Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Verbotene Stadt, einst Palast der Ming- und Qing-Kaiser, ist mit ihren rund 900 Gebäuden der größte erhaltene Palastkomplex der Welt – man betritt sie über den Platz des Himmlischen Friedens (Tiananmen). Der Himmelstempel im Süden mit seiner blau gedeckten Rundhalle diente den Kaisern für Erntegebete und ist von einem beliebten Park umgeben.
Der Sommerpalast am Kunming-See bot der Herrscherfamilie eine grüne Zuflucht mit Pavillons und langem Wandelgang. Wer tiefer in die alte Stadt eintauchen will, verliert sich in den Hutongs – den engen Gassen mit ihren traditionellen Hofhäusern rund um den Trommel- und Glockenturm.
Die Große Mauer
Kein Peking-Besuch ohne Ausflug zur Großen Mauer. Der gut restaurierte Abschnitt Mutianyu ist weniger überlaufen als das nahe Badaling und mit Seilbahn sowie einer Sommerrodelbahn auch bequem erreichbar – die Kulisse aus bewaldeten Bergen ist grandios.
Wer mehr Abenteuer und Ursprünglichkeit sucht, wählt teilweise verfallene Abschnitte wie Jinshanling oder Gubeikou, die sich für längere Wanderungen eignen. Für alle gilt: früh aufbrechen, um den Bussen und der Mittagshitze zu entgehen.
Essen & Ausgehen
Pekings kulinarisches Wahrzeichen ist die knusprige Peking-Ente, die in traditionsreichen Häusern kunstvoll am Tisch tranchiert und mit dünnen Pfannkuchen, Frühlingszwiebeln und süßer Bohnensauce serviert wird. Auf der Straße gehören der herzhafte Frühstücks-Crêpe Jianbing, gefüllte Baozi und dampfender Hotpot zum Alltag.
Zum Ausgehen zieht es viele in die alten Hutong-Gassen rund um Nanluoguxiang mit ihren Bars, Cafés und kleinen Läden, während das Viertel Sanlitun für modernere Clubs und Restaurants steht. Ein Bummel über die Snackstraße Wangfujing rundet den kulinarischen Streifzug ab.
Moderne Seiten & Ausflüge
Neben der Kaiserzeit hat Peking auch ein zeitgenössisches Gesicht: Im Kunstviertel 798 (Dashanzi) sind alte Fabrikhallen zu Galerien, Studios und Cafés geworden. Im Norden erinnern das Olympiagelände mit dem ‚Vogelnest'-Stadion und dem Wasserwürfel an die Spiele von 2008.
Für Tagesausflüge bietet sich neben der Großen Mauer der Sommerpalast am Kunming-See an, für einen ruhigeren Ausflug die Ming-Gräber im Norden der Stadt. Wer mehr Zeit hat, verbindet Peking per Hochgeschwindigkeitszug mit Xi'an und der Terrakotta-Armee.
Anreise & Fortbewegung
Direktflüge ab Frankfurt erreichen Peking in rund 10 Stunden; vom Flughafen fährt der Express-Zug ins Zentrum. Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ist Xi'an in etwa viereinhalb, Shanghai in rund viereinhalb bis fünfeinhalb Stunden erreichbar.
Die U-Bahn ist eines der größten Netze der Welt, günstig und englisch beschriftet. Für die Große Mauer nimmt man einen organisierten Ausflug oder Bus, bezahlt wird in der Stadt fast überall bargeldlos per Smartphone.
Häufige Fragen zu Peking
Welcher Abschnitt der Großen Mauer eignet sich für einen Tagesausflug ab Peking?
Mutianyu ist die beliebteste Wahl: gut restauriert, landschaftlich schön und weniger überlaufen als Badaling, mit Seilbahn und Rodelbahn bequem erreichbar. Für Wanderungen auf ursprünglicheren Abschnitten bieten sich Jinshanling oder Gubeikou an.
Wie viele Tage sollte man für Peking einplanen?
Drei bis vier Tage sind ideal: je ein Tag für die Verbotene Stadt und Umgebung, den Himmelstempel und die Hutongs sowie ein voller Tag für die Große Mauer. Wer auch den Sommerpalast in Ruhe sehen möchte, plant einen weiteren Tag ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Peking?
Am angenehmsten sind Frühling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober) mit mildem, meist trockenem Wetter. Der Sommer wird heiß und schwül, der Winter ist kalt und trocken, und im Frühjahr können vereinzelt Sandstürme aufziehen.