Bosnien und Herzegowina

Mostar

Mostar in der Herzegowina ist berühmt für die Stari Most, die anmutig geschwungene Alte Brücke über die türkisgrüne Neretva. Rings um sie herum bewahrt die osmanische Altstadt Basargassen, Moscheen und ein einzigartiges Flair.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Wahrzeichen und Herzstück ist die Stari Most, im 16. Jahrhundert von den Osmanen erbaut, 1993 im Krieg zerstört und 2004 originalgetreu wiederaufgebaut. Von ihr springen im Sommer waghalsige Brückenspringer rund 24 Meter in die Neretva – eine jahrhundertealte Tradition.

Rund um die Brücke schlängelt sich das Basarviertel Kujundžiluk mit Kupferwaren, Teppichen und Cafés. Die Koski-Mehmed-Pascha-Moschee bietet von ihrem Minarett einen der schönsten Blicke auf Brücke und Fluss.

Umgebung & Ausflüge

Mostar ist ein idealer Ausgangspunkt für die Herzegowina: In Blagaj klebt eine weiße Derwisch-Tekke direkt an der türkisblauen Quelle der Buna. Die breiten Wasserfälle von Kravice laden im Sommer zum Baden ein.

Auch das osmanische Festungsdorf Počitelj am Neretva-Ufer und der Wallfahrtsort Međugorje liegen in Reichweite. Alle Ziele lassen sich gut als Tagestouren von Mostar aus verbinden.

Essen & Ausgehen

Mostars Küche ist herzhaft osmanisch geprägt: Ćevapi (gegrillte Hackröllchen) mit Fladenbrot, gefüllte Paprika (Dolma), Burek aus Blätterteig und süßer Baklava gehören dazu. In den Lokalen entlang der Neretva und im Basar isst man mit Blick auf die Alte Brücke.

Zum Abschluss gehört ein bosnischer Kaffee, langsam aus dem Kupferkännchen (Džezva) serviert, dazu ein Stück Rahat-Lokum. Die Cafés im Basarviertel Kujundžiluk und am Flussufer sind der beste Ort, um das Treiben zu beobachten – am schönsten am Abend, wenn die Tagesgäste weg sind.

Praktische Tipps

Die Altstadt ist klein, doch das Kopfsteinpflaster der Brücke und der Gassen ist glatt poliert – festes Schuhwerk hilft. Im Hochsommer wird es im Neretva-Tal sehr heiß; ein Besuch am frühen Morgen oder am Abend ist angenehmer und ruhiger.

Viele kommen nur als Tagesgäste von der kroatischen Küste oder aus Sarajevo; wer übernachtet, erlebt die Altstadt fast für sich allein. Bezahlt wird mit der Konvertiblen Mark (KM), in vielen Läden wird auch der Euro akzeptiert – Kartenzahlung ist verbreitet, für kleine Stände ist Bargeld praktisch.

Anreise & Fortbewegung

Von Sarajevo führt eine besonders schöne Bahn- und Busstrecke entlang der Neretva nach Mostar; die Fahrt dauert rund zwei bis drei Stunden. Auch von der kroatischen Küste (Split, Dubrovnik) ist Mostar per Bus oder Mietwagen gut erreichbar.

Die Altstadt ist kompakt und wird zu Fuß erkundet – festes Schuhwerk hilft auf dem glatten Kopfsteinpflaster der Brücke. Im Hochsommer wird es im Neretva-Tal sehr heiß, ein Besuch am Morgen oder Abend ist angenehmer.

Beste Reisezeit
Mai, Juni & September/Oktober

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Häufige Fragen zu Mostar

Was hat es mit den Brückenspringern in Mostar auf sich?

Seit Jahrhunderten springen mutige Einheimische von der rund 24 Meter hohen Stari Most in die Neretva. Der Sprung gilt als Mutprobe und wird heute vor allem in den Sommermonaten für Zuschauer gezeigt.

Kann man Mostar als Tagesausflug besuchen?

Ja, viele kommen als Tagestour von der kroatischen Küste oder aus Sarajevo. Für die entspannte Altstadt-Atmosphäre nach Abreise der Tagesgäste lohnt sich aber eine Übernachtung.

Wann ist die beste Reisezeit für Mostar?

Am angenehmsten sind Mai/Juni und September/Oktober mit mildem Wetter. Der Hochsommer im Neretva-Tal ist sehr heiß – dann lohnt ein Besuch früh morgens oder abends, und die Wasserfälle von Kravice laden zum Abkühlen ein.