Reiseziele

Portugal

Am westlichen Rand Europas verbindet Portugal die Hügelstadt Lissabon und das charmante Porto mit den Steilküsten der Algarve, den Weinbergen des Douro und der Blumeninsel Madeira – dazu Fado, Portwein und Pastéis de Nata.

Warum sich eine Reise nach Portugal lohnt

Portugal wirkt für seine Größe erstaunlich abwechslungsreich: pastellfarbene Städte auf sieben Hügeln, endlose Atlantikstrände, das grüne Weinland am Douro und subtropische Inseln im offenen Ozean. Vieles liegt nah beieinander, sodass sich Kultur, Küste und Natur gut auf einer Reise verbinden lassen.

Dazu kommen der melancholische Fado, eine geradlinige, ehrliche Küche und ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis im Vergleich zu vielen anderen westeuropäischen Zielen. Die Menschen gelten als herzlich, das Tempo bleibt angenehm entspannt.

Die schönsten Regionen und Städte

Lissabon ist der lebendige Auftakt: Straßenbahnen quietschen durch die Alfama, Aussichtsterrassen (Miradouros) geben den Blick über den Tejo frei, und im Vorort Belém stehen Turm und Kloster als Zeugen der Entdeckerzeit. Der Halbtagesausflug nach Sintra mit seinen Märchenpalästen gehört fast dazu.

Im Norden begeistert Porto mit der Ribeira am Douro und den Portweinkellern von Vila Nova de Gaia. Die Algarve im Süden steht für goldene Steilküsten, Grotten und Badeorte rund um Lagos und Faro. Wer weiter hinausfährt, erreicht Madeira, die Blumen- und Wanderinsel mitten im Atlantik.

Beste Reisezeit für Portugal

Frühling (April bis Juni) und Frühherbst (September/Oktober) sind für Städte und Rundreisen ideal: mild, sonnig und weniger überlaufen. Der Sommer ist an der Algarve heiß und trocken, während es im Norden rund um Porto etwas frischer und wechselhafter bleibt.

Zum Baden eignet sich am Festland vor allem Juni bis September – der Atlantik ist allerdings deutlich kühler als das Mittelmeer. Madeira punktet mit ganzjährig frühlingshaftem Klima und lässt sich auch im Winter gut bereisen.

Küche, Portwein und Fado

Portugals Küche dreht sich um den Atlantik: gegrillter Fisch, Sardinen, Muscheln und der allgegenwärtige Bacalhau (Stockfisch), von dem es angeblich für jeden Tag des Jahres ein Rezept gibt. Süß geht es mit dem Pastel de Nata weiter, dem cremigen Blätterteigtörtchen aus Belém.

Dazu passt ein Glas Portwein oder ein junger Vinho Verde aus dem Norden. In Lissabon und Coimbra begleitet abends der Fado das Essen – wehmütige Lieder, die vom Meer, von Sehnsucht und vom Alltag erzählen.

Anreise & Fortbewegung

Direktflüge führen nach Lissabon, Porto und Faro (Algarve), die Flugzeit ab Deutschland beträgt rund zweieinhalb bis dreieinhalb Stunden. Madeira wird über den Flughafen Funchal angeflogen.

Auf dem Festland verbinden komfortable Züge Lissabon und Porto in gut drei Stunden. Für die Algarve, das Douro-Tal oder Rundreisen ist ein Mietwagen praktisch; in Lissabon und Porto kommt man dagegen mit Metro, Bus und den historischen Straßenbahnen gut voran.

Was kostet ein Urlaub in Portugal?

Portugal ist eines der günstigeren Ziele Westeuropas, auch wenn Lissabon und die Algarve in der Hochsaison deutlich angezogen haben. Im Norden um Porto, im Alentejo und im Landesinneren zahlt man spürbar weniger.

Essen ist im Verhältnis günstig: Das Tagesgericht mittags ist in vielen Lokalen eine feste Einrichtung. Achtung bei den Vorspeisen, die unbestellt auf den Tisch kommen — Oliven, Brot, Käse werden berechnet, wenn man sie anrührt, und dürfen bedenkenlos zurückgehen.

Die beste Zeit fürs Budget sind Mai, Juni und September/Oktober. Im Juli und August steigen vor allem an der Algarve die Preise, während der Atlantik ohnehin nie richtig warm wird.

