Marokko

Fès

Fès gilt als geistige und handwerkliche Hauptstadt Marokkos: Seine Medina Fès el-Bali ist eine der größten autofreien Altstädte der Welt und UNESCO-Welterbe – mit den berühmten Färbergruben der Gerber.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die Medina Fès el-Bali ist ein Labyrinth aus tausenden Gassen, in dem sich Handwerk, Moscheen und Wohnhäuser dicht drängen. Hauptattraktion sind die Chouara-Gerbereien: Von den Terrassen umliegender Lederläden blickt man auf die farbigen Färbebottiche, in denen Häute noch nach jahrhundertealter Methode bearbeitet werden.

Sehenswert sind zudem das prachtvolle Tor Bab Bou Jeloud (das Blaue Tor), die Koranschule Medersa Bou Inania mit ihren feinen Holz- und Stuckarbeiten sowie die al-Qarawiyyin, die zu den ältesten Universitäten der Welt zählt.

Viertel & Umgebung

Neben der ältesten Medina Fès el-Bali gibt es das jüngere Fès el-Jdid mit dem einstigen jüdischen Viertel (Mellah) und dem Königspalast, dessen goldene Tore ein beliebtes Fotomotiv sind. Die französische Ville Nouvelle bietet breitere Straßen, Cafés und Hotels.

Von Fès aus lohnt ein Tagesausflug in die benachbarte Königsstadt Meknès mit ihren monumentalen Toren sowie zu den römischen Ruinen von Volubilis, dem am besten erhaltenen antiken Ort Marokkos.

Anreise & Fortbewegung

Fès hat einen eigenen Flughafen (Fès-Saïss, FEZ) mit einigen Direktverbindungen ab Europa. Sehr komfortabel ist die Anreise per Zug: Das ONCF-Netz und der Schnellzug Al Boraq verbinden Fès mit Tanger, Rabat und Casablanca.

In der autofreien Medina bewegt man sich ausschließlich zu Fuß; Waren werden mit Handkarren und Maultieren transportiert. Wegen der Größe und der vielen Gassen ist ein ortskundiger Guide für den ersten Rundgang sehr hilfreich.

Küche & Kulinarik

Fès gilt als Wiege der marokkanischen Haute Cuisine. Die Spezialität der Stadt ist die Pastilla, eine Blätterteigpastete mit Tauben- oder Hühnerfleisch, Mandeln, Zimt und Puderzucker – süß und herzhaft zugleich. Dazu kommen kräftige Tajines, die Suppe Harira und stets frischer Minztee.

Gegessen wird häufig in aufwendig restaurierten Riads, deren Innenhöfe zu stimmungsvollen Restaurants umgebaut wurden. Von den Dachterrassen genießt man den Blick über das Häusermeer der Medina, während der Muezzin ruft.

Praktische Tipps

Für den ersten Rundgang durch die verwinkelte Medina ist ein ortskundiger Guide sehr hilfreich, danach lässt sich das Labyrinth auch allein erkunden. Konservative Kleidung und feste Schuhe sind empfehlenswert; freitags, am Gebetstag, geht es in der Altstadt ruhiger zu.

Beim Handwerk – ob Leder, Keramik oder Messing – gehört das Feilschen zum guten Ton und sollte freundlich und geduldig geschehen. Die beste Reisezeit sind Frühjahr und Herbst; im Sommer wird es im Landesinneren sehr heiß, im Winter kühl.

Beste Reisezeit
April bis Juni & September/Oktober

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Häufige Fragen zu Fès

Wie viele Tage sollte man für Fès einplanen?

Für die Medina mit Gerbereien, Toren und Koranschulen sollte man zwei bis drei Tage einplanen. Ein zusätzlicher Tag lohnt für einen Ausflug nach Meknès und Volubilis.

Braucht man in der Medina von Fès einen Guide?

Für den ersten Rundgang ist ein ortskundiger Guide sehr empfehlenswert, da sich die tausenden Gassen leicht als Labyrinth erweisen. Danach lässt sich die Altstadt auch gut auf eigene Faust erkunden.

Wann ist die beste Reisezeit für Fès?

Am angenehmsten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September/Oktober). Im Hochsommer wird es in der Kaiserstadt im Landesinneren sehr heiß, die Winter sind mild bis kühl und können regnerisch ausfallen.