Highlights & Sehenswürdigkeiten
Über der Stadt erhebt sich der Wawel-Hügel mit dem Königsschloss und der Kathedrale, in der Polens Könige gekrönt und bestattet wurden. Von hier führt der Weg hinunter zum Rynek Główny, dem größten mittelalterlichen Marktplatz Europas, mit den Tuchhallen und der Marienkirche, aus deren Turm stündlich der berühmte Trompetenruf (Hejnał) erklingt.
Die gesamte Altstadt gehört zum UNESCO-Welterbe und lässt sich innerhalb des grünen Planty-Rings gut zu Fuß erkunden. Unter dem Marktplatz zeigt ein modernes unterirdisches Museum die mittelalterlichen Fundamente der Stadt.
Kazimierz und Ausflüge
Das ehemals jüdische Viertel Kazimierz ist heute das kreative Zentrum Krakaus: Synagogen, Antiquitäten, Streetfood und lebhafte Bars prägen die Gassen, abends ist hier am meisten los. Über die Weichsel gelangt man zum Fabrikgelände von Oskar Schindler mit einem bewegenden Museum.
Krakau ist auch Ausgangspunkt für zwei bedeutende Ausflüge: die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau sowie das UNESCO-Salzbergwerk Wieliczka mit seinen unterirdischen Kammern und der Salzkathedrale, beide gut mit organisierten Touren oder öffentlichem Nahverkehr erreichbar.
Anreise & Fortbewegung
Der Flughafen Krakau-Balice wird aus Deutschland direkt angeflogen und ist per Zug in gut 20 Minuten mit dem Hauptbahnhof verbunden. Aus Warschau fahren schnelle Intercity-Züge in rund zweieinhalb Stunden.
Die kompakte Altstadt ist autofrei und ideal zum Bummeln. Für Kazimierz, Podgórze und Ausflüge stehen Straßenbahnen und Busse bereit.
Essen & Ausgehen
Straßenküche gehört zu Krakau: Der Kringel Obwarzanek wird an jeder Ecke verkauft, und am Plac Nowy im Viertel Kazimierz bekommt man aus den Rundfenstern der alten Markthalle die berühmte Zapiekanka, ein überbackenes Baguette. In den Milchbars gibt es Pierogi und Suppen zu kleinen Preisen.
Abends ist Kazimierz das Zentrum des Nachtlebens, mit urigen Bars rund um den Plac Nowy und Klezmer-Konzerten in den Restaurants. Rund um den Hauptmarkt sitzt man in Kellergewölben, die teils bis ins Mittelalter zurückreichen.
Umgebung: Zakopane & Tatra
Wer Berge sucht, fährt rund zwei Stunden nach Süden ins Tatra-Städtchen Zakopane, Polens „Winterhauptstadt" mit Holzarchitektur, dem Aussichtsberg Gubałówka und Wanderungen zum Bergsee Morskie Oko. Im Winter wird hier Ski gefahren, im Sommer gewandert.
Näher an der Stadt liegt der Ojców-Nationalpark mit Kalkfelsen und einer kleinen Burg. In Kombination mit dem Salzbergwerk Wieliczka und der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau lässt sich das Umland gut zu mehreren Tagestouren verbinden.
Was kostet ein Städtetrip nach Krakau?
Krakau ist eines der günstigsten Städtereiseziele Europas: Essen, Nahverkehr und Eintritte kosten einen Bruchteil westeuropäischer Preise, und das Niveau der Gastronomie ist hoch.
Bezahlt wird in Złoty. Wechselstuben („Kantor") außerhalb des Hauptmarkts haben gute Kurse; am Automaten die dynamische Umrechnung in Euro ablehnen.
Der größte Kostenpunkt ist meist der Ausflug nach Auschwitz-Birkenau — der Eintritt selbst ist frei, geführte Touren und Transfer kosten extra.
Krakau in zwei bis drei Tagen
Tag 1 – Altstadt: Hauptmarkt mit Tuchhallen und Marienkirche (das Turmblasen jede volle Stunde), Wawel mit Königsschloss und Kathedrale, abends die Kellerlokale rund um den Markt.
Tag 2 – Kazimierz: Das jüdische Viertel mit Synagogen, Plac Nowy und einer der lebendigsten Bar-Szenen Polens. Direkt anschließend das ehemalige Ghetto in Podgórze und die Fabrik von Oskar Schindler.
Tag 3 – Ausflug: Auschwitz-Birkenau (etwa 1,5 Stunden entfernt, Zeitfenster online reservieren) oder das Salzbergwerk Wieliczka. Beides sind halbe bis ganze Tage.
Für den Besuch der Gedenkstätte gilt: früh buchen, ausreichend Zeit einplanen und sich auf einen ernsten, fordernden Tag einstellen.
Praktisches für Krakau
Auschwitz-Birkenau: Der Eintritt ist kostenlos, aber die Zeitfenster sind kontingentiert und Wochen im Voraus vergeben. Ohne Reservierung ist der Zugang nur eingeschränkt möglich; für den Vormittag ist eine Führung vorgeschrieben.
Unterwegs: Die Altstadt ist kompakt und autofrei. Trams sind günstig und decken alles ab; vom Flughafen fährt der Zug in 20 Minuten zum Hauptbahnhof.
Beste Zeit: Mai/Juni und September für mildes Wetter, Dezember für den Weihnachtsmarkt auf dem Hauptmarkt. Der Winter ist kalt, aber sehr stimmungsvoll. Monatswerte in der Klimatabelle.
Häufige Fragen zu Krakau
Wie viele Tage sollte man für Krakau einplanen?
Für Altstadt, Wawel und Kazimierz reichen zwei bis drei Tage. Wer die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau und das Salzbergwerk Wieliczka besuchen möchte, plant besser vier Tage ein.
Lässt sich Auschwitz von Krakau aus besuchen?
Ja. Die Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau liegt rund 70 Kilometer westlich von Krakau und ist per organisierter Tour, Bus oder Zug als Tagesausflug erreichbar. Der Eintritt ist kostenlos, in der Hauptsaison ist eine Reservierung nötig.
Wann ist die beste Reisezeit für Krakau?
Mai, Juni und September bieten mildes Wetter für die Altstadt und Ausflüge. Der Sommer ist lebhaft, aber voll; der Dezember lohnt für den Weihnachtsmarkt am Rynek und die kunstvollen Weihnachtskrippen (Szopki), die typisch für Krakau sind.
Wie besucht man Auschwitz-Birkenau von Krakau aus?
Die Gedenkstätte liegt etwa 1,5 Stunden entfernt und ist per Bus, Zug oder organisiertem Transfer erreichbar. Der Eintritt ist kostenlos, aber die Zeitfenster müssen vorab online reserviert werden — sie sind oft Wochen im Voraus vergeben.
Ist Krakau günstig?
Ja, es gehört zu den preiswertesten Städtereisezielen Europas. Essen, Nahverkehr und Eintritte kosten einen Bruchteil westeuropäischer Preise, bei sehr guter Gastronomie.
Was sollte man in Kazimierz sehen?
Das ehemals jüdische Viertel mit seinen Synagogen und dem Plac Nowy, dazu die Schindler-Fabrik im angrenzenden Podgórze. Abends ist Kazimierz das Ausgehviertel der Stadt.