Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Atacama im Norden Chiles gilt als trockenste nichtpolare Wüste der Erde. Basislager für Ausflüge ist das kleine Oasendorf San Pedro de Atacama mit seinen Lehmhäusern. Ganz in der Nähe liegt das ‚Valle de la Luna‘, ein Tal aus Salz- und Sandformationen, das im Abendlicht besonders eindrucksvoll leuchtet.
Weitere Klassiker sind die Geysire von El Tatio, die früh am Morgen dampfen, die türkisfarbenen Altiplano-Lagunen mit Flamingos und der große Salzsee Salar de Atacama. Wegen der Höhenlage (oft über 4.000 Meter bei Ausflügen) sollte man es die ersten Tage ruhig angehen.
Sterne & Erlebnisse
Dank Höhe, Trockenheit und minimaler Lichtverschmutzung ist die Atacama einer der besten Orte der Welt zur Sternbeobachtung – nicht zufällig stehen hier internationale Großobservatorien. Abendliche Astronomie-Touren gehören zu den beliebtesten Angeboten.
Tagsüber locken Radtouren, Sandboarding in den Dünen und Wanderungen durch farbige Schluchten. Die meisten Sehenswürdigkeiten werden als geführte Halb- oder Ganztagestouren ab San Pedro angeboten.
Höhenlagunen & weitere Ausflüge
Über die klassischen Ziele hinaus lohnen die Fahrten ins Hochland: Die tiefblauen Lagunas Altiplánicas Miscanti und Miñiques liegen auf über 4.000 Metern zwischen Vulkanen, die roten Felsen der Piedras Rojas leuchten neben einem Salzsee. Die Laguna Cejar erlaubt ein Bad im extrem salzhaltigen, tragenden Wasser.
Weiter entfernt, aber ein Höhepunkt, sind die Geysire von El Tatio bei Sonnenaufgang und der Salar de Tara mit seinen bizarren Felsnadeln. Wegen der großen Distanzen und der Höhe werden diese Ziele fast immer als geführte Touren angeboten.
Praktische Tipps
Die Höhe fordert ihren Tribut: Die ersten ein bis zwei Tage sollte man ruhig angehen, viel trinken und Alkohol meiden. Für die frühen Geysir-Touren und die kalten Wüstennächte braucht man warme Kleidung, tagsüber dagegen Sonnenschutz und Kopfbedeckung.
In San Pedro de Atacama ist Bargeld nützlich, da nicht überall Karten akzeptiert werden. Touren, Unterkünfte und Transfers bucht man in der Hochsaison besser im Voraus; für einige Naturziele werden Eintritte fällig, die vor Ort in bar zu zahlen sind.
Anreise & Fortbewegung
Der nächstgelegene Flughafen ist Calama (CJC), rund eineinhalb Stunden von San Pedro de Atacama entfernt und per Inlandsflug ab Santiago erreichbar. Von Calama fahren Transfers und Mietwagen ins Wüstendorf.
In San Pedro selbst kommt man zu Fuß aus; die Ausflüge in die Umgebung organisiert man am besten über die zahlreichen Tour-Anbieter oder mit einem eigenen Mietwagen. Für die frühen Geysir-Touren und die kalten Nächte ist warme Kleidung wichtig.
Häufige Fragen zu Atacama-Wüste
Wann ist die beste Reisezeit für die Atacama-Wüste?
Die Atacama ist ganzjährig bereisbar. Tagsüber ist es meist sonnig und warm, die Nächte sind wegen der Höhe stets kalt. In den Sommermonaten kann es im Hochland gelegentlich zu kurzen Regenschauern (dem ‚Altiplano-Winter‘) kommen.
Muss man sich in der Atacama an die Höhe gewöhnen?
San Pedro de Atacama liegt auf rund 2.400 Metern, viele Ausflüge führen jedoch über 4.000 Meter. Es empfiehlt sich, die ersten Tage ruhig anzugehen, viel zu trinken und höhere Touren wie die Geysire nicht direkt am Ankunftstag zu machen.
Wie erkundet man die Atacama-Wüste am besten?
Wegen der großen Entfernungen und der Höhe werden fast alle Ziele als geführte Halb- oder Ganztagestouren ab San Pedro de Atacama angeboten. Wer flexibel sein möchte, mietet in Calama einen Wagen. In San Pedro selbst kommt man zu Fuß aus.