Safari in der Serengeti
Der Name Serengeti stammt aus dem Maa der Massai und bedeutet sinngemäß "endlose Ebene". Auf rund 15.000 Quadratkilometern lebt eine der höchsten Wildtierdichten Afrikas: Löwen, Leoparden, Geparden, Elefanten, Büffel und unzählige Antilopen. Die weiten Ebenen machen Sichtungen von Raubkatzen besonders gut möglich.
Pirschfahrten im Geländewagen am frühen Morgen und späten Nachmittag sind der Kern jeder Safari; Ballonfahrten bei Sonnenaufgang bieten einen unvergesslichen Blick über die Savanne. Übernachtet wird in Lodges oder in mobilen Zeltcamps, die der Migration folgen.
Die große Migration
Das Naturschauspiel der Serengeti ist die große Migration: Über eine Million Gnus ziehen gemeinsam mit Hunderttausenden Zebras und Gazellen in einem jährlichen Kreislauf durch das Ökosystem von Serengeti und Masai Mara, stets auf der Suche nach frischem Gras und Wasser.
In der südlichen Serengeti (Ndutu-Gebiet) findet um Januar und Februar das Abkalben statt, wenn Hunderttausende Jungtiere geboren werden. Zwischen Juli und September ziehen die Herden nach Norden und überqueren dabei den Grumeti- und den Mara-Fluss – die dramatischen Flussüberquerungen sind ein Höhepunkt der Reise.
Anreise & Umgebung
Die Serengeti erreicht man per Inlandsflug ab Arusha zu einer der Buschpisten im Park oder auf einer mehrstündigen Fahrt über Land, oft kombiniert mit dem benachbarten Ngorongoro-Krater. Für Tansania benötigen Deutsche ein Visum (eVisa oder bei Einreise).
Viele Reisende verbinden die Serengeti mit dem Ngorongoro-Krater und dem Tarangire-Nationalpark zu einer klassischen Nord-Rundreise. Die beste Zeit für Tierbeobachtung ist die Trockenzeit von Juni bis Oktober; wer die Flussüberquerungen sehen möchte, plant Juli bis September ein, für das Abkalben Januar/Februar.
Regionen & Unterkünfte
Die Serengeti ist riesig, und die beste Region hängt von der Jahreszeit ab: Das zentrale Seronera-Gebiet bietet ganzjährig gute Tierbeobachtung, im Süden (Ndutu) versammeln sich um Januar und Februar die Gnuherden zum Abkalben, und im Norden (Kogatende) finden zwischen Juli und September die Flussüberquerungen am Mara statt.
Übernachtet wird in festen Lodges oder in Zeltcamps. Besonders nah am Geschehen sind mobile Camps, die mehrmals im Jahr umziehen, um der Migration zu folgen – so hat man die ziehenden Herden oft direkt vor dem Zelt.
Praktische Tipps für die Safari
Für Tansania benötigen Deutsche ein Visum (eVisa oder bei Einreise), und eine Malariaprophylaxe wird empfohlen. Safaris werden fast immer als geführte Touren im Geländewagen unternommen; Pirschfahrten sind am ergiebigsten in den kühlen Morgen- und Abendstunden.
Ins Gepäck gehören neutrale, gedeckte Kleidung, ein Fernglas und eine Kamera mit Teleobjektiv sowie warme Sachen für die kühlen Morgen. Trinkgelder für Guide und Fahrer sind üblich und werden meist in US-Dollar gegeben.
Häufige Fragen zu Serengeti
Wann sieht man die große Migration in der Serengeti?
Das Abkalben findet um Januar/Februar in der südlichen Serengeti statt. Die dramatischen Flussüberquerungen im Norden fallen meist in Juli bis September. Da die Herden dem Regen folgen, hängt der genaue Standort vom Jahresverlauf ab.
Lässt sich die Serengeti mit dem Ngorongoro-Krater verbinden?
Ja, beide liegen im Norden Tansanias und werden fast immer gemeinsam als Rundreise besucht, oft ergänzt um den Tarangire-Nationalpark. Ausgangspunkt für die Nord-Safari ist die Stadt Arusha.
Wie viele Tage sollte man für die Serengeti einplanen?
Für die Serengeti selbst sollte man mindestens zwei bis drei Tage einplanen, um verschiedene Gebiete und Pirschfahrten zu unterschiedlichen Tageszeiten zu erleben. Als klassische Nord-Rundreise mit Ngorongoro-Krater und Tarangire kommt man auf etwa fünf bis sieben Tage.