Highlights & Sehenswürdigkeiten
Der Friedenspark (Peace Memorial Park) bildet das Zentrum des Gedenkens: Die Atombombenkuppel (Genbaku Dome), eine der wenigen erhaltenen Ruinen, steht heute als UNESCO-Welterbe für die Zerstörung. Das eindringliche Friedensmuseum, das Kenotaph und die Kinderfriedensstatue mit ihren Papierkranichen machen die Geschichte greifbar und mahnen zum Frieden.
Trotz allem ist Hiroshima heute eine lebendige, grüne Stadt. Die wiederaufgebaute Burg, der Garten Shukkei-en und das lokale Okonomiyaki nach Hiroshima-Art – schichtweise mit Nudeln gebraten – zeigen die heitere Seite der Stadt.
Ausflug nach Miyajima
Nur eine kurze Fähre entfernt liegt die heilige Insel Miyajima (Itsukushima). Ihr Wahrzeichen ist das große rote Torii des Itsukushima-Schreins, das bei Flut im Wasser zu stehen scheint – eines der berühmtesten Motive Japans.
Auf der Insel leben zahme Rehe, eine Seilbahn führt hinauf zum Berg Misen mit weitem Blick über die Seto-Inlandsee. Probiere die gegrillten Austern und die momiji-manjū-Küchlein in Ahornblattform, bevor die Tagesgäste am Abend die Insel wieder verlassen.
Anreise & Fortbewegung
Mit dem Shinkansen erreicht man Hiroshima von Osaka in rund 90 Minuten und von Tokio in etwa vier Stunden. Vom Bahnhof bringen die charakteristischen Straßenbahnen zum Friedenspark und weiter zum Fährhafen.
Nach Miyajima setzt man von Miyajimaguchi mit der Fähre über (rund 10 Minuten). Mit dem Japan Rail Pass sind sowohl der Shinkansen als auch die JR-Fähre abgedeckt – Hiroshima lässt sich so bequem als Tagesausflug oder Zwischenstopp einbauen.
Essen & Spezialitäten
Hiroshima ist berühmt für seine eigene Variante des Okonomiyaki: Anders als in Osaka werden die Zutaten hier nicht vermengt, sondern Schicht für Schicht gebraten – mit reichlich Nudeln, Kohl und Ei. Ein guter Ort zum Probieren ist das Häuserensemble Okonomi-mura mit dutzenden kleinen Ständen.
Die Region an der Seto-Inlandsee ist zudem für Austern (Kaki) bekannt, die von Herbst bis Frühjahr Saison haben – gegrillt, frittiert oder im Eintopf. Als Kontrast zum kräftigen Okonomiyaki gilt die Nudelsuppe Hiroshima-Tsukemen als lokale Spezialität.
Umgebung & Tagesausflüge
Neben Miyajima lohnen weitere Ziele in der Umgebung: Onomichi ist Ausgangspunkt des Shimanami Kaidō, einer der schönsten Radrouten Japans, die über mehrere Brücken von Insel zu Insel bis nach Shikoku führt. Das Städtchen selbst ist für seinen Tempelweg bekannt.
Weiter westlich beeindruckt in Iwakuni die fünfbogige Holzbrücke Kintai-kyō, und das kleine Hafenstädtchen Tomonoura mit seinem historischen Hafen diente wiederholt als Filmkulisse. Die vielen Inseln der Seto-Inlandsee laden generell zum Entschleunigen ein.
Häufige Fragen zu Hiroshima
Reicht ein Tag für Hiroshima und Miyajima?
An einem langen Tag lassen sich der Friedenspark am Vormittag und Miyajima am Nachmittag verbinden. Entspannter ist es, eine Nacht zu bleiben, um die Insel auch nach Abfahrt der Tagesgäste in Ruhe zu erleben.
Wann steht das Torii von Miyajima im Wasser?
Nur bei Flut scheint das rote Torii zu schweben; bei Ebbe kann man bis zu ihm laufen. Beide Anblicke haben ihren Reiz – ein Blick auf den Gezeitenkalender vor dem Besuch hilft, den gewünschten Moment zu treffen.
Wann ist die beste Reisezeit für Hiroshima?
Am angenehmsten sind Frühling (März bis Mai) mit der Kirschblüte und Herbst (Oktober/November) mit mildem Wetter. Für Austern-Genuss ist die kühlere Jahreszeit von Herbst bis Frühjahr ideal; der Sommer ist heiß und schwül.