Tschechien

Prag

Die „Goldene Stadt“ an der Moldau vereint Karlsbrücke, Prager Burg und das Gassengewirr der Altstadt mit der astronomischen Uhr – eine der schönsten und günstigsten Metropolen Europas.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die Karlsbrücke mit ihren barocken Heiligenfiguren verbindet Altstadt und Kleinseite und ist am schönsten früh morgens, bevor die Menschenmengen kommen. Auf dem Altstädter Ring versammeln sich zu jeder vollen Stunde Schaulustige vor der astronomischen Uhr (Orloj), deren Apostelumzug seit dem 15. Jahrhundert läuft.

Hoch über der Stadt thront die Prager Burg (Hradschin) mit dem Veitsdom – das größte zusammenhängende Burgareal der Welt. Der Aufstieg lohnt sich für den Dom, die farbenfrohen Häuschen im Goldenen Gässchen und den Blick über die roten Dächer.

Die schönsten Viertel

Die Kleinseite (Malá Strana) unter der Burg ist das barocke Prag mit stillen Gassen, Palastgärten und der Nikolaus-Kirche. Auf der anderen Moldauseite liegt die belebte Altstadt (Staré Město) mit dem Jüdischen Viertel Josefov und seinen Synagogen.

Wer dem Trubel entkommen will, spaziert auf den Vyšehrad-Felsen mit Blick über die Moldau oder erkundet das aufstrebende Viertel Žižkov mit seinen Kneipen und dem markanten Fernsehturm.

Anreise & Fortbewegung

Vom Flughafen Václav Havel bringen Bus und Metro in gut 40 Minuten ins Zentrum. Aus Dresden und Berlin ist Prag bequem per EC-Zug erreichbar, günstige Fernbusse fahren aus vielen deutschen Städten.

In der Stadt kommt man mit dem dichten Netz aus Metro, Straßenbahn und zu Fuß hervorragend voran. Die historische Tram-Linie 22 fährt an vielen Sehenswürdigkeiten vorbei und ersetzt fast eine Stadtrundfahrt.

Essen, Bier & Ausgehen

Tschechien ist ein Bierland, und Prag ist sein Zentrum: In den traditionsreichen Wirtshäusern (Hospody) fließt gut gezapftes Pils von Pilsner Urquell und Budvar, dazu kommen zahllose Mikrobrauereien. Zur Küche gehören Svíčková (Rinderbraten in Rahmsauce), Gulasch und Vepřo-knedlo-zelo, Schweinebraten mit Knödeln und Sauerkraut.

Im Sommer trifft man sich in den Biergärten, etwa im Letná-Park mit Blick über die Moldau und die Brücken, oder am Flussufer Náplavka mit seinen Bars und Märkten. Der süße, über Kohlen gebackene Trdelník an den Ständen der Altstadt ist übrigens vor allem ein Touristen-Snack – echte Prager Klassiker findet man eher in den Wirtshäusern der Wohnviertel.

Umgebung & Tagesausflüge

Von Prag aus lohnen mehrere Tagesausflüge: Kutná Hora mit dem gotischen Barbara-Dom und dem berühmten Beinhaus von Sedlec (UNESCO) ist per Zug in gut einer Stunde erreichbar. Die trutzige Burg Karlštejn Kaiser Karls IV. liegt im Grünen südwestlich der Stadt und ist ein beliebtes Ziel für einen Halbtag.

Geschichtsinteressierte besuchen die Gedenkstätte Theresienstadt (Terezín) nördlich von Prag. Wer mehr Zeit hat, kombiniert die Hauptstadt mit dem südböhmischen Český Krumlov oder einer Wanderung in der „Böhmischen Schweiz“ mit ihren Sandsteinfelsen und dem berühmten Felsentor Pravčická brána.

Was kostet ein Städtetrip nach Prag?

Prag ist deutlich günstiger als westeuropäische Hauptstädte, aber im Zentrum inzwischen weit über tschechischem Durchschnitt. Wer eine Straße abseits des Altstädter Rings isst, zahlt oft die Hälfte.

