Warum Brasilien so vielfältig ist
Brasilien ist mit Abstand das größte Land Südamerikas und passt kaum in eine einzige Reise: allein die Küste zieht sich über mehr als 7.000 Kilometer, dazu kommen der Amazonas-Regenwald im Norden, das Feuchtgebiet Pantanal im Westen und die Millionenstädte des Südostens.
Wer zum ersten Mal kommt, verbindet meist Rio de Janeiro mit ein paar Stränden im Nordosten oder einem Abstecher zu den Iguaçu-Wasserfällen. Für Natur- und Tierbeobachtung lohnen sich Amazonas und Pantanal, für Kultur und Musik der Nordosten rund um Salvador und Recife.
Die schönsten Regionen und Städte
Rio de Janeiro ist die Postkarten-Metropole: Zuckerhut, Christusstatue auf dem Corcovado und die Strände von Copacabana und Ipanema. São Paulo ist das wirtschaftliche und kulturelle Kraftzentrum mit exzellenten Museen, Restaurants und einem Nachtleben, das nie schläft.
Der Nordosten rund um Salvador da Bahia steht für afrobrasilianische Kultur, das koloniale Viertel Pelourinho und lange Kokospalmen-Strände. Im Süden markieren die Iguaçu-Wasserfälle die Grenze zu Argentinien, während Amazonas (mit dem Tor Manaus) und das Pantanal die besten Adressen für Wildtiere sind – von Flussdelfinen bis zu Jaguaren.
Beste Reisezeit für Brasilien
Brasilien liegt größtenteils auf der Südhalbkugel, die Jahreszeiten sind also umgekehrt. Der brasilianische Sommer (Dezember bis März) ist Hauptsaison für Strand und Karneval, aber im Südosten heiß und schwül und im Amazonasgebiet sehr regenreich.
Für Städtereisen und Rundreisen sind die trockeneren, kühleren Monate Mai bis September oft angenehmer. Im Pantanal ist die Trockenzeit (Juli bis Oktober) die beste Zeit für Tierbeobachtungen, weil sich die Tiere an den verbliebenen Wasserstellen sammeln.
Küche, Musik und Lebensgefühl
Essen ist in Brasilien Gemeinschaftssache: Der Bohneneintopf Feijoada, gegrilltes Fleisch im Churrasco-Stil und im Nordosten die Kokos- und Palmöl-Küche Bahias (Moqueca, Acarajé) prägen die Tafeln. Dazu gehören ein eiskaltes Bier und der Nationalcocktail Caipirinha aus Cachaça, Limette und Zucker.
Musik ist überall – Samba und Bossa Nova aus Rio, Axé und Forró aus dem Nordosten. Der Karneval ist das bekannteste Fest, aber auch abseits davon wird auf Straßen und in Bars getanzt.
Anreise & Fortbewegung
Von Deutschland gibt es Direktflüge nach São Paulo und Rio de Janeiro (rund elf bis zwölf Stunden); von dort erreicht man alle Landesteile per Inlandsflug. Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage brauchen deutsche Staatsangehörige kein Visum.
Wegen der enormen Entfernungen ist das Flugzeug innerhalb Brasiliens das Hauptverkehrsmittel – Busfahrten zwischen Regionen dauern schnell einen ganzen Tag. In den Städten empfiehlt sich für Wege in der Nacht ein Taxi oder eine Fahrdienst-App statt langer Fußwege durch unbekannte Viertel.
Städte & Reiseziele in Brasilien
Rio de Janeiro
São Paulo
Salvador
Häufige Fragen zu Brasilien
Wann ist die beste Reisezeit für Brasilien?
Für Strand und Karneval ist der brasilianische Sommer (Dezember bis März) ideal, allerdings heiß und teuer. Für Städtereisen und Rundreisen sind die kühleren, trockeneren Monate Mai bis September oft angenehmer, im Pantanal ist die Trockenzeit Juli bis Oktober am besten für Tierbeobachtungen.
Brauchen deutsche Urlauber ein Visum für Brasilien?
Für touristische Aufenthalte bis 90 Tage benötigen deutsche Staatsangehörige kein Visum. Der Reisepass sollte bei der Einreise noch ausreichend gültig sein.
Wie bewegt man sich in Brasilien fort?
Wegen der großen Entfernungen ist das Flugzeug das wichtigste Verkehrsmittel zwischen den Regionen; ein gut ausgebautes Inlandsflugnetz verbindet alle größeren Städte. Fernbusse sind günstig, aber oft sehr zeitaufwendig.