Highlights & Sehenswürdigkeiten
Der Eiffelturm ist das Wahrzeichen schlechthin – besonders schön vom Trocadéro aus oder abends, wenn er zur vollen Stunde funkelt. Der Louvre beherbergt mit Mona Lisa und Venus von Milo einige der berühmtesten Kunstwerke der Welt; ein Zeitfenster-Ticket spart lange Wartezeiten.
Die Kathedrale Notre-Dame auf der Île de la Cité ist nach dem Brand wieder für Besucher geöffnet. Dazu gehören der Triumphbogen am Ende der Champs-Élysées, das Musée d'Orsay im alten Bahnhof und die Basilika Sacré-Cœur, die über der Stadt thront.
Die schönsten Viertel
Montmartre mit seinen steilen Gassen, Künstlerplätzen und der Sacré-Cœur ist das romantische Herz von Paris. Rund um Saint-Germain-des-Prés und das Quartier Latin reihen sich Buchläden, Literatencafés und die Sorbonne aneinander.
Das Marais-Viertel überzeugt mit Renaissance-Palais, Galerien und Falafel-Buden, während der Canal Saint-Martin bei jungen Parisern für Picknick und Apéro beliebt ist. Ein Spaziergang entlang der Seine mit ihren Brücken gehört immer dazu.
Anreise & Fortbewegung
Vom Flughafen Charles-de-Gaulle bringt der RER B in rund 35 Minuten ins Zentrum, aus Deutschland fährt der TGV etwa von Frankfurt oder Stuttgart direkt zum Gare de l'Est. Innerhalb der Stadt ist die Métro das schnellste Verkehrsmittel.
Die wichtigsten Sehenswürdigkeiten liegen recht zentral und lassen sich gut zu Fuß oder mit dem Fahrrad (Vélib') verbinden. Eine Tages- oder Wochenkarte für Métro und Bus lohnt sich fast immer.
Essen, Cafés & Märkte
Paris lebt seine Esskultur auf der Straße: Morgens holt man Croissant und Baguette beim Boulanger, mittags sitzt man im Bistro bei Steak frites oder einer Quiche, nachmittags gehört die Terrasse dem Café crème. Für Süßes lohnen die Patisserien rund um Saint-Germain, für herzhafte Galettes das bretonische Viertel um den Bahnhof Montparnasse.
Wer wie die Pariser einkauft, besucht die Wochenmärkte: den überdachten Marché des Enfants Rouges im Marais, den langen Marché d'Aligre nahe der Bastille oder die belebte Rue Mouffetard im Quartier Latin. Am Abend trifft man sich zum Apéro an den Ufern des Canal Saint-Martin oder in einer der Weinbars des 11. Arrondissements.
Tagesausflüge ab Paris
Das Schloss Versailles mit seinem Spiegelsaal und den weitläufigen Gärten ist der Klassiker unter den Ausflügen und per RER C in gut einer Stunde erreichbar. Ruhiger und von Wald umgeben liegt das elegante Schloss Fontainebleau, das ohne die großen Besuchermassen auskommt.
Kunstfreunde fahren nach Giverny zu Monets Haus und Seerosenteich, Familien ins Disneyland Paris bei Marne-la-Vallée. Wer mehr Zeit hat, erreicht mit dem TGV in unter einer Stunde die Kathedrale von Reims und die Champagne mit ihren Weinkellern.
Was kostet ein Städtetrip nach Paris?
Paris ist teuer, aber steuerbar. Der größte Posten ist die Unterkunft: In den zentralen Arrondissements 1 bis 8 zahlt man ein Vielfaches dessen, was im 11., 12. oder 20. fällig wird — bei zehn Minuten mehr Metrofahrt.
Beim Essen gilt dasselbe Prinzip wie in ganz Frankreich: Das Mittagsmenü (Formule) ist deutlich günstiger als dieselbe Küche am Abend. Bäckereien und Märkte sind die günstigste und oft beste Verpflegung für zwischendurch.
Viele Museen sind für unter 26-Jährige aus der EU kostenlos, und am ersten Sonntag im Monat öffnen einige Häuser gratis — dann allerdings mit langen Schlangen.
Paris in drei Tagen
Tag 1 – Klassiker: Louvre am Vormittag (Zeitfenster vorab, dienstags geschlossen), Tuilerien, Place de la Concorde und Champs-Élysées bis zum Arc de Triomphe.
Tag 2 – Seine und Île de la Cité: Notre-Dame, Sainte-Chapelle, Quartier Latin und das Musée d'Orsay (montags geschlossen). Abends Eiffelturm zur blauen Stunde.
Tag 3 – Viertel: Montmartre mit Sacré-Cœur am Morgen, nachmittags Marais mit Place des Vosges und Picasso-Museum. Wer mag, hängt Versailles als Tagesausflug an — mit der RER in gut 45 Minuten erreichbar.
Wichtig für die Planung: Museen haben feste Ruhetage. Ein Dreitagestrip, dessen Hauptziel am mittleren Tag geschlossen ist, ärgert unnötig.
Praktisches für Paris
Unterwegs: Die Metro ist dicht, aber viele Stationen haben keine Aufzüge — mit großem Gepäck oder Kinderwagen wird das mühsam. Für mehrere Fahrten lohnt die aufladbare Navigo-Easy-Karte statt Einzeltickets.
Tickets: Louvre, Eiffelturm und Katakomben laufen über Zeitfenster; der Eiffelturm ist häufig Wochen im Voraus ausgebucht. Sainte-Chapelle lohnt am Vormittag, wenn das Licht durch die Fenster fällt.
Höflichkeit: Ein „Bonjour" beim Betreten eines Geschäfts oder Lokals gehört dazu und verändert den Ton spürbar.
Beste Zeit: April bis Juni und September/Oktober. Im Juni bleibt es bis nach 22 Uhr hell, im August ist die Stadt leerer, aber viele kleine Läden haben Betriebsferien. Monatswerte in der Klimatabelle.
Häufige Fragen zu Paris
Wie viele Tage sollte man für Paris einplanen?
Für die wichtigsten Highlights – Eiffelturm, Louvre, Notre-Dame und Montmartre – sollte man mindestens drei volle Tage einplanen. Wer auch Museen und Tagesausflüge nach Versailles möchte, bleibt besser vier bis fünf Tage.
Wann ist die beste Reisezeit für Paris?
Frühling (April bis Juni) und Frühherbst (September/Oktober) sind ideal: angenehm mild, blühende Parks und weniger Andrang als im Hochsommer, der oft heiß und voll ist.
Lohnt sich der Paris Museum Pass?
Für kunstinteressierte Besucher ja: Der Pass gilt für viele Museen und Monumente inklusive bevorzugtem Einlass und spart bei mehreren Besuchen Zeit und Geld.
Wann sind die Pariser Museen geschlossen?
Der Louvre dienstags, das Musée d'Orsay und das Centre Pompidou montags. Das sollte man bei einem Kurztrip einplanen — sonst steht das Hauptziel ausgerechnet am mittleren Tag vor verschlossener Tür.
In welchem Arrondissement wohnt man am besten?
Das 11., 12. und 20. bieten deutlich bessere Preise bei guter Metroanbindung. Das Marais (3./4.) ist zentral und lebendig, aber teuer; rund um den Gare du Nord ist es günstig, aber nicht die schönste Ecke.