Reiseziele

Vietnam

Von den Karstfelsen der Halong-Bucht über das quirlige Hanoi bis zu den Laternen von Hoi An und dem Trubel Saigons: Vietnam ist ein schmales Land mit enormer landschaftlicher und kulinarischer Vielfalt.

Warum Vietnam?

Vietnam zieht sich über mehr als 1.600 Kilometer entlang der Küste und wechselt dabei mehrfach das Gesicht: subtropischer Norden mit Reisterrassen und Bergen, ein schmales Zentrum mit Kaiserstädten und Stränden, ein tropischer Süden mit dem weitverzweigten Mekong-Delta.

Dazu kommen eine der spannendsten Küchen Asiens, herzliche Gastfreundschaft und Preise, die selbst preisbewusste Reisende überraschen. Eine Nord-Süd-Rundreise mit Wiedervereinigungsexpress, Nachtzug oder Inlandsflug ist ein Klassiker – zwei bis drei Wochen sind gut investiert.

Regionen und Städte

Im Norden liegt Hanoi mit seiner engen Altstadt und dem Hoan-Kiem-See, von dort geht es zur berühmten Halong-Bucht mit ihren tausenden Kalksteininseln und zu den Reisterrassen von Sapa. Das Zentrum punktet mit dem UNESCO-Städtchen Hoi An, der ehemaligen Kaiserstadt Hue und den Stränden bei Da Nang.

Der Süden dreht sich um Ho-Chi-Minh-Stadt (Saigon) – laut, modern und voller Geschichte – als Ausgangspunkt für die Cu-Chi-Tunnel und Bootstouren durchs Mekong-Delta. Wer Strand sucht, wird auf der Insel Phu Quoc fündig.

Beste Reisezeit für Vietnam

Weil das Land so lang ist, gibt es keine einzelne perfekte Reisezeit. Als Faustregel für eine Nord-Süd-Rundreise gelten März/April und Oktober/November – dann ist es fast überall angenehm und vergleichsweise trocken.

Der Norden (Hanoi, Halong) ist von Oktober bis April am schönsten, das Zentrum (Hoi An, Da Nang) von Februar bis August, während der Süden ganzjährig warm bleibt und seine Trockenzeit von Dezember bis April hat. Monatsgenaue Klimadaten findest du in unserem Reisezeit-Guide zu Vietnam.

Essen und Kultur

Vietnams Küche ist leicht, frisch und aromatisch: Pho (Nudelsuppe), Banh Mi (Baguette-Sandwich als Erbe der Kolonialzeit), Bun Cha und knusprige Frühlingsrollen. Der cà phê sữa đá – Eiskaffee mit gesüßter Kondensmilch – gehört zu jedem Tag dazu.

Prägend sind der Buddhismus, die Ahnenverehrung und die bewegte Geschichte des 20. Jahrhunderts, die in Museen und an Gedenkstätten sehr präsent ist. Bei Tempel- und Pagodenbesuchen gilt dieselbe Kleiderordnung wie in ganz Südostasien: Schultern und Knie bedecken.

Anreise & Fortbewegung

Wichtigste Drehkreuze sind Hanoi (Noi Bai, HAN) im Norden und Ho-Chi-Minh-Stadt (Tan Son Nhat, SGN) im Süden; ab Deutschland gibt es Direkt- und Umsteigeverbindungen in etwa 11 bis 14 Stunden. Zwischen Nord und Süd verbinden günstige Inlandsflüge, der Wiedervereinigungsexpress und Nachtbusse die Etappen.

In den Städten sind Grab (Taxi- und Roller-App) und zunehmend E-Roller praktisch. Beim Überqueren der von Mopeds gefluteten Straßen gilt: langsam und gleichmäßig gehen, dann fließt der Verkehr um einen herum.

Nord, Mitte, Süd — welches Vietnam?

Vietnam ist über 1.600 Kilometer lang und hat deshalb kein einheitliches Klima. Das ist der wichtigste Planungsfaktor: Während im Norden um Hanoi im Januar kühle 18 Grad herrschen, ist es im Süden um Ho-Chi-Minh-Stadt tropisch warm.

Norden: Hanoi, die Halong-Bucht und die Reisterrassen von Sapa. Beste Zeit Oktober bis April, wobei Januar und Februar im Bergland empfindlich kühl und diesig sein können.

Mitte: Hoi An und Hué mit kaiserlicher Geschichte und der besten Küche des Landes. Trockenste Zeit ist Februar bis August; im Oktober und November fällt hier der meiste Regen.

Süden: Ho-Chi-Minh-Stadt, Mekongdelta und Inseln wie Phú Quốc. Trockenzeit von Dezember bis April.

Praktisches für Vietnam

Einreise: Für touristische Aufenthalte gibt es ein E-Visum, das vorab online beantragt wird. Ausdruck oder digitale Kopie mitführen; der Reisepass muss noch sechs Monate gültig sein.

Unterwegs: Inlandsflüge sind günstig und sparen bei der Nord-Süd-Distanz viel Zeit. Nachtzüge und -busse sind eine erprobte Alternative, dauern aber deutlich länger.

Verkehr: In Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt herrscht dichter Rollerverkehr. Zum Überqueren der Straße gilt: gleichmäßig und vorhersehbar gehen, nicht stehenbleiben oder rennen — der Verkehr fließt um Fußgänger herum.

Gesundheit: Leitungswasser nicht trinken. Straßenküche ist meist unbedenklich, wenn viel Betrieb herrscht und frisch gekocht wird. Eine Auslandsreisekrankenversicherung mit Rücktransport gehört ins Gepäck.

Städte & Reiseziele in Vietnam

Beste Reisezeit
März/April & Oktober/November

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Häufige Fragen zu Vietnam

Wann ist die beste Reisezeit für Vietnam?

Für eine Rundreise durchs ganze Land eignen sich März/April und Oktober/November am besten. Der Norden ist von Oktober bis April ideal, das Zentrum von Februar bis August und der Süden ganzjährig warm mit Trockenzeit von Dezember bis April.

Wie viel Zeit sollte man für Vietnam einplanen?

Für eine klassische Nord-Süd-Route mit Hanoi, Halong-Bucht, Hoi An und Saigon sind zwei bis drei Wochen ideal. Wer nur eine Region bereist, kommt auch mit einer Woche gut aus.

Braucht man für Vietnam ein Visum?

Deutsche Reisende können für kurze Aufenthalte visumfrei einreisen oder nutzen das elektronische E-Visum, das online beantragt wird. Da sich die Regeln ändern können, prüfe die aktuellen Bestimmungen vor der Reise beim Auswärtigen Amt.

Wie kommt man in Vietnam von Nord nach Süd?

Am schnellsten mit Inlandsflügen, die günstig sind und die 1.600 Kilometer in gut zwei Stunden zurücklegen. Nachtzüge und -busse sind günstiger und ein Erlebnis, kosten aber deutlich mehr Zeit.