaziergang bei Dämmerung gehört dazu — das Parlament ist beleuchtet der Postkartenblick der Stadt.

Praktisches für Budapest

Thermen: Badesachen und Badeschuhe mitbringen, ein Handtuch lässt sich meist mieten. In manchen Bädern gibt es getrennte Bereiche oder Tage — vorab die Hausregeln prüfen.

Unterwegs: Metro, Tram und Busse sind günstig und dicht getaktet; die Tramlinie 2 entlang der Donau ist selbst eine Sehenswürdigkeit. Tickets vor dem Einsteigen entwerten.

Taxis: Nur bestellte Wagen oder Apps nutzen, nicht auf der Straße heranwinken.

Beste Zeit: Mai/Juni und September/Oktober. Der Hochsommer wird heiß, im Winter sind die Außenbecken der Thermen bei Kälte besonders reizvoll. Monatswerte in der Klimatabelle.

Beste Reisezeit
Mai/Juni & September

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Häufige Fragen zu Budapest

Wie viele Tage sollte man für Budapest einplanen?

Für Parlament, Burgviertel, Kettenbrücke und ein Thermalbad reichen drei Tage. Wer auch die Ruinenbars, die Andrássy út und den Heldenplatz erleben möchte, plant vier Tage ein.

Welches Thermalbad in Budapest lohnt sich?

Das Széchenyi-Bad mit seinen großen Außenbecken ist am bekanntesten und ganzjährig ein Erlebnis. Wer es historischer mag, wählt das Jugendstil-Gellért-Bad.

Wie kommt man von Wien nach Budapest?

Am bequemsten mit dem Railjet, der die beiden Hauptstädte in gut zweieinhalb Stunden verbindet. Alternativ gibt es günstige Fernbusse und Direktflüge.

Ist Budapest günstig?

Ja, es gehört zu den preiswertesten Hauptstädten Europas. Essen, Nahverkehr und Thermen kosten deutlich weniger als in Westeuropa; nur zentrale Hotels sind zuletzt teurer geworden.

Was sind Ruinenbars?

Bars in unsanierten Innenhöfen und Altbauten des jüdischen Viertels, eingerichtet mit gesammeltem Mobiliar. Das Szimpla Kert ist die bekannteste — voll, aber sehenswert; kleinere Läden in den Nebenstraßen sind entspannter.