Ägypten

Kairo

Die Megacity am Nil vereint die Pyramiden von Gizeh, die Schätze der Pharaonen und einen der ältesten Basare der arabischen Welt – laut, lebendig und geschichtsträchtig zugleich.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Am Stadtrand von Gizeh erheben sich die drei großen Pyramiden und die Sphinx – das einzige noch erhaltene der antiken Weltwunder. Früh am Morgen ist der Andrang geringer und das Licht am schönsten. Das neue Grand Egyptian Museum in Gizeh zeigt tausende Funde, darunter den kompletten Schatz des Tutanchamun.

In der Innenstadt lohnt das klassische Ägyptische Museum am Tahrir-Platz, das islamische Kairo mit seinen Moscheen und die Zitadelle des Saladin mit der Muhammad-Ali-Moschee. Der überdachte Basar Chan el-Chalili ist der beste Ort für Gewürze, Kupferwaren und einen Tee in einem der alten Cafés.

Viertel & Umgebung

Das koptische Kairo (Alt-Kairo) mit der Hängenden Kirche und die Zitadelle geben Einblick in die religiöse Vielfalt der Stadt. Der Stadtteil Zamalek auf einer Nilinsel ist grüner und ruhiger, mit Cafés, Galerien und Blick auf den Fluss.

Wer mehr Zeit hat, verbindet Kairo mit einem Tagesausflug nach Sakkara mit der berühmten Stufenpyramide und nach Memphis, der einstigen Hauptstadt des Alten Reichs, nur eine kurze Fahrt südlich der Stadt.

Essen & Ausgehen

Kairos Küche ist deftig und günstig: Nationalgericht ist Koshari, eine Mischung aus Reis, Nudeln, Linsen und Kichererbsen mit Tomatensauce und Röstzwiebeln. Dazu kommen Ful (Bohnenmus) und Ta'meya (Falafel aus Saubohnen) zum Frühstück sowie gegrilltes Fleisch wie Kebab und Kofta in den Grilllokalen.

Ein Erlebnis ist ein Tee oder türkischer Kaffee im traditionsreichen Café El Fishawi im Basar Chan el-Chalili. Zum Abschluss lockt Süßes wie Basbousa oder Umm Ali. Am Nil bieten Feluken-Segelboote bei Sonnenuntergang eine ruhige Auszeit vom Trubel der Millionenstadt.

Praktische Tipps

Kairo ist laut, dicht und riesig – etwas Gelassenheit hilft. Für die Pyramiden lohnt sich ein früher Start, sowohl wegen der Hitze als auch wegen des Andrangs. An religiösen Stätten ist angemessene Kleidung wichtig; für Moscheen sind bedeckte Schultern und Beine Pflicht.

Der Verkehr ist chaotisch, feste Taxipreise gibt es kaum – Fahrdienste per App sind meist bequemer und transparenter. Ein kleines Trinkgeld (Bakschisch) wird vielerorts erwartet. Leitungswasser trinkt man besser nicht; Wasser aus Flaschen ist überall erhältlich.

Anreise & Fortbewegung

Der internationale Flughafen Kairo (CAI) wird ab Deutschland direkt in rund viereinhalb Stunden angeflogen. Vom Flughafen ins Zentrum nimmt man am besten ein vorab vereinbartes Taxi oder einen Hotel-Transfer.

In der Millionenstadt ist der Verkehr dicht; die Metro ist günstig und schnell und hat eigene Waggons für Frauen. Für Gizeh, Sakkara und die Basare sind ein Fahrer für den Tag oder eine geführte Tour oft die entspannteste Wahl.

Beste Reisezeit
Oktober bis April

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Häufige Fragen zu Kairo

Wie viele Tage sollte man für Kairo einplanen?

Für Pyramiden, Museum und Altstadt sollte man mindestens drei volle Tage einplanen. Wer auch Sakkara und Memphis sehen möchte, plant besser einen vierten Tag ein.

Wann ist die beste Reisezeit für Kairo?

Am angenehmsten sind die kühleren Monate von Oktober bis April. Im Hochsommer wird es sehr heiß, was Besuche der Pyramiden und Basare anstrengend macht.

Sind die Pyramiden von Gizeh von Kairo aus leicht erreichbar?

Die Pyramiden liegen am Rand von Gizeh, rund 15 Kilometer vom Zentrum entfernt. Am einfachsten fährt man mit einem Fahrdienst per App, einem Taxi für den halben Tag oder im Rahmen einer geführten Tour hin – ein Fußweg ist wegen Entfernung und Verkehr nicht praktikabel.