Highlights & Sehenswürdigkeiten
Der Fushimi-Inari-Schrein mit seinen Tausenden leuchtend roten Torii-Toren, die sich einen Berg hinaufziehen, ist das berühmteste Motiv der Stadt – am schönsten früh am Morgen, bevor die Menschenmengen kommen. Der Kiyomizu-dera thront auf hölzernen Stelzen über der Stadt und bietet einen weiten Blick, besonders zur Kirschblüte und im Herbst.
Im Westen führt der Bambuswald von Arashiyama durch ein grünes Lichtspiel, daneben liegen der Tenryū-ji-Tempel und die Togetsukyō-Brücke. Weitere Höhepunkte sind der goldene Pavillon Kinkaku-ji, der Zen-Steingarten des Ryōan-ji und der Kaiserpalast.
Viertel & Umgebung
Gion ist das traditionelle Geisha-Viertel: Holzhäuser, Teehäuser und mit etwas Glück eine Geiko oder Maiko auf dem Weg zur Arbeit. Rund um die Gassen Pontochō und Kiyamachi reihen sich am Abend Restaurants und Bars am Fluss Kamo.
Ein Tagesausflug lohnt sich nach Nara mit dem Großen Buddha und den zahmen Rehen (rund 45 Minuten) oder ins nahe Uji, Heimat des besten Matcha-Tees. Auch Osaka ist mit dem Zug in einer halben Stunde erreichbar.
Anreise & Fortbewegung
Mit dem Shinkansen erreicht man Kyoto von Tokio in gut zwei Stunden und 15 Minuten, von Osaka in nur 15 Minuten. Der internationale Flughafen Kansai (KIX) ist per Haruka-Express in rund 75 Minuten angebunden.
In der Stadt kommt man gut mit Bussen und zwei U-Bahn-Linien voran; viele Sehenswürdigkeiten liegen aber verstreut, sodass sich etwas Planung lohnt. Der Bezirk Higashiyama lässt sich wunderbar zu Fuß erkunden, für Arashiyama nimmt man Bahn oder die nostalgische Randen-Tram.
Essen & Teekultur
Kyotos Küche ist fein und saisonal: Die traditionelle Kaiseki-Menüfolge stammt aus der Teezeremonie, in Tempelvierteln serviert man die vegetarische Klosterküche Shōjin Ryōri und rund um Nanzen-ji und Arashiyama das zarte Yudōfu (Tofu im heißen Sud). In den Restaurants der Gassen wird die bodenständige Hausmannskost Obanzai gereicht.
Der überdachte Nishiki-Markt, "Kyotos Küche" genannt, ist ideal, um sich durch Eingelegtes, Süßigkeiten und kleine Snacks zu probieren. Und weil die nahe Region Uji für den besten Matcha steht, gehören ein Matcha im Teehaus und die Wagashi-Süßigkeiten unbedingt dazu.
Feste & Jahreszeiten
Kyoto lebt im Rhythmus seiner Feste: Im Juli füllt das Gion Matsuri, eines der größten Feste Japans, mit prächtigen Wagen die Straßen; im Mai zieht das höfische Aoi Matsuri durch die Stadt, im Oktober das historische Jidai Matsuri. Im August erleuchten die Daimonji-Feuer die Berghänge.
Landschaftlich sind zwei Zeiten unschlagbar: die Kirschblüte im späten März und April und das rote Herbstlaub (Kōyō) im November, wenn sich Tempelgärten wie am Tōfuku-ji glutrot färben. Beide Zeiten sind wunderschön – und entsprechend gut besucht.
Häufige Fragen zu Kyoto
Wie viele Tage sollte man für Kyoto einplanen?
Zwei bis drei volle Tage reichen für die wichtigsten Tempel und Viertel. Wer Tagesausflüge nach Nara oder Uji einplant und die Stadt in Ruhe genießen möchte, bleibt besser vier Tage.
Wie vermeidet man die größten Menschenmengen in Kyoto?
Besuche die berühmten Orte wie Fushimi Inari oder den Bambuswald von Arashiyama früh am Morgen oder am späten Nachmittag. Unter der Woche ist es ruhiger als am Wochenende, und die Nebensaison ist deutlich entspannter als die Kirschblüte.
Wann ist die beste Reisezeit für Kyoto?
Am schönsten sind die Kirschblüte im späten März und April und das Herbstlaub im November – beide allerdings Hochsaison. Der Frühsommer ist grün und ruhiger, der Hochsommer heiß und schwül, der Winter kühl, klar und deutlich weniger besucht.