Highlights & Sehenswürdigkeiten
Der Vieux-Port (Alter Hafen) ist das pulsierende Herz der Stadt, wo morgens der Fischmarkt seine Fänge anbietet und abends die Cafés füllen. Über allem wacht die Basilika Notre-Dame de la Garde, die "Bonne Mère", von deren Hügel sich ein weiter Blick über Stadt und Mittelmeer öffnet.
Modern und markant zeigt sich das Viertel um das MuCEM, das Museum der Zivilisationen Europas und des Mittelmeers, das über einen filigranen Steg mit dem Fort Saint-Jean verbunden ist. Das alte Panier-Viertel dahinter ist das älteste der Stadt.
Calanques & Umgebung
Südöstlich der Stadt beginnt der Nationalpark Calanques mit spektakulären weißen Kalkfelsen, die steil ins türkisblaue Meer abfallen. Buchten wie Sormiou, Sugiton oder En-Vau lassen sich per Wanderung oder Bootstour erreichen und laden im Sommer zum Baden ein.
Vom Hafen fahren Boote zur Insel If mit der berühmten Festung aus "Der Graf von Monte Christo". Auch das nahe Cassis mit seinem malerischen Hafen ist ein lohnendes Ausflugsziel.
Anreise & Fortbewegung
Der Flughafen Marseille-Provence liegt nordwestlich der Stadt und ist per Bus und Bahn angebunden. Aus Deutschland und Paris ist Marseille mit dem TGV gut erreichbar – von Paris in rund drei Stunden.
Rund um den Vieux-Port kommt man gut zu Fuß voran, für längere Wege gibt es Métro, Tram und Bus. Für die Calanques ist festes Schuhwerk und im Sommer viel Wasser wichtig, da die Wege teils anspruchsvoll sind.
Essen & Märkte
Das kulinarische Wahrzeichen Marseilles ist die Bouillabaisse, eine kräftige Fischsuppe, die traditionell in zwei Gängen mit Rouille und geröstetem Brot serviert wird – am ehrlichsten in den Lokalen rund um den Vieux-Port und das Vallon des Auffes. Als Aperitif gehört ein Pastis mit Wasser dazu.
Im quirligen Viertel Noailles hinter der Canebière reiht sich der bunte Markt mit Gewürzen, Oliven und nordafrikanischen Spezialitäten – nicht umsonst „Bauch von Marseille" genannt. Süß wird es mit den kahnförmigen Navettes, einem Gebäck mit Orangenblüte.
Viertel & Ausgehen
Rund um den Cours Julien und die Rue d'Aubagne schlägt das kreative Herz der Stadt: Street-Art an fast jeder Wand, Plattenläden, Bars und ein lebendiges Nachtleben. Etwas beschaulicher ist das alte Panier-Viertel mit seinen engen, bemalten Gassen.
Am Wasser lohnt ein Spaziergang entlang der Corniche Kennedy mit Blick auf die vorgelagerten Inseln und ein Abstecher zum winzigen Fischerhafen Vallon des Auffes. Zum Sonnenuntergang treffen sich viele an den Plages du Prado südlich des Zentrums.
Häufige Fragen zu Marseille
Wann ist die beste Reisezeit für Marseille?
Mai, Juni und September bieten warmes, sonniges Wetter ohne die Hochsommerhitze. Dank mediterranem Klima ist Marseille aber ganzjährig ein angenehmes Reiseziel.
Wie erreicht man die Calanques von Marseille aus?
Die Calanques lassen sich per Wanderung ab den südöstlichen Stadtvierteln, per Bootstour ab dem Vieux-Port oder über das nahe Cassis erreichen. Im Hochsommer sind einige Wege wegen Brandgefahr gesperrt.
Wie viele Tage sollte man für Marseille einplanen?
Zwei bis drei Tage reichen für die Stadt und einen Ausflug in die Calanques. Wer die Provence und Cassis ergänzt, plant besser länger ein.