Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Terrakotta-Armee vor den Toren der Stadt ist eine der größten archäologischen Entdeckungen des 20. Jahrhunderts: Tausende lebensgroße Ton-Soldaten, jeder mit individuellen Zügen, sollten den ersten Kaiser Qin Shihuang im Jenseits bewachen. In drei riesigen Grabungshallen lässt sich die Armee bis heute in ihrer angetretenen Ordnung bestaunen.
Im Zentrum umschließt die vollständig erhaltene Stadtmauer aus der Ming-Zeit die Altstadt auf 14 Kilometern – oben lässt es sich zu Fuß oder per Leihrad umrunden. Die Große Wildganspagode erinnert an die Blütezeit als Endpunkt der Seidenstraße und Zentrum des Buddhismus.
Viertel & Küche
Das Muslimische Viertel rund um die Große Moschee ist das kulinarische Herz Xi'ans: In den quirligen Gassen duftet es nach gegrillten Lammspießen, Rou Jia Mo (dem „chinesischen Burger“) und handgezogenen Biang-Biang-Nudeln – ein Erbe der Hui-Gemeinschaft und der Seidenstraßen-Händler.
Am Abend sind der Glockenturm und der Trommelturm im Zentrum stimmungsvoll beleuchtet. Xi'ans Küche gilt als deftiger und würziger als die des Ostens – ein Streifzug durch die Straßenstände lohnt sich.
Ausflüge & Umgebung
Rund um Xi'an lohnen sich mehrere Ausflüge: Der heilige Berg Huashan, einer der fünf daoistischen Gipfel Chinas, ist per Hochgeschwindigkeitszug in gut einer halben Stunde erreichbar und für seine steilen Pfade und Seilbahnen bekannt. Näher liegt das neolithische Dorf Banpo, ein Fenster in die Frühgeschichte der Region.
Auch das Kaisergrab Han Yang Ling mit seinen Miniatur-Tonfiguren und der buddhistische Famen-Tempel sind sehenswerte Ziele im Umland. Zwischen den Ausflügen bleibt Xi'an dank seiner kompakten, ummauerten Altstadt ein bequemer Ausgangspunkt.
Praktische Tipps
Die Terrakotta-Armee ist in drei Hallen (Pits) gegliedert; ein Shuttlebus verbindet sie mit dem Eingangsbereich, und für den Besuch sollte man einen halben bis ganzen Tag einplanen. Am frühen Morgen ist der Andrang geringer, ein Guide oder Audioguide hilft, die Figuren einzuordnen.
In der Altstadt lohnt sich ein Fahrrad für die rund 14 Kilometer lange Runde auf der Stadtmauer – Räder kann man oben ausleihen. Am Abend erstrahlt rund um die Große Wildganspagode die Datang Everbright City mit ihren beleuchteten Bauten im Tang-Stil. Als Basis eignet sich das Zentrum nahe Glocken- und Trommelturm.
Anreise & Fortbewegung
Mit dem Hochgeschwindigkeitszug ist Xi'an von Peking in rund viereinhalb bis sechs Stunden erreichbar, von Shanghai in etwa sechs bis sieben Stunden; der Flughafen bietet zudem gute Inlandsverbindungen. Vom Bahnhof und Flughafen fährt man bequem mit Metro oder Bus in die Altstadt.
Zur Terrakotta-Armee gelangt man mit öffentlichen Bussen oder im Rahmen einer geführten Tour in rund einer Stunde. Innerhalb der Stadtmauern kommt man gut zu Fuß, per Metro oder Leihrad voran.
Häufige Fragen zu Xi'an
Wie kommt man von Xi'an zur Terrakotta-Armee?
Die Grabungsstätte liegt rund 40 Kilometer östlich der Stadt und ist mit öffentlichen Bussen ab dem Bahnhof oder im Rahmen einer geführten Tour in etwa einer Stunde erreichbar. Für den Besuch selbst sollte man einen halben bis ganzen Tag einplanen.
Lohnt sich Xi'an für einen kurzen Aufenthalt?
Ja. Die wichtigsten Höhepunkte – Terrakotta-Armee, Stadtmauer und Muslimisches Viertel – lassen sich gut in zwei Tagen erleben. Dank Hochgeschwindigkeitszug fügt sich Xi'an bequem zwischen Peking und andere Ziele in eine Rundreise ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Xi'an?
Am angenehmsten sind Frühling (April/Mai) und Herbst (September/Oktober) mit mildem, trockenem Wetter. Der Sommer wird heiß, der Winter kann kalt und trüb sein; zu den chinesischen Feiertagen ist mit großem Andrang an der Terrakotta-Armee zu rechnen.