Reiseziele

Norwegen

Das Land der Fjorde: Norwegen begeistert mit dem Geirangerfjord, den Lofoten, Mitternachtssonne und Nordlichtern – dazu die lebendigen Städte Oslo und Bergen als Tore zu einer der spektakulärsten Naturkulissen Europas.

Warum Norwegen eine Reise wert ist

Norwegens Küste ist ein Wunderwerk aus Fjorden, Wasserfällen und schroffen Bergen, das über 25.000 Kilometer Küstenlinie zusammenbringt. Kaum ein anderes Land Europas bietet so viel unberührte Natur auf engem Raum – vom Meeresspiegel geht es oft in wenigen Minuten auf über tausend Höhenmeter.

Dazu kommen Naturschauspiele, die weltweit einzigartig sind: die Mitternachtssonne im Sommer und die Nordlichter im Winter. Norwegen ist teuer, aber wer einmal am Rand des Preikestolen stand oder mit der Hurtigruten die Küste hinauffuhr, weiß, wofür er zahlt.

Regionen und Städte

Die Hauptstadt Oslo am Ende des Oslofjords verbindet moderne Architektur mit Museen und Natur. Bergen im Westen ist das Tor zu den großen Fjorden – von hier erreicht man den Sognefjord, den Nærøyfjord (UNESCO) und den Hardangerfjord.

Der Geirangerfjord mit seinen Wasserfällen ist das Postkartenmotiv schlechthin. Weiter nördlich locken die Lofoten mit roten Fischerhütten und Zackengipfeln sowie Tromsø, die Arktis-Metropole für Nordlichter und Mitternachtssonne. Wanderklassiker wie Preikestolen und Trolltunga liegen im Süden rund um Stavanger.

Beste Reisezeit für Norwegen

Für Fjorde, Wandern und Rundreisen ist die Zeit von Mai bis September ideal, mit den langen hellen Tagen im Hochsommer und der Mitternachtssonne nördlich des Polarkreises. Wasserfälle führen im Frühsommer nach der Schneeschmelze am meisten Wasser.

Nordlichter sieht man von Ende September bis März, am zuverlässigsten in Tromsø und auf den Lofoten. Der Winter bringt dazu Hundeschlitten, Ski und tief verschneite Fjordlandschaften – dann sind allerdings viele Bergstraßen gesperrt. Detaillierte Klimadaten findest du in unserem Reisezeit-Guide zu Norwegen.

Kultur, Küche und Natur

Norwegens Küche dreht sich um das Meer: Lachs, Kabeljau (Skrei), Königskrabben und der getrocknete Stockfisch prägen die Tische. Bodenständige Klassiker sind braunkäse (Brunost) und Zimtschnecken (skillingsboller) zum Kaffee.

Die Norweger lieben das Draußensein – friluftsliv ist ein Lebensmotto. Wandern, Skifahren und die Hütte (hytte) in den Bergen gehören selbstverständlich dazu, ebenso wie ein tiefes Umweltbewusstsein, das man an der hohen Zahl an Elektroautos ablesen kann.

Anreise & Fortbewegung

Direktflüge führen nach Oslo (Gardermoen), Bergen, Stavanger und Tromsø. Ab Deutschland gibt es außerdem Fähren nach Südnorwegen, und die berühmte Postschiffroute Hurtigruten verbindet Bergen mit Kirkenes hoch im Norden.

Landschaftlich spektakulär sind Zugstrecken wie die Bergensbahn und die Flåmbahn. Für die Fjordregionen ist ein Mietwagen ideal – man sollte aber Zeit für Fährüberfahrten und kurvige Bergstraßen einplanen und mit hohen Maut- und Spritkosten rechnen.

Was kostet eine Norwegenreise?

Norwegen ist teuer, vor allem bei Restaurants, Alkohol und Fähren. Wie in Island ist Selbstversorgung der größte Hebel; Alkohol gibt es nur in staatlichen Vinmonopolet-Läden mit begrenzten Öffnungszeiten.

