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Südeuropa

Von den Kykladen bis zur Algarve: Südeuropa ist die Urlaubsregion der Deutschen schlechthin – mit warmem Meer, langer Saison und einer Nebensaison, die oft die schönere Reisezeit ist.

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Südeuropa ist für viele der Inbegriff von Urlaub: warmes Meer, lange Abende, Essen, das nach Sonne schmeckt. Die Region reicht von der portugiesischen Atlantikküste über Spanien, Italien und die kroatische Adria bis nach Griechenland und Zypern – acht Länder, die sich Klima und Saison weitgehend teilen.

Genau das macht die Planung einfacher, als sie aussieht: Wer weiß, wie sich Vor- und Nachsaison am Mittelmeer verhalten, kann fast jedes Ziel der Region zeitlich richtig legen. Die Faustregel: Das Meer braucht bis Juni, um sich aufzuwärmen, hält die Wärme dafür bis in den Oktober. Städte wie Rom, Sevilla oder Athen sind im Hochsommer dagegen unangenehm heiß und im Frühling deutlich schöner.

Der zweite große Vorteil: die Nähe. Mallorca, die Adria oder die Algarve sind in zwei bis drei Flugstunden erreichbar, Slowenien und Istrien liegen sogar in Autoreichweite. Wer die Reise vom Monat her denkt statt vom Ziel, findet im Reisekalender den passenden Einstieg.

Beste Reisezeit in Südeuropa
Mai/Juni und September/Oktober – warm genug zum Baden, ohne Hitze und Hochsaisonpreise

Die Länder Südeuropas im Charakter

Italien ist das Land der Kulturstädte und Regionen mit eigenem Rhythmus: Rom für Antike, Florenz für Renaissance und Toskana, Venedig für die Lagune. Spanien deckt die größte Bandbreite ab – von Barcelona und Madrid über Andalusien mit Sevilla und Granada bis zu den Küsten bei Málaga und Valencia.

Griechenland ist die Inselregion der Region: Kreta und Rhodos für lange Saison und Vielfalt, Santorin und Mykonos für die Kykladen-Postkarte, Korfu für grünes Ionisches Meer. Kroatien punktet mit klarem Wasser und kurzen Wegen: Dubrovnik, Split und die istrischen Städtchen Rovinj und Pula.

Portugal liegt am Atlantik und tickt dadurch anders: kühleres Wasser, mehr Wind, dafür Surf und eine Saison, die an der Algarve spät endet. Malta und Zypern haben die längste Badesaison der Region, Slowenien die grünste Variante – Alpen, Bled und ein kurzer Küstenstreifen bei Piran.

Wann ist die beste Reisezeit für Südeuropa?

Für Badeurlaub sind Juni bis Anfang Oktober die verlässlichsten Monate. Das Mittelmeer erreicht im Juni etwa 22 bis 24 Grad, im August 25 bis 28 – und bleibt im September und teils im Oktober noch angenehm warm, weil sich Wasser langsamer abkühlt als die Luft. Deshalb ist der September für viele die beste Woche des Jahres: warmes Meer, leerere Strände, niedrigere Preise.

Für Städtereisen und Wanderungen gilt das Gegenteil des Hochsommers: April, Mai, September und Oktober sind angenehm, Juli und August im Landesinneren – Andalusien, Rom, Athen – regelmäßig über 35 Grad. Wer im Hochsommer reist, plant Besichtigungen auf den frühen Vormittag und den Abend.

Im Winter bleibt Südeuropa bereisbar, nur eben anders: Malta, Zypern, die Algarve und Sizilien haben milde 15 bis 18 Grad, viele Inselhotels und Fähren pausieren dagegen von November bis März. Wie warm es Monat für Monat wirklich wird, zeigen die Klimatabellen zu Griechenland, Kroatien, Italien und Spanien.

Inseln oder Festland?

Inseln bedeuten mehr Meer, weniger Ablenkung und eine klarere Saison: Auf den Kykladen, Malta oder Madeira dreht sich fast alles um Wasser, Wandern und Essen. Der Preis dafür sind Fährfahrten, Wind – auf den Kykladen bläst der Meltemi im Juli und August kräftig – und eine kurze Nebensaison, in der viele Betriebe schließen.

Das Festland ist flexibler: Von der istrischen Küste sind es zwei Stunden nach Ljubljana, von der Algarve drei nach Lissabon, von Barcelona zwei nach Valencia. Wer Kultur und Strand kombinieren möchte oder mit dem Auto anreist, fährt auf dem Festland besser. Für die erste Reise mit Kindern ist ein Ziel ohne Fährwechsel meist die entspanntere Wahl – mehr dazu unter Familienurlaub.

Ein Mittelweg sind große Inseln mit eigenem Flughafen: Kreta, Rhodos, Madeira oder Mallorca – dort gibt es Mietwagen, Infrastruktur und genug Abwechslung für zwei Wochen ohne Umsteigen.

Hochsaison umgehen: Preise, Menschen, Hitze

Die drei Probleme des südeuropäischen Sommers hängen zusammen – und lassen sich mit denselben zwei Wochen Verschiebung entschärfen. Wer statt Anfang August Anfang oder Mitte Juni reist, zahlt für Flug und Unterkunft oft deutlich weniger, findet dieselben Strände deutlich leerer und erlebt Temperaturen, die Besichtigungen überhaupt erst angenehm machen.

