Highlights & Sehenswürdigkeiten
Wahrzeichen ist der wuchtige Parlamentspalast (Palatul Parlamentului), das schwerste und eines der größten Verwaltungsgebäude der Welt, das Diktator Ceaușescu errichten ließ. Führungen zeigen die überdimensionierten Marmorsäle. Ganz anders die zierlichen Prachtbauten der Belle Époque, etwa das Athenäum (Ateneul Român) als eleganter Konzertsaal.
Die Altstadt (Lipscani) rund um das alte Fürstenhaus Curtea Veche ist heute ein lebendiges Ausgehviertel mit Kirchen, dem stimmungsvollen Buchladen Cărturești Carusel und der historischen Bierhalle Caru' cu Bere. Grüne Ruhepole bieten der Cișmigiu-Garten und der weitläufige Herăstrău-Park mit dem sehenswerten Dorfmuseum unter freiem Himmel.
Viertel & „Klein-Paris"
In der Zwischenkriegszeit galt Bukarest als „Klein-Paris des Ostens": breite Boulevards, ein eigener Triumphbogen (Arcul de Triumf) und herrschaftliche Villen prägten das Bild. Rund um die Calea Victoriei lassen sich zwischen Königspalast, Museen und Cafés noch viele dieser eleganten Fassaden entdecken.
Kontraste gehören zu Bukarest: Neben restaurierten Jugendstilhäusern stehen sozialistische Wohnblöcke und moderne Glasbauten. Das junge, kreative Leben spielt sich in den Cafés, Weinbars und Clubs der Altstadt und im aufstrebenden Viertel rund um die Straße Ion Brezoianu ab.
Essen & Ausgehen
Die rumänische Küche ist deftig: gefüllte Krautwickel (Sarmale), gegrillte Mici, die kräftige Kuttelsuppe Ciorbă de burtă und zum Abschluss die frittierten Papanași. Ein Klassiker ist die historische Bierhalle Caru' cu Bere mit ihrem prächtigen Saal, dazu passt ein Glas rumänischer Wein oder Țuică.
Das Ausgehen spielt sich vor allem in der Altstadt Lipscani ab, wo sich Bars, Cafés und Clubs aneinanderreihen. Etwas ruhiger und kreativer geht es rund um die Straße Ion Brezoianu und in den Weinbars der Stadt zu, während im Sommer Terrassen und Biergärten das Stadtleben nach draußen verlagern.
Umgebung & Tagesausflüge
Vor den Toren der Stadt lohnt der Palast Mogoșoaia, ein Juwel des rumänischen Brâncovenesc-Stils an einem See – ideal für einen halben Tag im Grünen. Nördlich liegt das Kloster Snagov auf einer Insel, das der Legende nach die Grabstätte von Vlad Țepeș birgt.
Bukarest ist zugleich ein guter Ausgangspunkt für Siebenbürgen: Mit dem Zug erreicht man Brașov in rund zweieinhalb bis drei Stunden, von dort sind Schloss Bran und Schloss Peleș bei Sinaia nicht weit. Wer mehr Natur sucht, findet südlich der Stadt den auenreichen Naturpark Comana.
Anreise & Fortbewegung
Der internationale Flughafen Henri Coandă (Otopeni) ist ab Deutschland gut per Direktflug erreichbar. Ein Zug verbindet den Flughafen mit dem Hauptbahnhof Gara de Nord, alternativ gibt es Expressbusse ins Zentrum.
In der Stadt kommt man mit der Metro schnell und günstig voran, ergänzt durch Straßenbahnen und Busse. Die Altstadt erkundet man am besten zu Fuß. Bukarest eignet sich gut als Ausgangspunkt für Ausflüge nach Siebenbürgen, etwa nach Brașov und zum Schloss Bran.
Häufige Fragen zu Bukarest
Wie viele Tage sollte man für Bukarest einplanen?
Für die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und die Altstadt reichen zwei Tage. Wer den Parlamentspalast von innen sehen und Tagesausflüge nach Siebenbürgen machen möchte, plant besser drei Tage oder mehr ein.
Wann ist die beste Reisezeit für Bukarest?
Mai, Juni und September sind ideal, mit angenehmen Temperaturen und blühenden oder goldenen Parks. Der Hochsommer kann sehr heiß werden, während der Advent stimmungsvolle Weihnachtsmärkte bringt.
Warum wird Bukarest „Klein-Paris" genannt?
In der Zwischenkriegszeit orientierte sich die Stadt an Paris: mit breiten Boulevards, einem eigenen Triumphbogen und eleganten Belle-Époque-Bauten. Viele dieser Fassaden findet man noch rund um die Calea Victoriei.