Vietnam

Hanoi

Vietnams Hauptstadt ist ein faszinierendes Gewirr aus engen Altstadtgassen, kolonialer Architektur und Seen – ein Ort, an dem Motorroller, Streetfood und tausendjährige Geschichte aufeinandertreffen.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Herzstück ist die Altstadt mit ihren 36 Gassen, die traditionell nach Handwerken und Waren benannt sind. Mittendrin liegt der Hoan-Kiem-See mit dem Ngoc-Son-Tempel, den man über die rot lackierte The-Huc-Brücke erreicht – morgens treffen sich hier Einheimische zum Tai-Chi.

Sehenswert sind außerdem das Ho-Chi-Minh-Mausoleum, der Literaturtempel als erste Universität des Landes und das lebhafte Wasserpuppentheater. Ein Hingucker (mit Vorsicht) ist die "Train Street", wo Züge dicht an den Cafés vorbeifahren.

Viertel & Umgebung

Die dicht gepackte Altstadt (Old Quarter) ist zum Bummeln, Essen und Feilschen. Südlich davon prägt das Französische Viertel breite Boulevards, das Opernhaus und elegante Kolonialbauten. Rund um den Westsee (Ho Tay) wird es entspannter, mit Cafés und Tempeln am Ufer.

Hanoi ist zugleich das Tor zum Norden: Von hier starten Touren zur Halong-Bucht, zur ruhigeren Bai Tu Long Bay und zu den Reisterrassen von Sapa und Ninh Binh ("Halong-Bucht an Land").

Streetfood & Ausgehen

Hanoi gilt als eine der besten Streetfood-Städte Asiens. Auf kleinen Plastikhockern löffelt man die klare Nudelsuppe Pho, dazu kommen Bun Cha (gegrilltes Schweinefleisch mit Reisnudeln), Banh Cuon und knusprige Banh Mi. Eine Erfindung der Stadt ist der Egg Coffee (Ca phe trung), ein cremiger Kaffee mit aufgeschlagenem Eigelb, den man in versteckten Cafés wie dem legendären Café Giang genießt.

Abends trifft man sich an der Bia-Hoi-Ecke rund um die Ta-Hien-Straße in der Altstadt, wo das frisch gezapfte, leichte Fassbier für wenig Geld ausgeschenkt wird. Wer es raffinierter mag, probiert Cha Ca, gebratenen Fisch mit Kurkuma und Dill – ein Gericht, dem sogar eine eigene Straße gewidmet ist.

Tagesausflüge

Hanoi ist das Tor zum Norden Vietnams. Der bekannteste Ausflug führt zur Halong-Bucht, doch mindestens ebenso lohnend ist Ninh Binh mit den Karstlandschaften von Tam Coc und Trang An (UNESCO), die man per Ruderboot durchquert – wegen der Kulisse oft „Halong-Bucht an Land“ genannt. Der Aufstieg zum Aussichtspunkt Hang Mua belohnt mit weitem Blick über die Reisfelder.

Weiter entfernt locken die Reisterrassen und Bergvölker rund um Sapa, erreichbar per Nachtzug oder Bus. Für einen halben Tag bietet sich das Keramikdorf Bat Trang an, wo man Töpferwaren kaufen und selbst formen kann.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Noi Bai (HAN) liegt rund 45 Minuten nördlich der Stadt; Flughafenbusse, Minivans und Taxis bringen einen ins Zentrum. Nach Süden verbinden Inlandsflüge und der Wiedervereinigungsexpress die weiteren Etappen der Reise.

Die Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Für längere Wege sind die App Grab (Auto oder Roller) und lokale Taxis am unkompliziertesten. Beim Überqueren der roller-gefluteten Straßen hilft eine einfache Regel: langsam und gleichmäßig gehen, nicht stehen bleiben.

Beste Reisezeit
Oktober bis April

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Häufige Fragen zu Hanoi

Wann ist die beste Reisezeit für Hanoi?

Der Norden ist von Oktober bis April am angenehmsten, mit trockenerem Wetter und milderen Temperaturen. Von Mai bis September wird es heiß und feucht mit häufigen Regenfällen.

Eignet sich Hanoi als Ausgangspunkt für die Halong-Bucht?

Ja, Hanoi ist der klassische Startpunkt. Zur Halong-Bucht sind es über die Autobahn nur noch etwa zweieinhalb Stunden, viele Kreuzfahrten holen die Gäste direkt vom Hotel ab.

Welche Tagesausflüge lohnen sich von Hanoi?

Neben der Halong-Bucht ist vor allem Ninh Binh mit den Karstlandschaften von Tam Coc und Trang An ein Höhepunkt. Für Reisterrassen und Bergvölker fährt man nach Sapa (per Nachtzug oder Bus), und wer nur wenig Zeit hat, besucht das nahe Keramikdorf Bat Trang.