Highlights & Sehenswürdigkeiten
Johannesburg – von Einheimischen kurz "Joburg" oder "Jozi" genannt – ist keine klassische Postkartenstadt, sondern eine lebendige, sich ständig wandelnde Metropole. Das Apartheid-Museum erzählt eindringlich und chronologisch die Geschichte der Rassentrennung und ist der wichtigste Ausgangspunkt, um das Land zu verstehen.
Im wiederbelebten Viertel Maboneng und im Kulturquartier Newtown finden sich Galerien, Cafés und Streetart. Das Constitution Hill, ein ehemaliges Gefängnisareal und heute Sitz des Verfassungsgerichts, verbindet Geschichte und junges Südafrika auf eindrucksvolle Weise.
Soweto & Umgebung
Ein Besuch von Soweto (South Western Townships) gehört zu jeder Johannesburg-Reise. Hier stehen das Hector-Pieterson-Museum, das an den Schüleraufstand von 1976 erinnert, und die Vilakazi Street – die einzige Straße der Welt, in der mit Nelson Mandela und Desmond Tutu zwei Friedensnobelpreisträger gewohnt haben.
Geführte Touren, oft von Einheimischen, machen den Besuch informativ und respektvoll. Rund 50 Kilometer nordwestlich liegt die Cradle of Humankind, eine UNESCO-Welterbestätte mit Höhlen und bedeutenden Fossilienfunden der frühen Menschheitsgeschichte.
Anreise & Fortbewegung
Der O. R. Tambo International Airport ist das größte Drehkreuz des südlichen Afrika und wird ab Deutschland direkt angeflogen – für viele beginnt hier die Südafrika-Rundreise oder der Anschluss zum Krüger-Nationalpark. Der moderne Gautrain verbindet Flughafen, Sandton und Pretoria zuverlässig.
Innerhalb der weitläufigen Stadt bewegt man sich am besten mit Fahrdiensten oder im Rahmen geführter Touren fort. Auf Sicherheit sollte man in Joburg besonders achten: Wertsachen nicht offen zeigen und bestimmte Innenstadtbereiche nur mit ortskundiger Begleitung besuchen.
Viertel, Essen & Ausgehen
Johannesburg hat eine kreative, sich wandelnde Szene: Im wiederbelebten Maboneng und im Studentenviertel Braamfontein reihen sich Galerien, Cafés und Rooftop-Bars, samstags lockt der Neighbourgoods Market. Das bohemische Melville ist bekannt für seine Bars, während Sandton mit dem Nelson Mandela Square für gehobenes Einkaufen steht.
Kulinarisch dreht sich vieles ums Grillen: Beim Braai und beim Shisa Nyama in Soweto isst man Boerewors und gegrilltes Fleisch, dazu Pap (Maisbrei). Auch das indisch geprägte Bunny Chow – ausgehöhltes Brot mit Curry – gehört zu den Klassikern der südafrikanischen Küche.
Umgebung & Tagesausflüge
Die Regierungsstadt Pretoria mit den Union Buildings, dem Voortrekker Monument und den im Frühjahr blühenden Jacaranda-Bäumen ist per Gautrain in unter einer Stunde erreichbar und ein ruhigerer Kontrast zum geschäftigen Joburg.
Für viele ist Johannesburg zudem das Tor zum Krüger-Nationalpark, der per Inlandsflug oder in rund vier bis fünf Autostunden erreichbar ist. Wer weniger Zeit hat, besucht den nahen Lion & Safari Park, wo sich in kurzer Zeit Löwen und andere Wildtiere beobachten lassen.
Häufige Fragen zu Johannesburg
Lohnt sich ein Aufenthalt in Johannesburg?
Ja, vor allem, um Südafrikas Geschichte zu verstehen. Das Apartheid-Museum, Soweto und Constitution Hill machen die Stadt zu einem wichtigen kulturellen und historischen Stopp – auch wenn viele sie nur als Anreisepunkt zum Krüger-Nationalpark nutzen.
Wie sicher ist Johannesburg für Reisende?
Johannesburg hat eine höhere Kriminalitätsrate als touristische Orte wie Kapstadt. Mit den üblichen Vorsichtsmaßnahmen – Fahrdienste statt Fußwege bei Dunkelheit, keine offen getragenen Wertsachen, geführte Township-Touren – lässt sich die Stadt aber gut besuchen.
Was sind lohnende Tagesausflüge ab Johannesburg?
Beliebt sind die Cradle of Humankind mit ihren Fossilienhöhlen und die Regierungsstadt Pretoria mit den Union Buildings, per Gautrain schnell erreichbar. Johannesburg ist zudem der klassische Ausgangspunkt für Safaris im Krüger-Nationalpark.