Reiseziele

Polen

Wiederaufgebaute Altstädte, die Königsstadt Krakau und die Hansestädte an der Ostsee: Polen ist vielseitig, geschichtsträchtig und günstig – und für deutsche Reisende bequem erreichbar.

Warum Polen eine Reise wert ist

Polen überrascht viele beim ersten Besuch: liebevoll restaurierte Marktplätze, eine lebendige Café- und Restaurantszene und Städte, die Geschichte und Aufbruch verbinden. Krakau blieb im Krieg weitgehend verschont, Warschau wurde nach der Zerstörung originalgetreu wiederaufgebaut.

Dazu kommen weite Sandstrände an der Ostsee, die Masuren mit ihren Seen und ein Preisniveau, das Städtereisen erschwinglich macht. Wer mehr als Klischees erwartet, wird belohnt.

Die schönsten Regionen und Städte

Krakau ist das kulturelle Herz: Wawel-Schloss, der riesige Marktplatz Rynek Główny und das jüdische Viertel Kazimierz. Von hier sind Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka gut erreichbar.

Warschau kombiniert die wiederaufgebaute Altstadt mit moderner Skyline und dem monumentalen Kulturpalast. Im Norden liegen die Hansestadt Danzig mit ihrem Langen Markt und dem Krantor sowie die Ostseebäder. Breslau in Schlesien besticht mit dem Rynek, der Dominsel und seinen berühmten Bronze-Zwergen.

Beste Reisezeit für Polen

Von Mai bis September ist Polen am angenehmsten: warme, oft sonnige Tage und ein volles Kulturprogramm. Für Städtereisen sind Spätfrühling und Frühherbst ideal, weil es dann weder zu heiß noch zu überlaufen ist.

Die Ostsee-Saison konzentriert sich auf Juli und August, wenn das Wasser am wärmsten ist. Der Winter ist kalt, verwandelt aber Krakau und Breslau zur Adventszeit in stimmungsvolle Weihnachtsmarkt-Kulissen.

Pierogi, Bigos und Wodka

Die polnische Küche ist herzhaft und bodenständig: Pierogi (gefüllte Teigtaschen), Bigos (Sauerkraut-Eintopf mit Fleisch), Żurek (saure Roggensuppe) und Placki (Kartoffelpuffer) gehören zu den Klassikern. Dazu wird gern Wodka gereicht, in Krakau auch Kräuterschnaps.

In den Milchbars (bar mleczny) isst man traditionelle Gerichte besonders günstig, während die Restaurantszene in Warschau und Krakau längst international geworden ist.

Anreise & Fortbewegung

Warschau, Krakau, Danzig und Breslau werden aus Deutschland direkt angeflogen. Mit der Bahn ist Polen ebenfalls gut erreichbar – der EC von Berlin nach Warschau, Krakau und Danzig verbindet die Länder mehrmals täglich.

Zwischen den Städten sind Züge (PKP Intercity) und Fernbusse günstig und zuverlässig. In den Innenstädten kommt man zu Fuß und mit Straßenbahn gut voran; ein Mietwagen lohnt vor allem für die Masuren oder die Ostseeküste.

Was kostet ein Urlaub in Polen?

Polen liegt preislich klar unter dem deutschen Niveau, und der Unterschied ist bei Restaurants und Nahverkehr am deutlichsten. Selbst in Krakau und Danzig, den teuersten Städten des Landes, bleibt Essengehen bezahlbar.

Ein eigenes Kapitel sind die Milchbars (bar mleczny) — subventionierte Kantinen aus sozialistischer Zeit, die es bis heute gibt. Pierogi, Suppen und Kotelett zu Preisen, die kein Restaurant unterbieten kann, meist mittags und ohne Englischkarte.

Gezahlt wird in Złoty. Karten werden fast überall akzeptiert, auch für kleine Beträge; die Umrechnung in Euro am Terminal sollte man wie überall ablehnen. Teuer wird es nur an der Ostseeküste im Juli und August — das sind die polnischen Sommerferien.

Routen für ein langes Wochenende bis zwei Wochen

Drei Tage: Krakau mit Wawel, Rynek Główny und dem jüdischen Viertel Kazimierz. Das Salzbergwerk Wieliczka und die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau liegen jeweils eine knappe Stunde entfernt.

