Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Ġgantija-Tempel bei Xagħra gehören zu den ältesten freistehenden Bauwerken der Welt – rund 5.600 Jahre alt und damit älter als Stonehenge und die Pyramiden. Als UNESCO-Welterbe sind sie das kulturelle Herzstück der Insel.
Im Norden leuchtet die Ramla Bay mit ihrem rotgoldenen Sand, einer der schönsten Naturstrände Maltas. Über der Bucht liegt die Calypso-Höhle, die der Sage nach Schauplatz von Homers Odyssee war.
Victoria und die Cittadella
Im Zentrum der Insel thront Victoria (auf Maltesisch Rabat) mit der befestigten Cittadella, einer kompakten Zitadelle auf einem Hügel. Von ihren Mauern reicht der Rundblick über ganz Gozo bis zum Meer.
Unterhalb der Festung liegt das lebendige Städtchen mit der barocken Basilika St. George und dem It-Tokk, dem zentralen Marktplatz. Hier lässt sich der Alltag der Gozitaner am besten in einem der Cafés beobachten.
Anreise & Fortbewegung
Nach Gozo gelangt man mit der Autofähre von Ċirkewwa im Norden Maltas nach Mġarr, die Überfahrt dauert rund 25 Minuten. Alternativ verkürzt der schnelle Personen-Katamaran ab Valletta die Anreise deutlich.
Auf Gozo selbst ist ein Mietwagen praktisch, da die Sehenswürdigkeiten verstreut liegen und das Busnetz dünner ist als auf der Hauptinsel. Für einen Tagesausflug bringen aber auch Hop-on-Hop-off-Busse ab Mġarr zu den wichtigsten Zielen.
Baden & Natur
Gozo ist bei Tauchern und Schnorchlern beliebt: Rund um Dwejra an der Westküste liegen das Inland Sea, ein durch einen Tunnel mit dem Meer verbundenes Binnengewässer, und der Tauchspot Blue Hole. Das einst berühmte Azure Window ist 2017 eingestürzt, die Unterwasserwelt ist jedoch weiterhin spektakulär.
Zum Baden locken neben der rotgoldenen Ramla Bay die schmale Felsbucht Wied il-Għasri und die Bucht von San Blas. Bei Marsalforn liegen die fotogenen Salzpfannen von Xwejni, wo bis heute Meersalz gewonnen wird.
Essen & Ausgehen
Gozos Küche ist ländlich und ehrlich. Bekannt sind die Ftira, ein gozitanisches Fladenbrot, die kleinen Frischkäse Ġbejniet aus Schaf- oder Ziegenmilch und der Kanincheneintopf (Fenkata), Maltas Nationalgericht. Dazu passt ein Glas gozitanischer Wein.
Am lebendigsten isst man in den Hafenorten Marsalforn und Xlendi, wo die Fischrestaurants direkt am Wasser liegen. Gozitanischer Honig und sonnengetrocknete Tomaten sind beliebte Mitbringsel.
Häufige Fragen zu Gozo
Lohnt sich für Gozo eine Übernachtung?
Ja. Zwar ist ein Tagesausflug ab Malta möglich, doch Gozo entfaltet seinen ruhigen Reiz erst am Abend und früh morgens, wenn die Tagesgäste weg sind. Für Tempel, Cittadella und Strände lohnen sich ein bis zwei Übernachtungen.
Wie kommt man von Malta nach Gozo?
Vom Fährhafen Ċirkewwa im Norden Maltas fährt regelmäßig die Autofähre nach Mġarr auf Gozo, die Überfahrt dauert etwa 25 Minuten. Bezahlt wird das Ticket erst bei der Rückfahrt von Gozo.
Wie bewegt man sich auf Gozo fort?
Am flexibelsten ist ein Mietwagen, da die Sehenswürdigkeiten verstreut liegen und das Busnetz dünner ist als auf der Hauptinsel. Alle Linien laufen in Victoria zusammen; für einen Tagesbesuch fahren zudem Hop-on-Hop-off-Busse ab dem Fährhafen Mġarr.