Highlights & Sehenswürdigkeiten
Die Kathedrale von Sevilla ist die größte gotische Kirche der Welt und birgt das Grabmal von Christoph Kolumbus; ihr Glockenturm, die Giralda, war einst das Minarett einer Moschee und bietet nach dem Aufstieg über Rampen einen weiten Blick. Direkt nebenan entführt der Real Alcázar mit Innenhöfen, Azulejos und Gärten in die maurische Welt.
Die Plaza de España aus der Iberoamerikanischen Ausstellung von 1929 begeistert mit ihrem halbrunden Kanal und den keramikgeschmückten Provinzbänken. Modern kontrastiert das hölzerne Metropol Parasol (die „Setas“), von dessen Aussichtssteg man über die Dächer der Altstadt blickt.
Die schönsten Viertel
Das ehemalige jüdische Viertel Barrio Santa Cruz ist ein Labyrinth aus weiß getünchten Gassen, Innenhöfen und schattigen Plätzen direkt neben dem Alcázar. Über den Fluss geht es nach Triana, dem traditionellen Viertel der Keramik und des Flamenco.
Am Guadalquivir markiert der zwölfeckige Torre del Oro die alte Hafenstadt. Abends füllen sich die Tapas-Bars, und in Peñas und Tablaos wird der Flamenco lebendig – Sevilla gilt als eine seiner Hochburgen.
Tapas, Flamenco & laue Abende
Sevilla ist eine Tapas-Hochburg: In den Tabernas von Santa Cruz und rund um die Alameda de Hércules bestellt man sich durch Klassiker wie Espinacas con garbanzos (Spinat mit Kichererbsen), Salmorejo, Pescaíto frito und Jamón ibérico. Über den Fluss, in Triana, sitzt man am schönsten an der Calle Betis mit Blick auf die beleuchtete Altstadt.
Sevilla gilt zudem als eine der Wiegen des Flamenco. Ursprünglich und stimmungsvoll erlebt man ihn in den Peñas und kleinen Tablaos von Triana oder in intimen Häusern wie der Casa de la Memoria – hier stehen Gesang und Gitarre im Mittelpunkt, nicht die Show für Reisegruppen.
Umgebung & Tagesausflüge
Der lohnendste Tagesausflug führt nach Córdoba, das per AVE in nur 45 Minuten erreichbar ist: Die Mezquita-Catedral mit ihrem Säulenwald aus rot-weißen Bögen zählt zu den beeindruckendsten Bauwerken Spaniens. Ganz in der Nähe liegen die römischen Ruinen von Itálica bei Santiponce, Geburtsort der Kaiser Trajan und Hadrian.
Weiter südlich locken Cádiz, eine der ältesten Städte Europas am Atlantik, und Jerez de la Frontera, berühmt für Sherry und die Pferde der Reitschule. Wer Natur sucht, fährt in den Nationalpark Doñana oder in die weißen Bergdörfer (Pueblos blancos) der Sierra.
Anreise & Fortbewegung
Der Flughafen Sevilla (SVQ) liegt rund 10 Kilometer außerhalb und ist per Flughafenbus mit dem Zentrum verbunden. Besonders komfortabel reist man mit dem AVE an: Von Madrid ist Sevilla in rund 2,5 Stunden erreichbar.
Die kompakte Altstadt erkundet man am besten zu Fuß; eine moderne Straßenbahn und Leihräder ergänzen kurze Wege. Wegen der schmalen Gassen und der Umweltzone ist ein Auto im Zentrum eher hinderlich.
Häufige Fragen zu Sevilla
Wie viele Tage sollte man für Sevilla einplanen?
Zwei bis drei Tage reichen für Kathedrale, Alcázar, Plaza de España und einen Bummel durch Santa Cruz und Triana. Für einen Flamenco-Abend und Ausflüge nach Córdoba lohnt sich ein weiterer Tag.
Wann ist die beste Reisezeit für Sevilla?
Frühling (März bis Mai) und Oktober sind ideal. Den Hochsommer sollte man meiden: In Sevilla klettert das Thermometer regelmäßig über 40 Grad.
Was sollte man über Semana Santa und die Feria de Abril wissen?
Beide Feste fallen ins Frühjahr und prägen Sevilla wie kaum etwas anderes: die Karprozessionen der Semana Santa und rund zwei Wochen später die farbenfrohe Feria de Abril mit Flamenco-Kleidern und Casetas. Die Stadt ist dann voll und die Unterkünfte teuer und früh ausgebucht – wer dabei sein will, plant lange im Voraus.