Torres del Paine & Highlights
Das Herzstück des chilenischen Patagoniens ist der Nationalpark Torres del Paine, benannt nach seinen drei markanten Granittürmen. Türkisfarbene Seen, hängende Gletscher und die schroffen ‚Cuernos‘-Felsen machen ihn zu einer der spektakulärsten Landschaften der Welt.
Berühmt sind die mehrtägigen Trekkingrouten: der ‚W-Trek‘ mit den wichtigsten Höhepunkten und der große ‚O-Circuit‘ um das gesamte Massiv. Auch ohne lange Wanderung lassen sich viele Aussichtspunkte, der Grey-Gletscher und die Salto-Grande-Wasserfälle auf Tagestouren erleben.
Fjorde, Gletscher & Tierwelt
Jenseits von Torres del Paine reicht Patagonien bis zu den Fjorden und der Inselwelt im Süden. Bootstouren führen zu abbrechenden Gletschern, und in der Steppe begegnet man Guanakos, Nandus und mit Glück auch dem scheuen Puma.
Direkt gegenüber, auf argentinischer Seite, liegen El Calafate und der Perito-Moreno-Gletscher – viele Reisende verbinden beide Länder zu einer großen Patagonien-Rundreise.
Pinguine, Höhlen & weitere Ziele
Rund um Torres del Paine gibt es mehr zu entdecken: Die Höhle Cueva del Milodón bei Puerto Natales birgt die Spuren eines urzeitlichen Riesenfaultiers. Von Punta Arenas aus fahren im Südsommer Boote zur Insel Magdalena, wo Zehntausende Magellan-Pinguine brüten.
Die Hafenstadt Punta Arenas an der Magellanstraße und das gemütliche Puerto Natales am Fjord sind reizvolle Etappen für sich. Wer mehr Zeit hat, verbindet die chilenische Seite mit El Calafate und dem Perito-Moreno-Gletscher in Argentinien.
Praktische Tipps & Unterkünfte
Torres del Paine lässt sich als Tagesausflug, mit Übernachtungen in Lodges oder auf den Mehrtagestreks W und O erleben. Für die Trekkinghütten (Refugios) und Campingplätze im Park ist in der Hochsaison eine Reservierung Wochen im Voraus nötig; die Wanderwege sind reguliert.
Das Wetter ist selbst im Sommer rau und wechselhaft, mit heftigem Wind – wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip ist Pflicht. Vorräte und Bargeld deckt man am besten in Puerto Natales, da es im Park kaum Einkaufsmöglichkeiten gibt.
Anreise & Fortbewegung
Ausgangspunkt ist meist die Stadt Puerto Natales, erreichbar über den Flughafen Punta Arenas (PUQ), der per Inlandsflug ab Santiago angebunden ist. Von Puerto Natales fahren Busse und Transfers in den Nationalpark.
Im Park bewegt man sich zu Fuß, per Ausflugsboot und mit Shuttlebussen zwischen den Ausgangspunkten. Wegen des oft rauen, windigen Wetters ist wetterfeste Kleidung im Zwiebelprinzip Pflicht – selbst im Sommer.
Häufige Fragen zu Patagonien
Wann ist die beste Reisezeit für das chilenische Patagonien?
Der Südsommer von November bis März ist ideal: lange Tage, geöffnete Wanderwege und die stabilsten Bedingungen. Auch dann kann es in Torres del Paine sehr windig und wechselhaft sein, deshalb ist wetterfeste Kleidung wichtig.
Muss man in Torres del Paine mehrtägig wandern?
Nein. Die berühmten Mehrtagestreks W und O sind Höhepunkte für geübte Wanderer, doch viele Aussichtspunkte, der Grey-Gletscher und Wasserfälle lassen sich auch auf Tagestouren ab Puerto Natales oder von Lodges aus erleben.
Wie erreicht man Torres del Paine?
Ausgangspunkt ist die Stadt Puerto Natales, die über den Flughafen Punta Arenas mit Inlandsflügen ab Santiago angebunden ist. Von Puerto Natales fahren Busse und Transfers in rund zwei Stunden in den Nationalpark.