Highlights & Sehenswürdigkeiten
Santiago liegt in einem weiten Tal, an klaren Tagen überragt von den schneebedeckten Anden. Im historischen Zentrum bilden die Plaza de Armas mit der Kathedrale und der Regierungspalast La Moneda das Herz der Stadt. Der moderne Wolkenkratzer Gran Torre Santiago ist mit rund 300 Metern der höchste Südamerikas und bietet ein Aussichtsdeck.
Mitten in der Stadt erheben sich zwei Aussichtsberge: Der Cerro Santa Lucía mit seinen Terrassen und der größere Cerro San Cristóbal, auf den eine Standseilbahn führt. Das bohemienhafte Viertel Bellavista ist bekannt für Street-Art und das Haus des Dichters Pablo Neruda, La Chascona.
Weinregion & Umgebung
Rund um Santiago liegen einige der bekanntesten Weinregionen Chiles, etwa das Maipo-Tal für kräftige Cabernet Sauvignons und das Colchagua-Tal weiter südlich. Viele Weingüter bieten Verkostungen und lassen sich gut als Tagesausflug besuchen.
Ebenfalls in Reichweite liegen die bunte Hafen- und Künstlerstadt Valparaíso samt dem Badeort Viña del Mar an der Pazifikküste sowie im Winter die Skigebiete der nahen Anden.
Essen, Märkte & Ausgehen
Ein guter Einstieg in Santiagos Küche ist der Mercado Central: Unter der gusseisernen Halle isst man frischen Fisch und Meeresfrüchte, während der nahe Mercado La Vega mit Obst und Gemüse den Alltag der Stadt zeigt. Landestypisch sind deftige Empanadas de pino und im Sommer ein erfrischendes ‚Mote con huesillo'.
Zum Ausgehen zieht es viele in die Viertel Lastarria und Bellavista mit ihren Restaurants, Bars und Terrassen. Chiles Nationalgetränk ist der Pisco, meist als Pisco Sour serviert; dazu kommen die Weine aus den Tälern vor den Toren der Stadt.
Praktische Tipps
Santiago liegt in einem Talkessel, in dem sich im Winter mitunter Smog staut – an klaren Tagen nach Regen ist die Andenkulisse am eindrucksvollsten. Erdbeben sind in Chile möglich; die Gebäude sind entsprechend gebaut, ein kurzer Blick auf die Fluchtwege im Hotel schadet aber nicht.
Die Metro ist modern und deckt die meisten Sehenswürdigkeiten ab; zur Rushhour wird es allerdings sehr voll. Für Fahrten nutzt man die aufladbare Bip!-Karte, für Ausflüge nach Valparaíso oder in die Weintäler bieten sich Busse oder geführte Touren an.
Anreise & Fortbewegung
Der internationale Flughafen Arturo Merino Benítez (SCL) ist das zentrale Drehkreuz Chiles und Ausgangspunkt für Inlandsflüge in die Atacama oder nach Patagonien. Von Deutschland reist man mit einem Umstieg an.
Santiago hat ein modernes, sauberes U-Bahn-Netz (Metro), das die meisten Sehenswürdigkeiten erschließt; die aufladbare Bip!-Karte gilt für Metro und Busse. Für Ausflüge in die Weinregionen ist ein Mietwagen oder eine geführte Tour praktisch.
Häufige Fragen zu Santiago de Chile
Wie viele Tage sollte man für Santiago einplanen?
Zwei bis drei Tage genügen für das Zentrum, die Aussichtsberge und Bellavista. Mit Tagesausflügen nach Valparaíso oder in die Weinregionen lohnt sich ein zusätzlicher Tag. Santiago ist ein guter Auftakt für Reisen nach Patagonien oder in die Atacama.
Wann ist die beste Reisezeit für Santiago?
Frühling (September bis November) und Herbst (März/April) sind am angenehmsten. Der Hochsommer (Januar/Februar) ist heiß, der Winter mild, aber im Tal manchmal von Smog getrübt.
Was kann man von Santiago aus als Tagesausflug unternehmen?
Beliebt sind die bunte Hafenstadt Valparaíso mit dem Badeort Viña del Mar sowie die Weintäler Maipo und Colchagua mit ihren Bodegas. Im Südwinter locken zudem die nahen Skigebiete der Anden.