Highlights & Sehenswürdigkeiten
Das Herz Portos ist die Ribeira, das bunte Altstadtviertel am Ufer des Douro, das zum UNESCO-Welterbe zählt. Darüber spannt sich die eiserne, zweistöckige Ponte Dom Luís I, auf deren oberer Ebene heute die Metro und Fußgänger den Fluss queren – mit weitem Blick über die Dächer.
Die neugotische Buchhandlung Livraria Lello mit ihrer geschwungenen Treppe gilt als eine der schönsten der Welt (Einlass nur mit Ticket). Der Kirchturm Torre dos Clérigos bietet nach dem Aufstieg ein Panorama, und der Bahnhof São Bento überrascht mit einer Halle voller blau-weißer Azulejo-Kacheln.
Portwein & Douro
Am gegenüberliegenden Ufer, in Vila Nova de Gaia, reifen in den traditionsreichen Kellereien wie Graham’s, Sandeman oder Taylor’s die Portweine. Führungen mit Verkostung erklären den Unterschied zwischen Tawny, Ruby und Vintage – ein Muss für Genießer.
Von Gaia aus starten Bootstouren über den Douro und seine Brücken. Wer mehr Zeit hat, unternimmt einen Tagesausflug ins Douro-Tal, dessen terrassierte Weinberge zu den ältesten geschützten Weinregionen der Welt gehören. Als Stärkung gilt die deftige Francesinha – ein überbackenes Sandwich mit würziger Soße.
Anreise & Fortbewegung
Der Flughafen Francisco Sá Carneiro ist per Metro (violette Linie E) direkt mit dem Zentrum verbunden. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt rund drei Stunden; per Zug ist Lissabon in gut drei Stunden erreichbar.
Die Altstadt ist kompakt, aber hügelig – festes Schuhwerk hilft. Metro, Busse und die historische Straßenbahn Linie 1 entlang des Flusses ergänzen die Fußwege. Zwischen Ribeira und Gaia pendeln zudem kleine Boote.
Essen & Ausgehen
Portos Küche ist herzhaft: Wahrzeichen ist die Francesinha, ein überbackenes Sandwich mit Fleisch, Käse und würziger Biersoße. Traditionell gelten die Einheimischen als tripeiros (Kuttelesser), berühmt für Tripas à moda do Porto, während man in Matosinhos fangfrischen Fisch direkt am Grill isst.
Ein Muss ist der restaurierte Mercado do Bolhão, und im legendären Majestic Café an der Rua Santa Catarina trinkt man Kaffee im Jugendstil. Abends füllt sich das Ausgehviertel rund um die Rua Galeria de Paris und die Rua Cândido dos Reis, während an der Ribeira die Bars mit Blick auf den Fluss locken.
Viertel & Strände
Rund um die Avenida dos Aliados und den Torre dos Clérigos schlägt das Herz der Baixa, das alte Miragaia und die steilen Gassen der Ribeira bilden das UNESCO-Welterbe am Wasser. Am Südufer reifen in Vila Nova de Gaia die Portweine.
Wer ans Meer will, nimmt die nostalgische Straßenbahn Linie 1 entlang des Douro bis Foz do Douro, wo der Fluss auf den Atlantik trifft. Wenige Minuten weiter nördlich laden die längeren Sandstrände und Fischrestaurants von Matosinhos zum Verweilen ein.
Häufige Fragen zu Porto
Wie viele Tage sollte man für Porto einplanen?
Zwei bis drei Tage reichen für die Ribeira, die Portweinkeller in Gaia und die wichtigsten Sehenswürdigkeiten. Für einen Tagesausflug ins Douro-Tal lohnt sich ein weiterer Tag.
Kann man in Porto Portwein verkosten?
Ja, das ist eines der Highlights. In Vila Nova de Gaia am Südufer des Douro bieten die großen Kellereien Führungen mit Verkostung an – eine Reservierung ist zur Hauptsaison empfehlenswert.
Wann ist die beste Reisezeit für Porto?
Mai bis September bietet das beständigste Wetter. Der Norden Portugals ist grüner und regnerischer als der Süden, weshalb sich die trockeneren Sommermonate besonders lohnen.