Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Habana Vieja, die UNESCO-Altstadt, ist das Herz der Stadt: koloniale Plätze wie die Plaza Vieja und die Plaza de la Catedral, herrschaftliche Paläste und schmale Gassen laden zum Flanieren ein. Das Kapitol ('El Capitolio') gleicht dem Washingtoner Vorbild.
Entlang der Uferpromenade Malecón schlägt der Puls Havannas, besonders zum Sonnenuntergang. Eine Fahrt im Cabrio-Oldtimer, ein Cocktail in einer der Hemingway-Bars (La Bodeguita del Medio, El Floridita) und die farbenfrohe Gasse Callejón de Hamel gehören zum Pflichtprogramm.
Viertel & Umgebung
Neben der Altstadt lohnt Centro Habana mit seinem ungeschminkten Alltag und das elegantere Vedado mit dem Revolutionsplatz, dem Hotel Nacional und der Universität. Über die Bucht wacht die Festung Morro-Cabaña, wo allabendlich die Kanonenzeremonie stattfindet.
Für einen Tagesausflug bietet sich der Badeort Playas del Este östlich der Stadt an, ebenso Hemingways ehemaliges Wohnhaus Finca Vigía im Vorort San Francisco de Paula.
Anreise & Fortbewegung
Der Flughafen José Martí (HAV) liegt rund 15 Kilometer südlich des Zentrums; man erreicht die Stadt per Taxi. Direktflüge aus Deutschland dauern etwa zehn bis elf Stunden.
Die Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Für längere Strecken nutzt man Sammeltaxis ('Colectivos'), klassische Oldtimer-Taxis oder die Touristenbusse; ein Mietwagen lohnt vor allem für Ausflüge ins Umland.
Musik & Ausgehen
Havanna ist eine Stadt der Musik: In den Bars der Altstadt und auf den Plätzen wird live Son und Salsa gespielt, weltbekannt geworden durch den Buena Vista Social Club. Wer tanzen möchte, findet in der Casa de la Música oder unter freiem Himmel schnell Anschluss.
Ein moderner Kontrast ist die Fábrica de Arte Cubano (FAC), ein Kulturzentrum in einer alten Fabrik mit Ausstellungen, Konzerten und Bars – abends einer der angesagtesten Treffpunkte der Stadt. Für Show-Freunde gibt es das traditionsreiche Freiluft-Cabaret Tropicana.
Essen & praktische Tipps
Am besten isst man in den privat geführten Restaurants, den Paladares, wo kubanische Klassiker wie Ropa Vieja und Reis mit schwarzen Bohnen (Moros y Cristianos) serviert werden. Dazu gehören ein Mojito oder Daiquirí – beide in Havanna erfunden.
Wichtig für die Reise: In Kuba zahlt man als Tourist fast alles in bar, und Kreditkarten von US-Banken funktionieren nicht. Es empfiehlt sich, ausreichend Bargeld (etwa Euro) mitzubringen und vor Ort zu tauschen; eine stabile Internetverbindung ist nicht überall gegeben.
Häufige Fragen zu Havanna
Wie viele Tage sollte man für Havanna einplanen?
Für die Altstadt, den Malecón und die wichtigsten Viertel sollte man mindestens zwei bis drei Tage einplanen. Mit Tagesausflügen ins Umland oder nach Viñales gern länger.
Wo übernachtet man in Havanna am besten?
Sehr beliebt sind private Unterkünfte ('Casas particulares'), die authentisch und oft zentral in oder nahe der Altstadt liegen. Daneben gibt es historische Hotels wie das Hotel Nacional im Stadtteil Vedado.
Kann man in Havanna mit Kreditkarte zahlen?
Nur eingeschränkt. Als Tourist zahlt man in Kuba fast alles in bar, und Karten von US-amerikanischen Banken werden nicht akzeptiert. Am besten bringt man genügend Bargeld – etwa Euro – mit und tauscht es vor Ort in die Landeswährung.