Safari & Big Five
Die Masai Mara ist der nördliche Teil desselben Ökosystems wie die tansanische Serengeti und bietet auf offenen Grasebenen erstklassige Tierbeobachtung. Löwen, Leoparden, Elefanten, Büffel und – seltener – Nashörner, die Big Five, lassen sich hier ebenso beobachten wie Geparden, Giraffen und riesige Gnu- und Zebraherden.
Pirschfahrten im Geländewagen finden meist am frühen Morgen und späten Nachmittag statt, wenn die Tiere aktiv sind. Ein besonderes Erlebnis ist eine Ballonfahrt bei Sonnenaufgang über der Savanne, oft gefolgt von einem Frühstück im Busch.
Die große Gnuwanderung
Der Höhepunkt ist die große Gnuwanderung (Great Migration): Jedes Jahr ziehen über eine Million Gnus zusammen mit Hunderttausenden Zebras und Gazellen im Kreislauf zwischen Serengeti und Masai Mara. In der Mara erreicht das Schauspiel meist zwischen Juli und Oktober seinen Höhepunkt.
Dann kommt es zu den dramatischen Flussüberquerungen am Mara-Fluss, wo die Herden krokodilverseuchte Gewässer durchqueren müssen – eines der eindrucksvollsten Naturereignisse der Welt. Da die genauen Zeitpunkte vom Regen abhängen, ist etwas Glück und ein flexibler Reisezeitraum hilfreich.
Massai-Kultur & Anreise
Das Reservat liegt im Land der Massai, die hier traditionell als Viehhirten leben. Viele Camps und Lodges liegen in gemeinschaftlich verwalteten Conservancies am Rand des Reservats und bieten Besuche in einem Massai-Dorf (Manyatta) sowie Spaziergänge mit Massai-Guides an.
Die Masai Mara erreicht man am bequemsten per kurzem Inlandsflug ab Nairobi zu einer der Buschpisten (rund 45 Minuten) oder auf einer mehrstündigen Fahrt über Land. Unterkünfte reichen von einfachen Zeltcamps bis zu luxuriösen Lodges; wegen der Höhenlage können die Nächte kühl werden.
Conservancies & Unterkünfte
Rund um das eigentliche Nationalreservat liegen private Schutzgebiete (Conservancies) wie Mara North, Naboisho oder Olare Motorogi. Sie werden gemeinsam mit den Massai verwaltet, begrenzen die Zahl der Fahrzeuge und erlauben oft Nachtpirschfahrten und Buschwanderungen – das bedeutet exklusivere Tierbeobachtung fernab der Menschenmengen an den Flussübergängen.
Die Unterkünfte reichen vom einfachen, geführten Zeltcamp bis zur luxuriösen Lodge mit eigenem Pool. Wer die Conservancies wählt, zahlt meist eine zusätzliche Gebühr, wird dafür aber mit Ruhe und flexibleren Aktivitäten belohnt. Wegen der Höhenlage können die Nächte auch in der Trockenzeit empfindlich kühl werden.
Praktische Tipps
Für die Pirschfahrten empfiehlt sich Kleidung in gedeckten Naturtönen sowie eine warme Schicht für die kühlen Morgenstunden. Ein Fernglas, Sonnenschutz und ausreichend Speicherplatz für die Kamera gehören ins Gepäck. Die Masai Mara liegt in einem Malariagebiet – eine Prophylaxe sollte ärztlich besprochen werden.
Viele Reisende verbinden die Mara mit einem Badeaufenthalt an der Küste bei Mombasa oder mit weiteren Parks wie dem Amboseli mit Blick auf den Kilimandscharo. Zwei bis drei Nächte reichen für gute Sichtungen; die erfahrenen Guides der Camps kennen die besten Stellen für Raubkatzen und die Wanderherden.
Häufige Fragen zu Masai Mara
Wann kann man die Gnuwanderung in der Masai Mara sehen?
Die große Gnuwanderung erreicht die Masai Mara meist zwischen Juli und Oktober. In dieser Zeit sind die spektakulären Flussüberquerungen am Mara-Fluss möglich. Die genauen Zeitpunkte hängen vom Regen ab, ein flexibler Reisezeitraum ist von Vorteil.
Wie kommt man in die Masai Mara?
Am bequemsten per Inlandsflug ab Nairobi zu einer der Buschpisten in rund 45 Minuten. Alternativ ist eine mehrstündige Fahrt über Land möglich. Vor Ort erkundet man das Reservat auf geführten Pirschfahrten im Geländewagen.
Sieht man in der Masai Mara die Big Five?
Löwen, Elefanten und Büffel sind sehr häufig, Leoparden mit etwas Geduld gut zu finden. Nashörner sind seltener geworden, werden aber ebenfalls beobachtet. Dazu kommen Geparden, Giraffen und riesige Herden – die Tierdichte ist ganzjährig hoch und erreicht zur Gnuwanderung ihren Höhepunkt.