Eine Woche, Norden: Danzig mit Langem Markt und Krantor, dazu Sopot und die Halbinsel Hel — Ostseestrände, die den westlichen in nichts nachstehen. Von dort weiter nach Marienburg, der größten Backsteinburg Europas.

Eine Woche, Städtelinie: Warschau, Breslau und Krakau lassen sich mit den schnellen Intercity-Zügen bequem verbinden — drei sehr verschiedene Städte in wenigen Stunden Fahrzeit.

Zwei Wochen: Zusätzlich die Masurische Seenplatte oder das Tatra-Gebirge um Zakopane; für beides ist ein Mietwagen sinnvoll.

Praktisches für die Polenreise

Auschwitz-Birkenau: Der Besuch der Gedenkstätte ist kostenlos, benötigt aber ein vorab reserviertes Zeitfenster; in der Hauptsaison sind die Termine Wochen im Voraus vergeben. Für den Vormittag ist eine Führung vorgeschrieben.

Bahn: PKP Intercity verbindet die Großstädte schnell und pünktlich; Tickets sind online mit Vorlauf günstiger. Sitzplatzreservierung ist in den schnellen Zügen Pflichtbestandteil.

Autobahnen: Ein Teil des Netzes ist mautpflichtig, abgerechnet wird elektronisch oder an Schranken. Innerorts gilt ganzjährig Lichtpflicht — auch tagsüber.

Küstensaison: Die Ostsee erreicht erst im Juli und August Temperaturen, die viele als badetauglich empfinden. Details in der Klimatabelle für Polen.

Typische Planungsfehler

Krakau und Auschwitz an einem Tag. Die Gedenkstätte braucht Zeit und Abstand, und beide Teile — Stammlager und Birkenau — gehören dazu. Ein voller Tag ist das Minimum.

Warschau unterschätzen. Die Stadt wirkt auf den ersten Blick moderner und weniger malerisch als Krakau; ihre Geschichte erschließt sich über Museen wie das Warschauer Aufstandsmuseum, nicht über die Fassaden.

Die Ostsee mit dem Mittelmeer verwechseln. Sonne und Sandstrand gibt es, warmes Wasser nur im Hochsommer und auch dann in Maßen.

Zu weite Wege planen. Polen ist groß — Danzig und Zakopane trennen mehr als 700 Kilometer. Zwei Regionen pro Woche sind genug.

Städte & Reiseziele in Polen

Beste Reisezeit
Mai bis September

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Häufige Fragen zu Polen

Wann ist die beste Reisezeit für Polen?

Von Mai bis September ist es am angenehmsten. Für Städtereisen eignen sich Spätfrühling und Frühherbst besonders, die Ostsee-Badesaison liegt vor allem im Juli und August.

Zahlt man in Polen mit Euro?

Nein, Landeswährung ist der Złoty (PLN). Kartenzahlung ist fast überall möglich; für Trinkgeld und kleine Läden empfiehlt sich etwas Bargeld in Złoty.

Welche polnische Stadt eignet sich für den ersten Besuch?

Krakau ist der Klassiker: kompakte Altstadt, das Wawel-Schloss und das Viertel Kazimierz. Wer Geschichte und moderne Metropole verbinden möchte, wählt Warschau.

Wie teuer ist ein Urlaub in Polen?

Deutlich günstiger als in Deutschland, vor allem bei Restaurants, Nahverkehr und Bahnfahrten. Am teuersten sind Krakau, Danzig und die Ostseeküste in den polnischen Sommerferien im Juli und August.

Muss man für Auschwitz-Birkenau vorab buchen?

Ja. Der Eintritt ist kostenlos, aber es wird ein festes Zeitfenster benötigt, das online reserviert wird. In der Hauptsaison sind die Termine oft Wochen im Voraus ausgebucht; für Vormittagstermine ist die Teilnahme an einer Führung vorgeschrieben.

Kommt man in Polen ohne Auto zurecht?

Für die Städtereise ja: Warschau, Krakau, Breslau und Danzig verbindet PKP Intercity schnell und günstig. Für die Masuren, die Tatra oder die kleineren Ostseeorte ist ein Mietwagen die deutlich bequemere Lösung.