Günstig ist dagegen die Natur: Das Jedermannsrecht erlaubt Zelten in freier Landschaft, viele Wanderwege und Aussichtspunkte kosten nichts. Hütten (Hytter) sind eine bezahlbare Alternative zum Hotel.

Die Anreise per Fähre ab Kiel mit dem eigenen Auto lohnt sich für längere Reisen, weil Gepäck und Verpflegung mitkommen — ein Kostenfaktor, der bei zwei Wochen deutlich ins Gewicht fällt.

Fjorde, Norden oder Städte?

Fjordküste (7–10 Tage): Ab Bergen über Sognefjord, Geirangerfjord und die Atlantikstraße. Beste Zeit ist Juni bis September, wenn Bergstraßen offen sind und Fähren im vollen Takt fahren.

Nordnorwegen: Tromsø und die Lofoten — im Sommer mit Mitternachtssonne, von Ende September bis März mit Nordlichtern und Polarnacht. Zwei sehr verschiedene Reisen an denselben Orten.

Städte: Oslo und Bergen funktionieren ganzjährig; Bergen ist eine der regenreichsten Städte Europas, wasserdichte Kleidung gehört immer ins Gepäck.

Praktisches für Norwegen

Maut und Fähren: Mautstationen rechnen automatisch über das Kennzeichen ab, die Rechnung kommt später über den Vermieter. Fähren gehören auf vielen Strecken zum Alltag und sind eingepreist einzuplanen.

Tempolimits: Streng kontrolliert, die Bußgelder gehören zu den höchsten Europas. Fahrzeiten deshalb großzügig kalkulieren — die Straßen sind kurvig und langsam.

Bezahlen: Norwegen ist weitgehend bargeldlos; Karte funktioniert überall, teils wird Bargeld gar nicht mehr angenommen. Bezahlt wird in norwegischen Kronen, nicht in Euro.

Absicherung: Norwegen ist EWR-Land, die europäische Krankenversicherungskarte gilt für die Grundversorgung. Bergungskosten im Fjell und Rücktransport sind nicht abgedeckt — dafür braucht es eine Auslandsreisekrankenversicherung.

Städte & Reiseziele in Norwegen

Beste Reisezeit
Mai bis September (Nordlichter: Ende September bis März)

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Häufige Fragen zu Norwegen

Wann ist die beste Reisezeit für Norwegen?

Für Fjorde und Wanderungen ist Mai bis September ideal, mit Mitternachtssonne im Hochsommer. Nordlichter zeigen sich von Ende September bis März, am besten in Tromsø und auf den Lofoten.

Ist Norwegen sehr teuer?

Ja, Norwegen gehört zu den teuersten Reiseländern Europas – vor allem Restaurants, Alkohol und Sprit. Sparen kann man mit Selbstverpflegung, Hütten (hytter) und der Nutzung von Zug und Fähre statt teurer Touren.

Braucht man in Norwegen ein Auto?

Für die Fjordregionen und die Lofoten ist ein Mietwagen ideal, weil viele schöne Orte abseits liegen. Zwischen den Städten kommt man aber auch bequem per Zug, Bus, Fähre und der Hurtigruten voran.

Wann sieht man in Norwegen die Mitternachtssonne?

Nördlich des Polarkreises von Ende Mai bis Mitte Juli — in Tromsø etwa von Mitte Mai bis Ende Juli. Auch weiter südlich, in Bergen oder Oslo, wird es im Juni nie vollständig dunkel.

Wie teuer ist Norwegen wirklich?

Restaurants, Alkohol und Fähren liegen deutlich über deutschem Niveau. Wer sich aus dem Supermarkt versorgt, in Hütten übernachtet und das Jedermannsrecht zum Zelten nutzt, kommt jedoch mit überschaubarem Budget aus.

Wann sind die Fjordstraßen offen?

Die Hauptrouten sind ganzjährig befahrbar, viele Hochgebirgsstraßen und Aussichtsstrecken dagegen nur etwa von Juni bis September oder Oktober. Vor der Fahrt die aktuelle Straßenlage prüfen.