Tunesien

Tunis

Tunesiens Hauptstadt verbindet eine quirlige Medina und römisches Erbe: Vor den Toren liegen die Ruinen von Karthago und das weiß-blaue Künstlerdorf Sidi Bou Saïd hoch über dem Meer.

Highlights & Sehenswürdigkeiten

Die Medina von Tunis zählt zum UNESCO-Welterbe: In ihren überdachten Souks werden Parfüms, Kupferwaren und Teppiche gehandelt, im Zentrum steht die Zitouna-Moschee. Das Bardo-Nationalmuseum in einem früheren Palast beherbergt eine der weltweit bedeutendsten Sammlungen römischer Mosaike.

Nur wenige Kilometer außerhalb liegen die Ausgrabungen von Karthago, einst mächtige Rivalin Roms. Zu sehen sind die Antoninus-Pius-Thermen, punische Häfen und Reste von Wohnvierteln mit weitem Blick über den Golf von Tunis.

Sidi Bou Saïd & Umgebung

Hoch über dem Meer liegt Sidi Bou Saïd, ein malerisches Künstlerdorf mit weiß getünchten Häusern, leuchtend blauen Türen und Fensterläden und Bougainvillea an den Mauern. Von den Cafés am oberen Ende genießt man einen berühmten Blick über die Bucht.

Der moderne Stadtkern rund um die Avenue Habib Bourguiba, oft „Champs-Élysées von Tunis“ genannt, zeigt mit seinen Kolonialbauten das französische Erbe. Die Badeorte La Marsa und Gammarth am Meer sind schnell erreichbar.

Anreise & Fortbewegung

Der Flughafen Tunis-Karthago (TUN) wird ab Deutschland direkt in rund zweieinhalb bis drei Stunden angeflogen und liegt nahe am Zentrum. Ins Hotel kommt man per Taxi.

Ein Ausflug nach Karthago und Sidi Bou Saïd lässt sich gut mit der Vorortbahn TGM verbinden, die vom Zentrum an der Küste entlangfährt. In der Medina bewegt man sich zu Fuß.

Essen & Ausgehen

Die tunesische Küche verbindet mediterrane und orientalische Aromen: In den Lokalen der Medina probiert man Brik (knusprige Teigtaschen mit Ei), Couscous, die Kichererbsensuppe Lablabi und gegrillten Fisch, stets begleitet von der scharfen Chili-Paste Harissa. Zum Abschluss gibt es Mandelgebäck wie Makroud und starken Minztee.

Zur Atmosphäre gehören die traditionsreichen Cafés: das Café M'Rabet in der Medina oder das berühmte Café des Nattes im nahen Sidi Bou Saïd, wo man auf Matten sitzt und den Blick über die Bucht genießt. Am Abend belebt sich die Avenue Habib Bourguiba mit ihren Terrassen und Kinos.

Praktische Tipps für Tunis

In der weitläufigen Medina lohnt es sich, sich treiben zu lassen – ein Blick auf die Karte und etwas Orientierungssinn helfen im Gewirr der Souks. Beim Einkauf gehört Handeln zum guten Ton, am besten freundlich und mit Humor. Für den Besuch von Moscheen und religiösen Stätten kleidet man sich zurückhaltend, Schultern und Knie bleiben bedeckt.

Innerhalb der Stadt fährt die moderne Straßenbahn „Métro léger“, an die Küste nach Karthago und Sidi Bou Saïd bringt die Vorortbahn TGM. Die angenehmste Reisezeit sind Frühling und Herbst, während der Hochsommer heiß und die Küste schwül wird; wer während des Ramadan reist, sollte tagsüber mit eingeschränkten Öffnungszeiten rechnen.

Beste Reisezeit
April bis Juni & September/Oktober

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Häufige Fragen zu Tunis

Wie viele Tage sollte man für Tunis einplanen?

Für Medina, Bardo-Museum, Karthago und Sidi Bou Saïd sollte man zwei bis drei Tage einplanen. Tunis lässt sich auch gut als Tagesausflug von den Badeorten Hammamet oder Sousse aus besuchen.

Wie kommt man von Tunis nach Karthago und Sidi Bou Saïd?

Am einfachsten mit der Vorortbahn TGM, die vom Zentrum aus an der Küste entlang nach Karthago, Sidi Bou Saïd und La Marsa fährt. Alternativ nutzt man ein Taxi.

Wann ist die beste Reisezeit für Tunis?

Am angenehmsten sind Frühling (April bis Juni) und Herbst (September/Oktober) mit mildem Wetter für Medina und Ausgrabungen. Der Hochsommer wird heiß und an der Küste schwül; die Wintermonate sind mild, aber gelegentlich regnerisch.