Highlights & Sehenswürdigkeiten
Das historische Zentrum Pelourinho ist ein UNESCO-Welterbe: ein Labyrinth aus kopfsteingepflasterten Gassen, pastellfarbenen Barockhäusern und prächtigen Kirchen wie der golden schimmernden Igreja de São Francisco. Die Oberstadt und die tiefer gelegene Unterstadt verbindet der historische Aufzug Elevador Lacerda.
Salvador ist die Wiege der afrobrasilianischen Kultur: Überall hört man die Trommeln von Gruppen wie Olodum, an den Plätzen wird Capoeira getanzt, und die Candomblé-Religion prägt das Alltagsleben. Die Karnevalstage der Stadt gelten als einer der größten Straßenkarnevals der Welt.
Viertel & Strände
Neben dem historischen Pelourinho ziehen die langen Stadtstrände wie Porto da Barra und der Leuchtturm Farol da Barra an der Landspitze viele Besucher an. Von hier reihen sich die Strände entlang der Atlantikküste aneinander.
Von Salvador aus lassen sich Ausflüge zur Halbinsel Morro de São Paulo mit ihren autofreien Traumstränden oder ins Landesinnere zum Wander- und Wasserfallgebiet Chapada Diamantina unternehmen.
Anreise & Fortbewegung
Salvador hat einen internationalen Flughafen (SSA) und ist von den Metropolen des Südens per Inlandsflug in gut zwei Stunden erreichbar. Direktflüge aus Europa sind seltener, meist reist man über São Paulo oder Rio an.
Das historische Zentrum erkundet man am besten zu Fuß, sollte dabei aber auf Wertsachen achten und abends belebte Wege wählen. Für längere Strecken und Strandausflüge sind Taxis oder Fahrdienst-Apps die bequemste Wahl.
Essen & bahianische Küche
Bahia hat die eigenständigste Küche Brasiliens, geprägt von westafrikanischen Wurzeln und dem roten Palmöl Dendê. Das Straßengericht schlechthin ist Acarajé: frittierte Bohnenbällchen, gefüllt mit Garnelenpaste (Vatapá) und Salat, verkauft von den weiß gekleideten Baianas. Als warmes Hauptgericht gilt die Moqueca, ein Fisch- oder Meeresfrüchte-Eintopf mit Kokosmilch und Koriander.
Süßes gibt es als Cocada aus Kokos, dazu frische Tropenfrüchte und den Zuckerrohrschnaps Cachaça in der Caipirinha. Frisch und authentisch isst man an den Marktständen ebenso wie in den Restaurants des Viertels Rio Vermelho.
Rio Vermelho & weitere Viertel
Das Bohème-Viertel Rio Vermelho ist Salvadors Zentrum für Nachtleben und Livemusik – hier steht auch der berühmte Acarajé-Stand da Dinha, und Anfang Februar feiert die Stadt hier zu Ehren der Meeresgöttin das Fest Iemanjá. In der Unterstadt lockt der Kunsthandwerksmarkt im historischen Mercado Modelo.
Etwas außerhalb liegt die Kirche Igreja do Bonfim, das wichtigste Wallfahrtsziel der Stadt, deren Gitter voller bunter Wunschbänder (Fitas) hängen. Für einen Strandtag fahren viele nach Norden zum ruhigeren Praia do Forte mit seinem Meeresschildkröten-Projekt.
Häufige Fragen zu Salvador
Was macht Salvador besonders?
Salvador gilt als Hauptstadt der afrobrasilianischen Kultur: In der bunten Kolonialaltstadt Pelourinho verbinden sich Trommelmusik, Capoeira, die Candomblé-Religion und die würzige Bahia-Küche zu einer ganz eigenen Atmosphäre.
Wann sollte man Salvador besuchen?
Am sonnigsten und wärmsten ist es von September bis März. Wer den berühmten Straßenkarneval erleben möchte, reist im Februar oder März an – dann ist die Stadt allerdings voll und deutlich teurer.
Was sollte man in Salvador unbedingt essen?
Unbedingt probieren sollte man Acarajé, frittierte Bohnenbällchen mit Garnelenpaste von den Baianas-Ständen, sowie die Moqueca, einen Fisch- oder Meeresfrüchte-Eintopf mit Kokosmilch und Palmöl. Die bahianische Küche gilt als die eigenständigste des Landes.