Bezahlt wird in Kronen, nicht in Euro. Wechselstuben im Zentrum arbeiten mit schlechten Kursen und versteckten Gebühren — Abheben am Bankautomaten ohne dynamische Währungsumrechnung ist die verlässlichste Variante.

Ein verbreiteter Ärger sind Restaurants, die Beilagen und Gedeck separat berechnen. Die Speisekarte vorher lesen und im Zweifel nachfragen, bevor Brot oder Aufstriche auf dem Tisch landen.

Prag in zwei Tagen

Tag 1 – Burg und Kleinseite: Morgens die Prager Burg mit Veitsdom (früh, bevor die Gruppen kommen), danach über die Kleinseite hinunter zur Karlsbrücke. Nachmittags Kampa-Insel und Lennon-Mauer.

Tag 2 – Altstadt und Neustadt: Altstädter Ring mit Astronomischer Uhr, Jüdisches Viertel Josefov, dann Wenzelsplatz und das Tanzende Haus an der Moldau. Abends Vyšehrad für den Blick über die Stadt ohne Gedränge.

Die Karlsbrücke ist zwischen 10 und 18 Uhr sehr voll; vor 8 Uhr oder nach Sonnenuntergang hat man sie fast für sich.

Praktisches für Prag

Unterwegs: Das Zentrum ist kompakt und gut zu Fuß machbar, aber kopfsteingepflastert und hügelig. Tram 22 fährt die Strecke zur Burg hinauf und ist selbst schon eine kleine Stadtrundfahrt.

Taxis: Straßentaxis haben einen schlechten Ruf; Fahrdienst-Apps oder vom Lokal bestellte Wagen sind verlässlicher.

Beste Zeit: Mai/Juni und September für mildes Wetter, Ende November bis Weihnachten für die Märkte. Januar und Februar sind kalt, aber am günstigsten und leersten. Monatswerte in der Klimatabelle.

Tagesausflüge: Český Krumlov (etwa drei Stunden) und Karlsbad (gut zwei Stunden) lassen sich per Bus gut erreichen.

Beste Reisezeit
Mai/Juni & September

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Häufige Fragen zu Prag

Wie viele Tage sollte man für Prag einplanen?

Für die wichtigsten Highlights – Karlsbrücke, Prager Burg und Altstadt – reichen drei volle Tage. Wer auch Museen, das Jüdische Viertel und Ausflüge einplant, bleibt besser vier Tage.

Wann ist die beste Reisezeit für Prag?

Frühling (Mai/Juni) und Frühherbst (September) sind ideal: mild und weniger überlaufen. Zur Adventszeit verwandeln die Weihnachtsmärkte die Altstadt in eine besondere Kulisse.

Welche Tagesausflüge lohnen sich von Prag aus?

Gut erreichbar sind Kutná Hora mit dem Beinhaus von Sedlec, die Burg Karlštejn und die Gedenkstätte Theresienstadt. Für Naturfreunde lohnt die „Böhmische Schweiz“ mit ihren Sandsteinfelsen, für einen längeren Ausflug das südböhmische Český Krumlov.

Bezahlt man in Prag mit Euro?

Offiziell nein — die Währung ist die tschechische Krone. Manche Lokale nehmen Euro an, aber zu schlechten Kursen. Am günstigsten ist Abheben am Bankautomaten, ohne die angebotene Umrechnung in Euro zu akzeptieren.

Wann ist die Karlsbrücke am leersten?

Vor 8 Uhr morgens und nach Sonnenuntergang. Zwischen 10 und 18 Uhr ist sie durchgehend voll — im Sommer teils so sehr, dass man kaum stehenbleiben kann.

Wie viele Tage braucht man für Prag?

Zwei volle Tage reichen für Burg, Kleinseite, Altstadt und Josefov. Ein dritter Tag lohnt für Vyšehrad, ein Museum oder einen Ausflug nach Kutná Hora.