Polen

Danzig

Die stolze Hansestadt an der Ostsee beeindruckt mit dem prächtigen Langen Markt, dem mittelalterlichen Krantor und einer bewegten Geschichte – hier begann 1939 der Zweite Weltkrieg.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Das Herz Danzigs (Gdańsk) ist der Lange Markt (Długi Targ) mit seinen schmalen, reich verzierten Bürgerhäusern, dem Neptunbrunnen und dem Rechtstädtischen Rathaus. Am Ende der Prachtmeile öffnet sich der Blick auf die Mottlau, an der das gewaltige hölzerne Krantor aus dem 15. Jahrhundert steht – einst der größte Hafenkran Europas.

Die Marienkirche gilt als eine der größten Backsteinkirchen der Welt und bietet vom Turm einen weiten Blick über die roten Dächer. Wie Warschau wurde auch Danzigs Altstadt nach schweren Kriegszerstörungen liebevoll rekonstruiert.

Hafen, Geschichte und Ostsee

Auf der Halbinsel Westerplatte fielen 1939 die ersten Schüsse des Zweiten Weltkriegs; das moderne Museum des Zweiten Weltkriegs und das Europäische Solidarność-Zentrum auf dem Gelände der einstigen Lenin-Werft erzählen die Geschichte des 20. Jahrhunderts eindringlich.

Danzig bildet mit den Nachbarstädten Zoppot (Sopot) und Gdingen (Gdynia) den Dreistadt-Verbund an der Ostsee. Das mondäne Seebad Zoppot lockt mit der längsten Holzseebrücke Europas und breiten Sandstränden.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Danzig wird aus Deutschland direkt angeflogen. Aus Berlin ist die Stadt per Zug erreichbar, innerhalb Polens verbinden schnelle Intercity-Züge Danzig mit Warschau in unter drei Stunden.

Die Dreistadt Danzig–Zoppot–Gdingen ist bequem mit der Nahverkehrsbahn SKM verbunden. Die kompakte Rechtstadt erkundet man am besten zu Fuß entlang der Mottlau.

Essen, Bernstein & Ausgehen

Danzig gilt als Welthauptstadt des Bernsteins: In der malerischen Gasse ulica Mariacka (Frauengasse) reihen sich unter gotischen Beischlägen zahllose Werkstätten und Läden mit dem „Gold der Ostsee". Ein kleines Bernsteinmuseum erklärt Herkunft und Verarbeitung.

Kulinarisch dominiert frischer Ostseefisch, dazu Klassiker wie Pierogi und die Sauerroggensuppe Żurek. Entlang der Mottlau und auf der Speicherinsel Ołowianka locken Restaurants und Bars mit Blick auf das beleuchtete Krantor.

Tagesausflüge: Marienburg & Halbinsel Hel

Rund eine Zugstunde südlich liegt die Marienburg (Malbork), die größte Backsteinburg der Welt und einstige Hauptresidenz des Deutschen Ordens – ein UNESCO-Welterbe, für das man einen halben bis ganzen Tag einplanen sollte.

Im Sommer lohnt die schmale Halbinsel Hel mit ihren breiten Sandstränden und einem Robbenzentrum, erreichbar per Bahn oder Ausflugsschiff ab Danzig. Wer lieber am Wasser bleibt, unternimmt eine Bootstour auf der Mottlau bis zur Westerplatte.

Beste Reisezeit
Mai bis September

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Häufige Fragen zu Danzig

Wann ist die beste Reisezeit für Danzig?

Von Mai bis September ist es am angenehmsten. Wer die Ostseestrände von Zoppot nutzen möchte, wählt die warmen Monate Juli und August.

Was kann man rund um Danzig unternehmen?

Danzig bildet mit Zoppot und Gdingen die Dreistadt, die per Nahverkehrsbahn verbunden ist. Zoppot lockt mit Seebrücke und Strand, dazu lohnen die Westerplatte und das Museum des Zweiten Weltkriegs.

Wie viele Tage sollte man für Danzig einplanen?

Für die Rechtstadt mit Langem Markt, Krantor und Marienkirche reichen zwei Tage. Mit dem Museum des Zweiten Weltkriegs, einem Strandtag in Zoppot und einem Ausflug zur Marienburg plant man besser drei bis vier Tage ein.