Highlights & Sehenswürdigkeiten
Über dem Zusammenfluss von Save und Donau thront die Festung Kalemegdan mit ihrem weitläufigen Park – der klassische Ort für einen Sonnenuntergang mit Blick auf die Flüsse. Vom Fuß der Festung führt die Fußgängerzone Knez Mihailova ins Herz der Altstadt.
Im Süden erhebt sich der monumentale Dom des Heiligen Sava (Hram Svetog Save), eine der größten orthodoxen Kirchen der Welt. Für laue Abende ist die kopfsteingepflasterte Skadarlija die erste Adresse: das ehemalige Bohème-Viertel voller Kafanas mit Live-Musik und serbischer Küche.
Viertel & Nachtleben
Belgrad gilt als Partyhauptstadt des Balkans. Im Sommer verlagert sich das Nachtleben auf die Splavovi – schwimmende Clubs und Bars auf den Flossen an Save und Donau. Das hippe Viertel Savamala und die Cafés rund um Dorćol sind bei Einheimischen beliebt.
Auf der anderen Flussseite liegt der frühere österreichisch-ungarische Ort Zemun mit Fischrestaurants am Wasser und dem Aussichtsturm Gardoš. Novi Beograd auf dem linken Save-Ufer zeigt dagegen die sozialistische Plattenbau-Moderne der Stadt.
Essen & Kafana-Kultur
Belgrads Küche ist herzhaft und fleischbetont: gegrillte Ćevapi und die große Hacksteak-Variante Pljeskavica, die mit Käse gefüllte Karađorđeva šnicla sowie gefüllte Paprika oder Sarma gehören zu den Klassikern. Zum Frühstück gibt es den blättrigen Burek, und fast überall steht die Paprikapaste Ajvar auf dem Tisch.
Das gesellige Herz bilden die Kafanas, traditionsreiche Wirtshäuser mit Livemusik – am dichtesten im alten Bohème-Viertel Skadarlija. Dazu trinkt man Rakija, den balkanischen Obstbrand, oft aus Pflaumen oder Quitten. Im Sommer verlegt sich das Leben auf die Terrassen und die schwimmenden Flusslokale.
Umgebung & Tagesausflüge
Ein beliebter Ausflug führt nach Novi Sad, das mit der Schnellbahn in gut einer halben Stunde erreichbar ist; über der Stadt thront die Festung Petrovaradin, Schauplatz des großen EXIT-Festivals. In der Nähe laden die Weinberge und Klöster des Fruška-Gora-Nationalparks zu einem Abstecher ein.
Näher an Belgrad liegt der bewaldete Berg Avala mit Aussichtsturm und Denkmal, ein Ziel für Spaziergänge. Wer im Sommer eine Erfrischung sucht, fährt an die Ada Ciganlija, eine Flussinsel mit See und Strand, die die Belgrader liebevoll ihr ‚Meer' nennen.
Anreise & Fortbewegung
Vom Flughafen Nikola Tesla erreicht man das Zentrum per Bus oder Taxi in rund 30 Minuten. Die Innenstadt lässt sich gut zu Fuß erkunden; für längere Wege gibt es ein dichtes Netz aus Bussen und Straßenbahnen.
Wer weiterreist, nutzt die neue Schnellbahn nach Novi Sad (rund 35 Minuten). Bargeld in Dinar ist für kleine Cafés und Märkte praktisch, in Restaurants und Hotels wird meist auch Karte akzeptiert.
Häufige Fragen zu Belgrad
Wie viele Tage sollte man für Belgrad einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten – Kalemegdan, Altstadt, Dom des Heiligen Sava und Skadarlija – reichen zwei bis drei Tage. Wer das Nachtleben und Ausflüge nach Zemun oder Novi Sad einplant, bleibt gern länger.
Wann ist die beste Reisezeit für Belgrad?
Mai, Juni und September bieten mildes Wetter für Stadtbummel und Terrassen. Der Hochsommer wird oft sehr heiß, dann ist das Nachtleben auf den Flossen an der Donau besonders lebendig.
Welche Währung braucht man in Belgrad?
In Serbien zahlt man mit dem Serbischen Dinar (RSD), nicht mit Euro. Bargeld tauscht man am besten in den zahlreichen Wechselstuben (Menjačnica); in Restaurants, Hotels und größeren Läden wird meist auch Karte akzeptiert.