Warum Schweden eine Reise wert ist
Kaum ein Land steht so für Natur pur wie Schweden: Zwei Drittel der Fläche sind Wald, dazu kommen fast 100.000 Seen und tausende Inseln. Das Jedermannsrecht (allemansrätten) erlaubt es, fast überall zu wandern, zu zelten und Beeren zu pflücken – eine Freiheit, die es so nur in Skandinavien gibt.
Gleichzeitig sind die Städte modern, designverliebt und entspannt. Stockholm auf 14 Inseln, das maritime Göteborg und das junge Malmö zeigen ein weltoffenes Schweden, in dem Fika (die Kaffeepause mit Zimtschnecke) fast schon Staatsräson ist.
Regionen und Städte
Stockholm mit der Altstadt Gamla Stan, dem Vasa-Museum und dem Schärengarten ist der klassische Einstieg. Göteborg an der Westküste punktet mit dem Vergnügungspark Liseberg, dem Viertel Haga und der eigenen Schärenwelt vor der Tür, während Malmö im Süden über die Öresundbrücke direkt mit Kopenhagen verbunden ist.
Wer weiter nach Norden fährt, erreicht Lappland mit Kiruna, dem Eishotel in Jukkasjärvi und dem Abisko-Nationalpark, einem der besten Orte der Welt für Polarlichter. Im Sommer geht hier die Sonne wochenlang nicht unter.
Beste Reisezeit für Schweden
Für den Süden und die Städte sind die hellen Sommermonate Juni bis August ideal: warmes Wetter, lange Abende und Badeseen. Rund um Mittsommer (Ende Juni) feiert das ganze Land eines seiner wichtigsten Feste.
Nordlichter zeigen sich in Lappland von September bis März, wenn die Nächte lang und dunkel sind. Wer Hundeschlitten, Schnee und arktische Stille sucht, reist im tiefen Winter – warm eingepackt, denn im Norden sind zweistellige Minusgrade normal.
Kultur, Küche und Lebensgefühl
Schwedische Küche ist herzhaft und unkompliziert: Köttbullar mit Preiselbeeren, Räucherlachs, Knäckebröd und im Sommer frische Erdbeeren. Das legendäre Smörgåsbord und das gemütliche Fika gehören zum guten Ton, ebenso wie ein Ausflug ins Sommerhäuschen (stuga) am See.
Design und Popkultur sind allgegenwärtig – von IKEA und H&M bis zu ABBA. Trotzdem bleibt das Land bodenständig und naturverbunden: lagom, das Prinzip vom "gerade richtigen" Maß, prägt den Alltag ebenso wie die Liebe zum Draußensein.
Anreise & Fortbewegung
Direktflüge verbinden Deutschland mit Stockholm (Arlanda), Göteborg und Malmö. Malmö erreicht man alternativ bequem per Zug über die Öresundbrücke ab Kopenhagen, und Fähren fahren von Kiel und Rostock nach Göteborg beziehungsweise Trelleborg.
Im weitläufigen Land sind Inlandsflüge und die Bahn (inklusive Nachtzügen nach Lappland) praktisch. Für die Schären und die Weite des Nordens lohnt sich ein Mietwagen, während man in den Städten gut zu Fuß, per Rad und mit der Tunnelbana unterwegs ist.
Städte & Reiseziele in Schweden
Stockholm
Göteborg
Malmö
Häufige Fragen zu Schweden
Wann ist die beste Reisezeit für Schweden?
Für Städte und den Süden sind die hellen Monate Juni bis August ideal. Wer Nordlichter erleben möchte, reist von September bis März nach Lappland, wenn die Nächte dunkel genug sind.
Zahlt man in Schweden mit Euro?
Nein, Zahlungsmittel ist die Schwedische Krone (SEK). Schweden ist zudem fast bargeldlos – nahezu überall zahlt man mit Karte oder Handy, Bargeld wird vielerorts kaum noch akzeptiert.
Kann man in Schweden überall zelten?
Dank des Jedermannsrechts (allemansrätten) darf man in der Natur wandern und meist eine Nacht zelten, solange man Abstand zu Häusern hält und keine Spuren hinterlässt. In Naturschutzgebieten gelten aber besondere Regeln.