Vietnam

Ho-Chi-Minh-Stadt

Das früher Saigon genannte Ho-Chi-Minh-Stadt ist Vietnams wirtschaftliche Metropole – laut, modern und geschichtsträchtig, mit Kriegsmuseum, Kolonialbauten und dem Trubel des Ben-Thanh-Markts.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Bewegend und wichtig für das Verständnis des Landes ist das Kriegsmuseum (War Remnants Museum), das den Vietnamkrieg aus vietnamesischer Sicht dokumentiert. Nur wenige Schritte entfernt stehen der Wiedervereinigungspalast, die Kathedrale Notre-Dame aus der Kolonialzeit und das prachtvolle Zentralpostamt.

Zum Eintauchen in den Alltag gehört der Ben-Thanh-Markt mit Ständen von Textilien bis Streetfood. Abends füllt sich die Bui-Vien-Straße im Backpacker-Viertel, während sich über der Skyline Rooftop-Bars auftun.

Viertel & Ausflüge

District 1 ist das Zentrum mit den meisten Sehenswürdigkeiten, Hotels und Restaurants. Das Viertel Cholon (District 5) ist Saigons Chinatown mit lebhaften Pagoden und Großmärkten und lohnt einen Halbtag.

Beliebteste Ausflüge sind die Cu-Chi-Tunnel, das weitverzweigte Tunnelsystem aus der Kriegszeit rund eine Autostunde nordwestlich, sowie Bootstouren ins Mekong-Delta mit schwimmenden Märkten und Obstgärten – ideal als Tages- oder Übernachtungstour.

Streetfood & Nachtleben

Saigons Küche ist schnell, südlich-süß und vielfältig. Das lokale Signature-Gericht ist Com tam, gebrochener Reis mit gegrilltem Schweinefleisch, dazu kommen Banh mi (die Sandwich-Variante der Stadt), die Nudelsuppe Hu tieu und der herzhafte Pfannkuchen Banh xeo. Als Muntermacher darf ein Ca phe sua da, der starke Eiskaffee mit gesüßter Kondensmilch, nicht fehlen.

Abends verwandelt sich die Fußgängerzone Nguyen Hue in eine Flaniermeile, während in der Bui-Vien-Straße im Backpacker-Viertel das laute Nachtleben tobt. Über den Dächern reihen sich Rooftop-Bars mit Blick auf die Skyline, versteckte Cafés im alten Wohnblock „Chung cu cafe“ an der Nguyen Hue bieten dazu einen entspannteren Kontrast.

Mekong-Delta – Tor zum Süden

Südwestlich der Stadt beginnt das Mekong-Delta, die grüne „Reiskammer“ Vietnams aus Flussarmen, Obstgärten und Reisfeldern. Bei einer Bootstour mit dem Sampan gleitet man durch schmale Kanäle, besucht Fruchtplantagen und Werkstätten und probiert lokale Süßigkeiten – klassische Ausgangsorte sind My Tho und Ben Tre, bekannt für seine Kokosprodukte.

Wer mehr Zeit mitbringt, fährt weiter nach Can Tho zum berühmten schwimmenden Markt Cai Rang, der bei Sonnenaufgang am lebendigsten ist. Eine Übernachtung im Delta, etwa bei einem Homestay, lohnt sich mehr als eine gehetzte Tagestour.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Tan Son Nhat (SGN) liegt nur wenige Kilometer vom Zentrum entfernt und ist Vietnams größtes Drehkreuz. Nach Norden verbinden günstige Inlandsflüge, Züge und Nachtbusse die Etappen der Rundreise.

Im Zentrum kommt man vieles zu Fuß, für längere Strecken sind die App Grab (Auto oder Roller) und lokale Taxis am bequemsten. Wie überall in Vietnam gilt beim Überqueren der roller-dichten Straßen: ruhig und gleichmäßig gehen.

Beste Reisezeit
Dezember bis April

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Häufige Fragen zu Ho-Chi-Minh-Stadt

Heißt die Stadt nun Saigon oder Ho-Chi-Minh-Stadt?

Offiziell heißt sie seit 1976 Ho-Chi-Minh-Stadt, doch im Alltag – und für das zentrale District 1 – wird nach wie vor oft Saigon gesagt. Beide Namen sind gebräuchlich.

Wann ist die beste Reisezeit für Ho-Chi-Minh-Stadt?

Der Süden ist ganzjährig warm; am angenehmsten ist die Trockenzeit von Dezember bis April. Von Mai bis November fällt in der Regenzeit häufig nachmittags kräftiger, aber meist kurzer Regen.

Lohnt sich ein Ausflug ins Mekong-Delta?

Ja. Das Mekong-Delta gibt einen ganz anderen, ländlichen Eindruck von Vietnam mit Flusskanälen, Obstgärten und schwimmenden Märkten. Für einen ersten Blick genügt eine Tagestour nach My Tho oder Ben Tre; wer den Markt Cai Rang bei Can Tho im Morgenlicht erleben möchte, plant besser eine Übernachtung ein.