Zweiter Hebel: die Region innerhalb des Landes wechseln. Statt der Amalfiküste im August funktionieren Apulien oder die Marken; statt Dubrovnik lieber Istrien oder die Inseln um Zadar; statt Santorin die weniger überlaufenen Kykladen-Nachbarn oder Korfu. Der Effekt auf Preis und Ruhe ist größer als jeder Buchungstrick.

Dritter Hebel: die Uhrzeit. In Südeuropa ist der Tag anders getaktet – Mittagspause, spätes Abendessen ab 21 Uhr, Leben auf der Straße nach Sonnenuntergang. Wer sich darauf einlässt, empfindet auch 33 Grad als weniger anstrengend.

Praktisches für Südeuropa

Anreise: Alle acht Länder sind per Direktflug ab Deutschland erreichbar, meist in zwei bis vier Stunden. Kroatien, Slowenien und Norditalien lassen sich gut mit dem Auto oder der Bahn erreichen – das lohnt sich vor allem für längere Aufenthalte oder Reisen mit viel Gepäck.

Vor Ort: Sieben der acht Länder gehören zur EU und zum Euroraum – Krankenversicherungskarte (EHIC), Roaming ohne Zusatzkosten und keine Währungswechsel. Für Inselhopping in Griechenland und Kroatien lohnt es sich, Fähren in der Hochsaison vorab zu buchen, ebenso Mietwagen: Auf Inseln sind sie im Juli und August regelmäßig ausverkauft.

Absicherung: Die EHIC deckt in EU-Ländern die staatliche Grundversorgung ab, aber weder Privatkliniken noch den Rücktransport nach Deutschland. Eine Auslandsreisekrankenversicherung kostet für die ganze Familie meist unter 30 Euro im Jahr und schließt genau diese Lücke. Wer mehrfach jährlich reist, fährt mit einer Jahresreiseversicherung günstiger.

Länder in Südeuropa

Jeder Länder-Guide enthält Highlights, Städte, Schnellinfos und die beste Reisezeit – viele zusätzlich eine Klimatabelle mit echten Monatswerten.

Beste Reisezeit in Südeuropa im Überblick

LandBeste MonateKlima im Detail
ItalienApril bis Juni & September/OktoberKlimatabelle →
SpanienApril bis Juni & September/OktoberKlimatabelle →
PortugalMai bis Juni & September/OktoberKlimatabelle →
GriechenlandMai/Juni & September/OktoberKlimatabelle →
KroatienMai/Juni & SeptemberKlimatabelle →
MaltaApril bis Juni & September/OktoberKlimatabelle →
SlowenienMai, Juni & SeptemberKlimatabelle →
ZypernApril bis Juni & September/OktoberKlimatabelle →

Beliebte Städte & Reiseziele

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Häufige Fragen zu Südeuropa

Wann ist die beste Reisezeit für Südeuropa?

Für Badeurlaub Juni bis Anfang Oktober, wobei September oft der beste Kompromiss aus warmem Meer, leereren Stränden und moderaten Preisen ist. Für Städtereisen und Wanderungen sind April/Mai und September/Oktober angenehmer, weil es im Hochsommer im Landesinneren regelmäßig über 35 Grad heiß wird.

Wo ist das Mittelmeer im Juni schon warm genug zum Baden?

Im Juni liegt das Mittelmeer meist bei 22 bis 24 Grad – am wärmsten im Osten und Süden, also auf Zypern, Malta, Kreta und Rhodos sowie an der türkischen und ägyptischen Küste. Die nördliche Adria und der Atlantik in Portugal brauchen länger und bleiben deutlich kühler.

Welches südeuropäische Land eignet sich für Familien?

Kroatien und Italien sind mit dem Auto erreichbar, was Anreise und Gepäck erleichtert; die istrische Küste und die Adria haben viele flach abfallende Buchten. Griechenland punktet mit ruhigem, warmem Wasser und guter Infrastruktur auf den großen Inseln.

Kann man Südeuropa auch im Winter bereisen?

Ja, nur nicht als Badeurlaub. Zypern, Malta, Sizilien, Andalusien und Madeira haben im Winter milde 15 bis 20 Grad und eignen sich gut zum Wandern und für Städtetouren. Auf kleineren griechischen Inseln schließen dagegen viele Hotels, Restaurants und Fährverbindungen von November bis März.

Wie umgeht man die Hochsaison am besten?

Zwei Wochen früher oder später reisen als der Ferienstrom – Anfang Juni oder die zweite Septemberhälfte – bringt spürbar niedrigere Preise und leerere Strände bei fast gleichem Wetter. Zusätzlich hilft es, innerhalb des Landes auf weniger bekannte Regionen auszuweichen, etwa Apulien statt Amalfiküste.

Braucht man in Südeuropa eine Auslandskrankenversicherung?

Empfehlenswert ist sie auf jeden Fall. Die europäische Krankenversicherungskarte gilt nur für staatliche Einrichtungen und übernimmt keinen Rücktransport nach Deutschland – genau das kostet im Ernstfall am meisten. Eine Auslandsreisekrankenversicherung schließt diese Lücke für wenige Euro im Jahr.

Titelbild: Giles Laurent, CC BY-SA 4.0 – Wikimedia Commons