Portugal

Madeira

Mitten im Atlantik ragt Madeira als grüne Vulkaninsel auf: die Hauptstadt Funchal, endlose Levada-Wanderwege entlang alter Wasserkanäle und der Gipfelblick vom Pico do Arieiro – bei mildem Klima das ganze Jahr über.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die Hauptstadt Funchal liegt amphitheatralisch an der Südküste: mit historischer Altstadt (Zona Velha), farbenfroh bemalten Türen, dem Mercado dos Lavradores und der Standseilbahn hinauf nach Monte, von wo aus die traditionellen Korbschlitten (Carros de Cesto) den Berg hinabrasen. Über der Steilküste im Westen ragt der gläserne Skywalk Cabo Girão über einer der höchsten Klippen Europas.

Im bergigen Inselinneren führen Wege zum Pico do Arieiro, einem der höchsten Gipfel Madeiras, der bei klarer Sicht oft über einem Wolkenmeer thront. Von dort startet die spektakuläre Bergwanderung zum höchsten Punkt, dem Pico Ruivo.

Levadas & Natur

Madeiras Markenzeichen sind die Levadas: jahrhundertealte Wasserkanäle, die das Regenwasser vom feuchten Norden in den trockeneren Süden leiten. Entlang der Kanäle verlaufen sanfte Wanderwege, die durch Lorbeerwälder (Laurisilva, UNESCO-Welterbe), Schluchten und Tunnel führen.

Der Osten der Insel endet in der kargen Halbinsel Ponta de São Lourenço mit ihren rötlichen Felsformationen, im Norden liegen naturbelassene Meeresschwimmbecken wie in Porto Moniz. Vor der Küste lassen sich bei Bootstouren häufig Delfine und Wale beobachten.

Anreise & Fortbewegung

Madeira wird über den Flughafen Funchal (Cristiano Ronaldo) angeflogen, dessen auf Stelzen ins Meer gebaute Landebahn als technische Besonderheit gilt. Die Flugzeit ab Deutschland beträgt rund vier Stunden.

Auf der Insel ist ein Mietwagen praktisch, um die verstreuten Dörfer, Aussichtspunkte und Wanderstartpunkte zu erreichen – die Straßen sind allerdings steil und kurvig. Alternativ gibt es Busse und geführte Touren zu den beliebtesten Levadas und Gipfeln.

Essen & Wein

Madeiras Küche ist bodenständig und maritim: Espada com banana verbindet den tiefschwarzen Degenfisch mit gebratener Banane, die Espetada reiht Rindfleischwürfel auf einen Lorbeerholzspieß, und dazu gibt es stets das knusprige Fladenbrot Bolo do caco mit Knoblauchbutter.

Getrunken wird die Poncha, ein Mix aus Zuckerrohrschnaps, Zitronensaft und Honig, sowie der berühmte Madeirawein, den man in den alteingesessenen Weinlodges von Funchal verkostet. Tropische Früchte türmen sich im Mercado dos Lavradores.

Tagesausflüge & Dörfer

Im Norden liegen die naturbelassenen Meeresschwimmbecken von Porto Moniz und das grüne São Vicente, im Fischerort Câmara de Lobos malte einst Winston Churchill. In Santana stehen die strohgedeckten, bunten A-Häuschen, ein Wahrzeichen der Insel.

Über die zentrale Hochebene Paúl da Serra erreicht man einsame Wanderwege, und wer echten Sandstrand sucht, setzt per Fähre auf die Nachbarinsel Porto Santo über, deren rund neun Kilometer langer Goldstrand als einer der schönsten Portugals gilt.

Beste Reisezeit
April bis Oktober (ganzjährig mild)

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Häufige Fragen zu Madeira

Wann ist die beste Reisezeit für Madeira?

Madeira gilt als „Insel des ewigen Frühlings“ und ist dank mildem Klima ganzjährig ein gutes Ziel. Zum Wandern sind April bis Oktober am angenehmsten; im Winter bleibt es mild, in den Bergen kann es aber neblig und frisch werden.

Ist Madeira eine Badeinsel?

Nur bedingt. Madeira hat vor allem Kiesstrände und natürliche Meeresschwimmbecken wie in Porto Moniz; für klassischen Sandstrand-Urlaub setzt man eher auf die Nachbarinsel Porto Santo. Die Stärke Madeiras sind Wandern und Natur.

Braucht man auf Madeira ein Auto?

Ein Mietwagen ist praktisch, um Wanderstartpunkte und Aussichtsorte flexibel zu erreichen. Wer sich die steilen, kurvigen Straßen nicht zutraut, kommt mit Bussen und geführten Touren aber ebenfalls gut zurecht.