Routen für ein bis zwei Wochen

Klassiker (10 Tage): Lissabon mit Sintra, weiter über Óbidos und Coimbra nach Porto — per Bahn gut machbar, die Strecke Lissabon–Porto dauert unter drei Stunden.

Algarve pur (7 Tage): Faro als Ankunft, Basis in Lagos oder Tavira, dazu die Felsküste um Ponta da Piedade und die Wanderwege der Rota Vicentina im Westen.

Madeira (7–10 Tage): Eine eigene Reise: Madeira lebt von Levada-Wanderungen und ganzjährig mildem Klima — kein Badeziel im klassischen Sinn, dafür das beste Wanderziel Portugals.

Praktisches für die Portugalreise

Atlantik statt Mittelmeer: Das Wasser bleibt selbst im August bei etwa 18 bis 21 Grad und ist an der Westküste rau. Zum Schwimmen ist die Algarve-Südküste am angenehmsten, zum Surfen der Westen um Peniche und Nazaré.

Autobahnmaut: Auf einigen Strecken wird rein elektronisch abgerechnet, ohne Kassenhäuschen. Ohne Registrierung des Mietwagens kommt die Rechnung später mit Bearbeitungsgebühr — beim Vermieter direkt einen Transponder mitbuchen.

Lissabons Hügel: Die Stadt ist steiler, als Fotos vermuten lassen. Bequeme Schuhe und die historischen Aufzüge und Standseilbahnen einplanen.

Sintra: Der Pena-Palast ist eines der meistbesuchten Ziele des Landes; Tickets mit Zeitfenster vorab buchen und früh anreisen.

Typische Planungsfehler

Portugal mit Spanien verwechseln. Das Klima ist atlantisch geprägt: kühler, windiger, im Norden regenreicher. Wer Badewärme wie am Mittelmeer erwartet, wird überrascht.

Sintra als Halbtagesausflug. Palast, Park und Anfahrt füllen locker einen ganzen Tag; wer nur drei Stunden einplant, sieht das Innere nicht.

Im Sommer an die Westküste zum Baden. Dort ist der Atlantik am kältesten und der Wind am stärksten — schön zum Wandern und Surfen, weniger zum Schwimmen.

Monat für Monat aufgeschlüsselt steht alles in der Klimatabelle für die Algarve.

Städte & Reiseziele in Portugal

Beste Reisezeit
Mai bis Juni & September/Oktober

Detaillierte Klimatabelle ansehen →

Anzeige

Unterkünfte in Portugal vergleichen.

Hotels in Portugal ansehen

Häufige Fragen zu Portugal

Wann ist die beste Reisezeit für Portugal?

Am angenehmsten sind Frühling (Mai/Juni) und Frühherbst (September/Oktober) mit mildem Wetter und weniger Andrang. Für einen Badeurlaub an der Algarve eignet sich Juni bis September, Madeira ist dank mildem Klima ganzjährig ein gutes Ziel.

Sollte man Lissabon oder Porto besuchen?

Am schönsten kombiniert man beide: Lissabon ist die größere, lebhaftere Hauptstadt am Tejo, Porto die kompaktere Stadt am Douro mit Portweinkellern. Per Zug sind die beiden in gut drei Stunden verbunden.

Reicht eine Woche für Portugal?

Für Lissabon mit Sintra und einen Abstecher nach Porto oder an die Algarve reicht eine Woche gut aus. Wer Festland und Madeira verbinden möchte, sollte eher zehn bis vierzehn Tage einplanen.

Wie warm ist das Wasser in Portugal?

Deutlich kühler als am Mittelmeer: An der Algarve erreicht der Atlantik im Sommer etwa 20 bis 22 Grad, an der Westküste bleibt er bei 17 bis 19 Grad. Zum Schwimmen ist die Südküste die angenehmere Wahl.

Werden die Vorspeisen im Restaurant berechnet?

Ja. Oliven, Brot, Butter oder Käse kommen unbestellt auf den Tisch und werden berechnet, sobald man sie anrührt. Wer sie nicht möchte, kann sie ohne Weiteres zurückgehen lassen.

Reicht Portugal ohne Mietwagen?

Für Lissabon, Porto und die Strecke dazwischen ja — die Bahnverbindung ist schnell und günstig. Für die Algarve-Buchten, den Alentejo und Madeiras Levadas ist ein Auto praktisch unverzichtbar.